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Augengesundheit

Was sind Augenerkrankungen und welche Krankheiten umfassen sie?

Augenerkrankungen umfassen gesundheitliche Probleme, die den Augapfel, den Sehnerv, die Augenlider und die Tränenwege betreffen. Strukturen wie Hornhaut, Augenlinse, Netzhaut und Sehnerv übernehmen jeweils unterschiedliche Aufgaben beim Sehen. Eine Störung in einer dieser Strukturen kann die Sehqualität oder den Augenkomfort beeinträchtigen. Verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Rötungen, Lichtempfindlichkeit und Veränderungen des Gesichtsfeldes gehören zu den häufigen Symptomen. […]

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Was sind Augenerkrankungen und welche Krankheiten umfassen sie?

Augenerkrankungen umfassen gesundheitliche Probleme, die den Augapfel, den Sehnerv, die Augenlider und die Tränenwege betreffen. Strukturen wie Hornhaut, Augenlinse, Netzhaut und Sehnerv übernehmen jeweils unterschiedliche Aufgaben beim Sehen. Eine Störung in einer dieser Strukturen kann die Sehqualität oder den Augenkomfort beeinträchtigen. Verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Rötungen, Lichtempfindlichkeit und Veränderungen des Gesichtsfeldes gehören zu den häufigen Symptomen. Manche Erkrankungen können fortschreiten, ohne deutliche Beschwerden zu verursachen. Diagnose, Verlaufskontrolle und Behandlungsplanung werden daher nach einer ausführlichen Augenuntersuchung festgelegt.

Grundlegende anatomische Strukturen des Auges

Das Auge erfüllt seine Sehfunktion durch das Zusammenspiel mehrerer Gewebe mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Sklera ist die weiße äußere Schicht, welche die Struktur des Augapfels unterstützt. Die Hornhaut ist das transparente Gewebe im vorderen Bereich des Auges und spielt eine wichtige Rolle beim Eintritt des Lichts in das Auge. Die Uvea bildet die gefäßreiche mittlere Schicht des Auges. Die Netzhaut befindet sich im hinteren Teil des Auges und wandelt das einfallende Licht in visuelle Signale um. Diese Signale werden über den Sehnerv an die Sehzentren im Gehirn weitergeleitet.

Zu den wichtigsten am Sehen beteiligten Strukturen gehören:

  • Sklera.
  • Hornhaut.
  • Uvea.
  • Augenlinse.
  • Netzhaut.
  • Sehnerv.

Die Augenlinse hilft dabei, das Licht auf der Netzhaut zu fokussieren. Der Glaskörper, der den hinteren Teil des Auges ausfüllt, trägt mit seiner transparenten Struktur dazu bei, dass das Licht die Netzhaut erreicht. Die Augenlider und das Tränensystem sind für den Schutz der Augenoberfläche wichtig. Die Augenmuskeln ermöglichen die koordinierte Bewegung beider Augen. Eine Störung in einer dieser Strukturen kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Bei der Beurteilung von Augenerkrankungen wird festgestellt, von welchem Gewebe das Problem ausgeht, damit eine geeignete Behandlung geplant werden kann.

Wie werden Augenerkrankungen diagnostiziert?

Die Messung der Sehschärfe und eine ausführliche Augenuntersuchung sind die grundlegenden Methoden zur Diagnose von Augenerkrankungen. Bei Bedarf werden die Messung des Augeninnendrucks, die Untersuchung der Hornhaut und die Augenhintergrunduntersuchung ergänzt. Zur Beurteilung von Veränderungen an der Netzhaut und am Sehnerv können unterschiedliche Bildgebungsverfahren verwendet werden. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, da manche Erkrankungen im Frühstadium keine deutlichen Beschwerden verursachen. Die durchzuführenden Tests richten sich nach dem Alter, den Symptomen und den bestehenden gesundheitlichen Problemen des Patienten. Nicht bei jedem Patienten müssen alle Bildgebungsverfahren eingesetzt werden.

Zu den wichtigsten diagnostischen Untersuchungen gehören:

  • Optische Kohärenztomografie.
  • Computergestützte Gesichtsfelduntersuchung.
  • Hornhauttopografie.
  • Augenhintergrundbildgebung.
  • Augenultraschalluntersuchung.
  • Visuell evozierte Potenziale.
  • Elektroretinografie.

