Der Excimer-Laser ist eine Lasertechnologie, die durch Veränderung der Form der Hornhaut, der transparenten vorderen Schicht des Auges, Fehlsichtigkeiten korrigieren soll. Bei geeigneten Personen mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus wird er eingesetzt, damit das Licht gleichmäßiger auf der Netzhaut gebündelt werden kann. Diese Technologie kommt bei einem Teil der Verfahren zum Einsatz, die allgemein als Augenlaseroperation bezeichnet werden. Die Art der Anwendung des Excimer-Lasers unterscheidet sich bei PRK, TransPRK, LASEK und LASIK. Die Eignung für die Behandlung wird nicht allein anhand der Brillenstärke bestimmt. Hornhautdicke, Regelmäßigkeit der Hornhautoberfläche, Tränenfilm und Stabilität der Fehlsichtigkeit werden gemeinsam beurteilt. Es kann weder bei jedem Patienten das gleiche Sehergebnis noch eine vollständige Unabhängigkeit von der Brille garantiert werden.
Was ist ein Excimer-Laser?
Ein Excimer-Laser ist ein Lasersystem, das die Brechkraft des Auges verändert, indem Hornhautgewebe im Mikrometerbereich kontrolliert abgetragen wird. Die in der Augenchirurgie eingesetzten Systeme arbeiten in der Regel mit ultraviolettem Licht einer Wellenlänge von 193 Nanometern. Je nach gewähltem Verfahren wird der Laser auf die Hornhautoberfläche oder auf die Schicht unterhalb des Hornhautflaps angewendet. Er wird nicht direkt auf die natürliche Linse oder die Netzhaut im Augeninneren gerichtet. Ziel ist es, die Krümmung der Hornhaut zu verändern und eine optische Oberfläche zu schaffen, die der bestehenden Fehlsichtigkeit entspricht. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und regulärer Astigmatismus sind die wichtigsten Fehlsichtigkeiten, die mit diesem Verfahren beurteilt werden können. Für die Anwendung des Lasers muss nach dem geplanten Eingriff ausreichend Hornhautgewebe verbleiben.
Wie funktioniert ein Excimer-Laser?
Je nach Fehlsichtigkeit wird Gewebe aus bestimmten Bereichen der Hornhaut kontrolliert abgetragen. Bei der Behandlung von Kurzsichtigkeit wird die zentrale Krümmung der Hornhaut verringert, während bei Weitsichtigkeit ein anderes Profil zur Gewebeformung angewendet wird. Bei Astigmatismus soll der Unterschied der Brechkraft zwischen den verschiedenen Achsen der Hornhaut reduziert werden. Die abzutragende Gewebemenge wird anhand der Brillenstärke und der bei den Hornhautmessungen gewonnenen Daten berechnet. Bei einigen Systemen helfen Mechanismen zur Verfolgung der Augenbewegungen dabei, die Laseranwendung im geplanten Bereich fortzuführen. Die Gewebeabtragung verändert die Struktur der Hornhaut dauerhaft, bedeutet jedoch nicht, dass sich die Sehstärke künftig niemals verändern wird. Die Ergebnisse können je nach Heilungsreaktion, Eigenschaften der Hornhaut und natürlichen Veränderungen des Auges im Laufe der Zeit unterschiedlich ausfallen.
Bei welchen Fehlsichtigkeiten wird der Excimer-Laser eingesetzt?
Der Excimer-Laser wird vor allem zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus in Betracht gezogen. Welche Dioptrienwerte behandelt werden können, hängt nicht nur von den technischen Grenzen des Geräts, sondern auch von Dicke und Form der Hornhaut ab. Eine Korrektur, die bei einer Person möglich ist, kann für eine andere Person nicht sicher sein. Zusätzlich wird untersucht, ob der Astigmatismus regulär ist und ob ein Verdacht auf Keratokonus besteht. Die Behandlung kann darauf abzielen, die Verwendung von Brille oder Kontaktlinsen zu verringern, eine Operation ist jedoch keine zwingende Option. Die Presbyopie, die als altersbedingte Abnahme des Nahsehens definiert ist, wird durch eine Laserbehandlung der Hornhaut nicht vollständig beseitigt. Bei geeigneten Personen können besondere Planungen wie Monovision erwogen werden, ihre Auswirkungen auf das Sehen in der Ferne und das räumliche Sehen müssen jedoch gesondert beurteilt werden.
Welche Excimer-Laserverfahren gibt es?
Bei der PRK wird nach Entfernung der äußersten Epithelschicht der Hornhaut der Excimer-Laser auf die darunterliegende Oberfläche angewendet. Auch beim LASEK-Verfahren wird die Oberflächenschicht mit einer anderen Technik abgelöst und anschließend die Laserbehandlung durchgeführt. Bei der TransPRK werden das Epithel und der zu formende Bereich der Hornhaut im Rahmen der Laserplanung behandelt. Dieses Verfahren wird umgangssprachlich auch als No-Touch-Laser bezeichnet. Bei Oberflächenlaserverfahren wird kein dauerhafter Hornhautflap wie bei LASIK angelegt. Da die Oberflächenschicht jedoch erneut heilen muss, können Brennen, Tränenfluss und vorübergehendes verschwommenes Sehen in der ersten Zeit deutlicher ausgeprägt sein. Welches Oberflächenverfahren geeignet ist, wird anhand der Hornhautmessungen und des Zustands der Augenoberfläche bestimmt.