Die optische Kohärenztomografie hilft dabei, die strukturellen Merkmale der Netzhaut und des Sehnervs ausführlich zu beurteilen. Mit einer Gesichtsfelduntersuchung kann geprüft werden, ob das periphere Sehen eingeschränkt ist. Die Hornhauttopografie zeigt die Form und Regelmäßigkeit der Hornhautoberfläche. Elektrophysiologische Untersuchungen können Informationen über die Funktion der Netzhaut und der Sehbahnen liefern. In manchen Fällen werden die Pupillen erweitert, um die Netzhaut genauer zu untersuchen. Der Diagnose- und Kontrollplan wird anhand der gemeinsamen Bewertung der Untersuchungs- und Bildgebungsergebnisse erstellt.

Welche Fehlsichtigkeiten gibt es?

Fehlsichtigkeiten entstehen, wenn das Licht nicht auf den richtigen Punkt der Netzhaut fokussiert werden kann. Bei Kurzsichtigkeit werden entfernte Gegenstände unscharf gesehen, während nahe Gegenstände vergleichsweise klarer wahrgenommen werden können. Bei Weitsichtigkeit kann besonders das Sehen in der Nähe schwierig sein, bei manchen Menschen ist jedoch auch das Sehen in der Ferne beeinträchtigt. Astigmatismus hängt damit zusammen, dass die Hornhaut oder Augenlinse das Licht in verschiedenen Ebenen nicht gleichmäßig fokussieren kann. Dies kann sowohl in der Nähe als auch in der Ferne zu verschwommenem oder schattenhaftem Sehen führen. Das Ausmaß der Fehlsichtigkeit wird durch ausführliche Augenmessungen bestimmt.

Brillen und Kontaktlinsen werden häufig zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten eingesetzt. Bei manchen Patienten können auch Laseroperationen oder Intraokularlinsen erwogen werden. Nicht jede Augenstruktur ist jedoch für jede Behandlungsmethode geeignet. Hornhautdicke, Veränderungen der Sehstärke und der Zustand der Augenoberfläche müssen gemeinsam untersucht werden. Trockene Augen, Netzhauterkrankungen und andere strukturelle Merkmale können die Behandlungsentscheidung ebenfalls beeinflussen. Die geeignete Methode wird anhand der individuellen Untersuchungsbefunde festgelegt.

Laserbehandlung von Fehlsichtigkeiten

Ziel einer Laserbehandlung ist es, die Form der Hornhaut kontrolliert zu verändern und dadurch die Fokussierung des Lichts auf der Netzhaut zu unterstützen. Die anzuwendende Methode wird anhand der Sehstärke und der Hornhautstruktur ausgewählt. Bei PRK und TransPRK erfolgt die Behandlung an der Oberfläche der Hornhaut. Bei LASIK und Femto-LASIK wird ein dünnes Hornhautläppchen erzeugt und das darunterliegende Gewebe korrigiert. Bei SMILE wird ein dünnes Gewebestück, das innerhalb der Hornhaut erzeugt wurde, durch eine kleine Öffnung entfernt. Jede Methode hat unterschiedliche Heilungsverläufe und Eignungskriterien.

Zu den möglichen Laserverfahren gehören:

  • PRK.
  • TransPRK.
  • LASIK.
  • Femto-LASIK.
  • SMILE.

Vor der Laserbehandlung werden Hornhautdicke, Hornhautkarte und Tränenfilm beurteilt. Oberflächenverfahren können für manche Patienten geeignet sein, allerdings ist nicht jeder Mensch mit einer dünnen Hornhaut für eine Laserbehandlung geeignet. Auch die Auswahl von Methoden mit Hornhautläppchen oder Verfahren mit kleinen Schnitten richtet sich nach den individuellen Merkmalen. Außerdem ist es wichtig, dass die Sehstärke über einen bestimmten Zeitraum stabil geblieben ist. Nach der Operation können Trockenheit, Lichtempfindlichkeit oder Schwankungen des Sehvermögens auftreten. Daher sollte die Methodenwahl nicht nur anhand der Technologie, sondern auch anhand der medizinischen Bedürfnisse des Auges erfolgen.

Altersbedingte Probleme beim Nahsehen

Presbyopie ist die zunehmende Schwierigkeit, auf nahe Entfernungen zu fokussieren, weil die Augenlinse im Laufe der Zeit ihre Elastizität verliert. Sie wird in der Regel ab dem mittleren Lebensalter deutlicher. Beim Lesen können Betroffene bemerken, dass sie Texte weiter entfernt halten oder eine stärkere Beleuchtung benötigen. Auch bei der Nutzung von Computern und Mobiltelefonen kann eine Ermüdung der Augen auftreten. Dies ist eine altersbedingte Veränderung und bedeutet für sich genommen keine Augenerkrankung. Das Ausmaß der Nahsehbeschwerden wird durch eine Augenuntersuchung beurteilt.

Zur Korrektur der Presbyopie können eine Lesebrille oder geeignete Kontaktlinsen verwendet werden. Bei manchen Patienten können auch Intraokularlinsen infrage kommen. Der Austausch der Augenlinse ist jedoch ein chirurgischer Eingriff und nicht für jeden Patienten geeignet. Die Netzhautstruktur, die Augenoberfläche und die Seherwartungen der Person müssen ausführlich untersucht werden. Auch Aspekte wie Nachtsehen, Lichtstreuung und Kontrastwahrnehmung werden in die Beurteilung einbezogen. Chirurgische Möglichkeiten werden unter gemeinsamer Berücksichtigung des erwarteten Nutzens und möglicher Einschränkungen geplant.

Möglichkeiten bei Intraokularlinsen

Intraokularlinsen können bei einer Kataraktoperation oder bestimmten als geeignet angesehenen Linsenaustauschverfahren verwendet werden. Monofokale Linsen sind so konzipiert, dass sie die Fokussierung auf eine bestimmte Entfernung ermöglichen. Bifokale und trifokale Linsen können mehrere Brennpunkte besitzen. EDOF-Linsen verfügen über unterschiedliche optische Eigenschaften zur Erweiterung der Schärfentiefe. Torische Linsen können zur Korrektur eines Astigmatismus erwogen werden. Welche Linse geeignet ist, wird anhand der anatomischen Struktur des Auges und der Sehbedürfnisse der Person bestimmt.

Zu den möglichen Intraokularlinsen gehören:

  • Monofokale Linsen.
  • Bifokale Linsen.
  • Trifokale Linsen.
  • EDOF-Linsen.
  • Torische Linsen.

Multifokale Linsen sind möglicherweise nicht für jeden Patienten geeignet. Manche Menschen können nachts Lichthöfe oder Blendungen um Lichtquellen wahrnehmen. Erkrankungen wie Netzhautkrankheiten, ausgeprägte trockene Augen oder fortgeschrittenes Glaukom können die Linsenauswahl beeinflussen. Vor der Verwendung torischer Linsen muss der Astigmatismus ausführlich gemessen werden. Bei der Linsenauswahl werden auch die Gewohnheiten des täglichen Lebens und die beruflichen Sehanforderungen berücksichtigt. Kein Linsentyp ermöglicht bei allen Patienten dasselbe Sehergebnis.

Was ist ein Katarakt?

Ein Katarakt ist der Verlust der Transparenz der natürlichen Augenlinse. Diese Veränderung kann verhindern, dass das Licht ungehindert die Netzhaut erreicht, und zu verschwommenem Sehen führen. Patienten können bemerken, dass Farben blasser erscheinen, sich Licht stärker streut oder das Sehen bei Nacht schwieriger wird. Ein Katarakt tritt meistens altersbedingt auf. Diabetes, Verletzungen, eine langfristige Einnahme von Kortison und bestimmte Augenerkrankungen können seine Entwicklung jedoch ebenfalls beeinflussen. Das Ausmaß des Sehverlusts hängt von der Dichte der Linsentrübung ab.

Zu den Faktoren, die zur Entstehung eines Katarakts beitragen können, gehören:

  • Höheres Alter.
  • Diabetes.
  • Augenverletzungen.
  • Langfristige Einnahme von Kortison.
  • Belastung durch ultraviolette Strahlung.
  • Bestimmte angeborene oder systemische Erkrankungen.

Die definitive Behandlung eines Katarakts ist die chirurgische Entfernung der getrübten natürlichen Linse. Der Operationszeitpunkt wird anhand des Sehvermögens des Patienten und der Beeinträchtigung im täglichen Leben festgelegt. Bei der Phakoemulsifikation wird die getrübte Linse durch einen kleinen Zugang zerkleinert und entfernt. Bei geeigneten Patienten wird an ihrer Stelle eine künstliche Intraokularlinse eingesetzt. Der Heilungsverlauf und das Sehvermögen nach der Operation hängen vom allgemeinen Gesundheitszustand des Auges ab. Begleitende Erkrankungen wie Netzhauterkrankungen oder Glaukom können das erreichbare Sehergebnis beeinflussen.

Was ist ein Glaukom?

Ein Glaukom ist eine Augenerkrankung, die zu einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs führen kann. Bei den meisten Patienten ist der Augeninnendruck ein wichtiger Risikofaktor. Ein Glaukom kann jedoch auch bei Menschen entstehen, deren Augeninnendruck im Normalbereich liegt. Besonders im Frühstadium kann die Erkrankung fortschreiten, ohne deutliche Beschwerden zu verursachen. Da der Gesichtsfeldausfall meistens in den peripheren Bereichen beginnt, kann er erst spät bemerkt werden. Daher sind regelmäßige Untersuchungen des Augeninnendrucks und des Sehnervs wichtig.

Zu den bei der Diagnose und Verlaufskontrolle eines Glaukoms berücksichtigten Faktoren gehören:

  • Augeninnendruck.
  • Hornhautdicke.
  • Struktur des Sehnervs.
  • Nervenfaserschicht der Netzhaut.
  • Computergestützte Gesichtsfelduntersuchung.
  • Abflusswinkel der Augeninnenflüssigkeit.

Ziel der Glaukombehandlung ist es, den Augeninnendruck auf ein für den Zustand des Sehnervs angemessenes Niveau zu senken. Zu diesem Zweck können Augentropfen, Laserbehandlungen und chirurgische Verfahren eingesetzt werden. Bei manchen Patienten kann eine Laserbehandlung zur Verbesserung des Flüssigkeitsabflusses erwogen werden. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht, können unterschiedliche chirurgische Methoden infrage kommen. Minimalinvasive Verfahren, klassische Glaukomoperationen oder Drainageimplantate werden anhand des Zustands des Patienten ausgewählt. Da eine bereits bestehende Nervenschädigung nicht rückgängig gemacht werden kann, sind eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige Kontrollen wichtig.

Welche Netzhauterkrankungen gibt es?

Netzhauterkrankungen umfassen verschiedene Probleme, welche die lichtempfindliche Schicht im hinteren Teil des Auges betreffen. Diabetische Retinopathie, altersbedingte Makuladegeneration, Netzhautrisse und Netzhautablösung gehören zu dieser Gruppe. Auch Makulaforamen und epiretinale Membranen zählen zu den Netzhauterkrankungen, welche das zentrale Sehen beeinträchtigen können. Zu den Symptomen können verschwommenes Sehen, Lichtblitze, fliegende Punkte und Bildverzerrungen gehören. Manche Erkrankungen schreiten langsam fort, während andere innerhalb kurzer Zeit eine Behandlung erfordern können. Der Behandlungsansatz richtet sich nach dem betroffenen Netzhautbereich und dem Ausmaß der Schädigung.

Wenn sich ein Netzhautriss oder eine Netzhautablösung entwickelt, können ein vorhangartiges Gefühl, ein Schatten oder eine plötzliche Verdunkelung im Gesichtsfeld auftreten. Neu auftretende Lichtblitze und eine plötzliche Zunahme fliegender Punkte sind ebenfalls wichtige Warnzeichen. In diesen Fällen sollte die Netzhautuntersuchung nicht verzögert werden. Bei Makulaerkrankungen können besonders das Lesen, Erkennen von Gesichtern und Wahrnehmen von Einzelheiten schwieriger werden. Eine frühe Diagnose trägt dazu bei, die geeignete Behandlung rechtzeitig zu planen. Nicht jede Netzhauterkrankung erfordert dieselbe Operationstechnik oder denselben Kontrollzeitraum.

Diabetesbedingte Netzhautprobleme

Eine diabetische Retinopathie entsteht durch Veränderungen, die Diabetes in den Blutgefäßen der Netzhaut verursacht. Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können die Struktur der Gefäßwände beeinträchtigen. Dadurch können kleine Blutungen, Flüssigkeitsaustritte und Gefäßverschlüsse in der Netzhaut entstehen. Flüssigkeitsansammlungen im Makulabereich können das zentrale Sehvermögen reduzieren. In fortgeschrittenen Stadien können neue, leicht blutende Gefäße entstehen. Bei manchen Patienten können Blutungen in den Glaskörper oder Zugwirkungen auf der Netzhaut auftreten.

Die Behandlung der diabetischen Retinopathie wird anhand des Krankheitsstadiums geplant. Die Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck ist ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Nachsorge. Bei geeigneten Patienten können Medikamenteninjektionen in das Auge oder Laserbehandlungen eingesetzt werden. Bei starken Blutungen oder deutlichen Zugwirkungen auf der Netzhaut kann eine Vitrektomie erwogen werden. Das Fehlen deutlicher Augenbeschwerden bedeutet nicht, dass die Netzhautgefäße nicht betroffen sind. Daher ist es für Menschen mit Diabetes wichtig, in regelmäßigen Abständen Augenuntersuchungen durchführen zu lassen.

Altersbedingte Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine Erkrankung, die den zentralen Bereich der Netzhaut betrifft. Sie kann insbesondere beim Lesen, Erkennen von Gesichtern und Wahrnehmen feiner Einzelheiten Probleme verursachen. Die Erkrankung tritt in unterschiedlichen Formen auf, die als trockene und feuchte Form bezeichnet werden. Die trockene Form schreitet in der Regel langsamer fort. Bei der feuchten Form können sich unter der Makula abnorme Blutgefäße bilden, die Flüssigkeitsaustritte oder Blutungen verursachen. Gerade Linien, die verzerrt erscheinen, und eine Verschlechterung des zentralen Sehvermögens gehören zu den wichtigen Symptomen.

Der Behandlungsansatz richtet sich nach der Form der Makuladegeneration. Bei geeigneten Patienten mit feuchter Form können Injektionen in das Auge erwogen werden. Bei der trockenen Form können je nach Krankheitsstadium regelmäßige Kontrollen und bestimmte unterstützende Maßnahmen geplant werden. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht für jeden Patienten erforderlich, und ihre Eignung wird individuell beurteilt. Auch die Überprüfung von Risikofaktoren wie Rauchen ist wichtig. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Veränderungen an der Makula zu überwachen.

Behandlungsmethoden bei Netzhauterkrankungen

Die Behandlung von Netzhauterkrankungen richtet sich nach dem zugrunde liegenden Problem und den Befunden im Augeninneren. Injektionen in das Auge können bei bestimmten Gefäßerkrankungen und einem Makulaödem eingesetzt werden. Eine Laserbehandlung kann bei bestimmten Netzhautrissen oder diabetesbedingten Gefäßveränderungen erwogen werden. Die Vitrektomie ist eine chirurgische Methode, die bei Blutungen im Augeninneren und bestimmten fortgeschrittenen Netzhauterkrankungen eingesetzt wird. In manchen Fällen können auch Implantate bevorzugt werden, die Medikamente im Auge freisetzen. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der bestehenden Erkrankung zu kontrollieren und die Sehfunktion so weit wie möglich zu erhalten.

Zu den möglichen Behandlungsmethoden bei Netzhauterkrankungen gehören:

  • Injektionen in das Auge.
  • Laserfotokoagulation.
  • Pars-plana-Vitrektomie.
  • Medikamentenimplantate für das Augeninnere.
  • Unterstützende Behandlungen bei geeigneten Patienten.

Die Anwendungshäufigkeit und Nachsorgedauer unterscheiden sich je nach Behandlungsmethode. Bei manchen Patienten können mehrere Anwendungen erforderlich sein. Die Entscheidung für eine Operation wird unter Berücksichtigung des Ausmaßes der Netzhautschädigung und des Sehvermögens getroffen. Das Sehergebnis kann trotz Behandlung je nach Ausgangszustand der Erkrankung unterschiedlich ausfallen. Auch die Kontrolle eines begleitenden Diabetes oder einer Gefäßerkrankung beeinflusst den Verlauf. Die Nachsorge bei Netzhauterkrankungen wird daher individuell geplant.

Uveitis und Entzündungen im Augeninneren

Uveitis ist eine Gruppe von Erkrankungen, die mit einer Entzündung der Uvea, der mittleren Schicht des Auges, verbunden sind. Sie kann nur den vorderen Bereich des Auges betreffen oder auch Entzündungen im hinteren Augenabschnitt verursachen. Bei manchen Patienten treten begleitend Erkrankungen des Immunsystems auf. Morbus Behçet, rheumatische Erkrankungen und bestimmte Infektionen können an der Entstehung einer Uveitis beteiligt sein. Starke Rötungen, Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen gehören zu den häufigen Symptomen. Unbehandelt können Veränderungen des Augeninnendrucks, ein Katarakt oder Netzhautprobleme entstehen.

Zu den möglichen Beschwerden bei einer Uveitis gehören:

  • Rötung des Auges.
  • Tiefe Augenschmerzen.
  • Lichtempfindlichkeit.
  • Verschwommenes Sehen.
  • Fliegende schwarze Punkte.
  • Abnahme des Sehvermögens.

Die Behandlung einer Uveitis wird anhand der Lage der Entzündung und der zugrunde liegenden Ursache geplant. Bei manchen Patienten können kortisonhaltige Augentropfen verwendet werden. Bei ausgedehnteren Fällen oder einer Beteiligung des hinteren Augenabschnitts können einzunehmende Medikamente, Injektionen oder das Immunsystem regulierende Behandlungen erwogen werden. Bei einer infektionsbedingten Uveitis können andere Medikamente erforderlich sein. Daher ist es nicht angemessen, kortisonhaltige Augentropfen ohne vorherige Untersuchung zu verwenden. Bei Bedarf wird die Behandlung gemeinsam mit der Rheumatologie oder anderen relevanten Fachbereichen durchgeführt.

Augeninfektionen und Keratitis

Eine Konjunktivitis ist eine Entzündung der Bindehaut, welche die weiße Augenoberfläche und die Innenseite der Augenlider bedeckt. Viren, Bakterien oder allergische Ursachen können zu dieser Erkrankung führen. Rötung, Tränenfluss, Juckreiz und Sekretbildung gehören zu den häufigen Symptomen. Eine Keratitis betrifft dagegen die Hornhaut und muss möglicherweise genauer untersucht werden. Das Tragen von Kontaktlinsen, Augenverletzungen und bestimmte Infektionen können das Keratitisrisiko erhöhen. Wenn die Hornhaut betroffen ist, können Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen auftreten.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Infektion und den Befunden an der Augenoberfläche. Nicht jede Rötung erfordert antibiotische Augentropfen. Virale, bakterielle und allergische Erkrankungen erfordern unterschiedliche Behandlungsansätze. Schmerzen und Rötungen bei Kontaktlinsenträgern sollten besonders sorgfältig beurteilt werden. Die unkontrollierte Verwendung von Augentropfen kann zusätzliche Probleme verursachen, insbesondere wenn die Medikamente Kortison enthalten. Bei starken Schmerzen oder einer Abnahme des Sehvermögens sollte die Untersuchung nicht verzögert werden.

Erkrankungen der Augenlider und Tränenwege

Die Augenlider und Tränenwege erfüllen wichtige Aufgaben beim Schutz der Augenoberfläche. Herabhängende Augenlider, Einwärts- oder Auswärtskehrungen der Lider und Tränenwegverschlüsse können diesen Bereich betreffen. Eine als Ptosis bezeichnete Lidsenkung kann bei manchen Patienten das Gesichtsfeld einschränken. Bei einem Entropium dreht sich das Augenlid nach innen, sodass die Wimpern an der Hornhaut reiben. Bei einem Ektropium dreht sich das Lid nach außen, wodurch Trockenheit oder Tränenfluss auftreten können. Erkrankungen der Liddrüsen wie Hagelkorn und Gerstenkorn gehören ebenfalls zu den häufigen Problemen.

Zu den häufigen Erkrankungen der Augenlider und Tränenwege gehören:

  • Ptosis.
  • Entropium.
  • Ektropium.
  • Hagelkorn.
  • Gerstenkorn.
  • Tränenwegverschluss.

Anhaltender Tränenfluss und Sekretbildung bei Säuglingen können mit einem angeborenen Tränenwegverschluss zusammenhängen. Bei geeigneten Fällen können Massage und Verlaufskontrollen empfohlen werden. Wenn der Verschluss fortbesteht, können bei manchen Patienten Verfahren wie eine Sondierung erwogen werden. Bei Erwachsenen können je nach Lage des Verschlusses unterschiedliche chirurgische Methoden eingesetzt werden. In manchen Fällen muss ein neuer Abflussweg zwischen dem Tränensack und der Nasenhöhle geschaffen werden. Die ausgewählte Methode richtet sich nach den anatomischen Merkmalen der Augenlider und des Tränensystems.

Tumoren im Augeninneren

Gutartige oder bösartige Veränderungen können sich im Augeninneren, an den Augenlidern oder in den Geweben rund um das Auge entwickeln. Das Uveamelanom bei Erwachsenen und das Retinoblastom bei Kindern gehören zu den Tumoren im Augeninneren. Je nach Lage des Tumors können eine Abnahme des Sehvermögens, eine Farbveränderung der Pupille oder andere Augensymptome auftreten. Eine weiße Reflexion in der Pupille eines Kindes erfordert eine ausführliche Untersuchung. Bei der Behandlungsplanung wird der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten vorrangig beurteilt. Wenn möglich, werden auch der Erhalt des Auges und der Sehfunktion berücksichtigt.

Zu den Faktoren, welche die Beurteilung von Tumoren im Augeninneren beeinflussen, gehören:

  • Größe des Tumors.
  • Lage.
  • Zelluläre Eigenschaften.
  • Alter des Patienten.
  • Sehvermögen des Auges.
  • Ausbreitung der Erkrankung.

Bei manchen Tumoren im Augeninneren kann eine Behandlung mit einer radioaktiven Plaque durchgeführt werden. Dabei wird eine für die Lage des Tumors geeignete Strahlenquelle für einen bestimmten Zeitraum auf der äußeren Oberfläche des Auges platziert. Nicht jeder Tumor ist für diese Methode geeignet. Bei Bedarf können andere Strahlentherapieverfahren, medikamentöse Behandlungen oder chirurgische Möglichkeiten erwogen werden. In manchen fortgeschrittenen Fällen kann die Entfernung des Auges medizinisch notwendig sein. Die Behandlungsentscheidung richtet sich nach den Eigenschaften des Tumors und der Beurteilung durch die relevanten Fachbereiche.

Augenerkrankungen bei Kindern

Das visuelle System von Kindern entwickelt sich nach der Geburt weiter. Fehlsichtigkeiten, Schielen oder eine Ptosis, die während dieser Zeit auftreten, können die Sehentwicklung beeinträchtigen. Eine Amblyopie kann entstehen, wenn das Bild, das von einem Auge zum Gehirn gelangt, nicht ausreichend klar ist. Da Kinder Probleme mit ihrem Sehvermögen nicht immer ausdrücken können, werden die Symptome von der Familie möglicherweise nicht bemerkt. Zusammenkneifen der Augen, Drehen des Kopfes in eine bestimmte Richtung oder eine Fehlstellung der Augen sollten untersucht werden. Eine frühzeitige Diagnose hilft dabei, Behandlungen zur Unterstützung der Sehentwicklung rechtzeitig einzusetzen.

Zu den Anzeichen, auf die bei Kindern geachtet werden sollte, gehören:

  • Fehlstellung der Augen.
  • Zusammenkneifen der Augen.
  • Ständiges Drehen des Kopfes in dieselbe Richtung.
  • Häufiges Blinzeln.
  • Ständiger Tränenfluss.
  • Weiße Reflexion in der Pupille.
  • Betrachten von Gegenständen aus kurzer Entfernung.

Bei der Behandlung einer Amblyopie können eine geeignete Brille und bei Bedarf eine Okklusionsbehandlung erwogen werden. Bei manchen Patienten können auch unterschiedliche Formen der Sehunterstützung eingesetzt werden. Wenn das Schielen durch eine Fehlsichtigkeit verursacht wird, kann es möglicherweise mit einer Brille kontrolliert werden. Bei einem muskulären Ungleichgewicht kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Das Ansprechen auf die Behandlung hängt vom Alter des Kindes und dem zugrunde liegenden Problem ab. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen die Beurteilung der Sehentwicklung und des Zusammenspiels beider Augen.

Netzhautkontrollen bei Frühgeborenen

Bei frühgeborenen Säuglingen kann die Entwicklung der Netzhautgefäße noch nicht abgeschlossen sein. Dadurch kann eine Erkrankung entstehen, die als Frühgeborenenretinopathie bezeichnet wird. Das Erkrankungsrisiko hängt mit der Schwangerschaftswoche bei der Geburt, dem Geburtsgewicht und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Säuglings zusammen. Im frühen Stadium können deutliche äußere Anzeichen fehlen. Daher müssen Netzhautuntersuchungen bei Säuglingen der Risikogruppe rechtzeitig durchgeführt werden. Je nach Stadium der Erkrankung können Verlaufskontrollen, eine Laserbehandlung oder Medikamente im Augeninneren erwogen werden.

Neue Technologien in der Augengesundheit

Die Erforschung neuer Technologien für die Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen wird fortgesetzt. Gentherapien gehören zu den Methoden, die bei bestimmten erblichen Netzhauterkrankungen geprüft werden. Systeme mit künstlicher Intelligenz können bei der Untersuchung bestimmter Netzhautaufnahmen helfen. Auch Stammzellverfahren und Netzhautprothesen werden erforscht. Allerdings sind nicht alle diese Methoden für jeden Patienten geeignet. Manche werden bei begrenzten Patientengruppen eingesetzt, während sich andere noch im Forschungsstadium befinden.

Zu den erforschten oder in bestimmten Situationen eingesetzten Technologien gehören:

  • Gentherapien.
  • Netzhautprothesen.
  • Stammzellverfahren.
  • KI-gestützte Bildanalyse.
  • Tragbare Systeme zur Sehunterstützung.

Der klinische Einsatz neuer Technologien unterscheidet sich je nach Art der Erkrankung und den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Bei erblichen Netzhauterkrankungen kann eine genetische Untersuchung helfen, geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu beurteilen. Systeme mit künstlicher Intelligenz ersetzen keine Untersuchung, können jedoch die Auswertung von Bildern unterstützen. Netzhautprothesen und Stammzellmethoden sind keine allgemeinen Lösungen, die bei jedem Sehverlust eingesetzt werden können. Eine realistische Beurteilung der Behandlungsmöglichkeiten steht in direktem Zusammenhang mit der Augenstruktur und der aktuellen Diagnose des Patienten. Wissenschaftliche Entwicklungen tragen zur Erforschung neuer Ansätze bei geeigneten Patienten bei.

Wann ist eine Augenuntersuchung erforderlich?

Bei verschwommenem Sehen, Augenschmerzen, anhaltender Rötung oder Lichtempfindlichkeit sollte eine Augenuntersuchung geplant werden. Symptome wie plötzlicher Sehverlust, Lichtblitze oder ein vorhangartiger Schatten im Gesichtsfeld können dagegen eine dringende Untersuchung erfordern. Der Kontrollplan für Menschen mit Diabetes, Glaukom in der Vorgeschichte oder hoher Kurzsichtigkeit wird anhand der individuellen Risiken festgelegt. Wenn bei einem Kind eine Fehlstellung der Augen, Sehschwierigkeiten oder eine weiße Reflexion in der Pupille bemerkt wird, sollte die Untersuchung nicht verzögert werden. Regelmäßige Kontrollen können helfen, Erkrankungen, die ohne Symptome fortschreiten, frühzeitig zu erkennen. Für nicht dringende Untersuchungen können Sie mich über die Kontaktdaten auf meiner Website erreichen, um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren.

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