Bei LASIK wird zunächst im vorderen Bereich der Hornhaut ein dünner Flap präpariert. Dieser Flap kann mit einem Femtosekundenlaser oder einem geeigneten mechanischen System erzeugt werden. Anschließend wird das Hornhautgewebe unterhalb des Flaps mit dem Excimer-Laser geformt und der Flap wieder an seine Position gelegt. Bei manchen Personen kann sich das Sehvermögen früher erholen als bei Oberflächenverfahren, allerdings bestehen gesonderte Risiken im Zusammenhang mit dem Flap. Bei SMILE und ähnlichen Verfahren zur Lentikelextraktion wird ausschließlich ein Femtosekundenlaser eingesetzt, ein Excimer-Laser kommt nicht zur Anwendung. SMILE ist daher keine Form des Excimer-Lasers, sondern ein anderes Hornhautlaserverfahren. Kein Verfahren ist für alle Menschen gleichermaßen überlegen, die Auswahl erfolgt entsprechend der Augenstruktur.
Individuelle Laserprofile
Bei der standardmäßigen Laserplanung werden in erster Linie die Werte für Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus berücksichtigt. Bei der wellenfrontgeführten Planung können detailliertere Messungen des optischen Systems des Auges in die Behandlungsberechnung einbezogen werden. Bei topografiegeführten Anwendungen werden die Formmerkmale der Hornhautoberfläche beurteilt. Asphärische oder wellenfrontoptimierte Profile können mit bestimmten Zielsetzungen im Hinblick auf die natürliche optische Struktur der Hornhaut geplant werden. Die Eignung dieser Verfahren hängt von der Zuverlässigkeit der Hornhautdaten und den vom Gerät unterstützten Behandlungsoptionen ab. Eine individuelle Planung bedeutet nicht, dass jeder Patient ein besseres Nachtsehen oder eine höhere Sehschärfe erreicht. Insbesondere bei Personen mit unregelmäßiger Hornhaut muss vor der Verwendung eines individuellen Profils geklärt werden, ob eine Laserbehandlung geeignet ist.
Für wen ist eine Excimer-Laserbehandlung geeignet?
Eine Excimer-Laserbehandlung wird meist bei Erwachsenen in Betracht gezogen, deren Brillenstärke seit einer bestimmten Zeit stabil ist. Der Grad der Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder des Astigmatismus muss zusammen mit der Hornhautstruktur innerhalb sicherer Grenzen liegen. Eine ausreichende Hornhautdicke allein genügt nicht, auch Hornhauttopografie und Hornhauttomografie müssen als geeignet beurteilt werden. Ein gesunder Tränenfilm und das Fehlen einer ausgeprägten Erkrankung der Augenoberfläche beeinflussen den Heilungsverlauf. Auch der allgemeine Gesundheitszustand, eingenommene Medikamente und berufliche Sehanforderungen werden berücksichtigt. Eine Laseroperation kann nicht bei jedem Menschen allein deshalb durchgeführt werden, weil er keine Brille tragen möchte. Die Entscheidung für eine Operation wird nach Abwägung des erwarteten visuellen Nutzens und der individuellen Risiken getroffen.
Für wen ist die Behandlung möglicherweise nicht geeignet?
Bei Personen mit Keratokonus, Verdacht auf Hornhautektasie oder deutlicher Unregelmäßigkeit der Hornhaut kann die Gewebeabtragung mit einem Excimer-Laser ungeeignet sein. Eine dünne Hornhaut kann alle Laseroptionen einschränken, wenn nach der geplanten Korrektur nicht genügend Gewebe verbleiben würde. Dass bei einem Oberflächenlaserverfahren kein Flap erzeugt wird, bedeutet bei einer sehr dünnen Hornhaut nicht automatisch, dass es sicher ist. Bei einer aktiven Augeninfektion, ausgeprägter Blepharitis oder unzureichend behandeltem trockenem Auge kann der Eingriff verschoben werden. Bei Personen, deren Brillenstärke sich weiterhin verändert, ist es schwieriger, das Behandlungsziel zuverlässig festzulegen. Da während Schwangerschaft und Stillzeit hormonbedingte Veränderungen der Sehstärke und der Augenoberfläche auftreten können, kann die Planung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Vor der Behandlung müssen sich die Augenstrukturen stabilisiert haben und vorhandene, behandelbare Probleme unter Kontrolle gebracht werden.
Ein unzureichend eingestellter Diabetes, bestimmte Erkrankungen des Immunsystems und Medikamente, die die Wundheilung beeinflussen, erfordern eine individuelle Risikobeurteilung. Diese Umstände bedeuten nicht, dass alle Laserbehandlungen bei jedem Patienten grundsätzlich ausgeschlossen sind. Auch ein fortgeschrittenes Glaukom, ein ausgeprägter Katarakt, eine Netzhauterkrankung oder wiederkehrende Herpesinfektionen am Auge können die Eignungsentscheidung beeinflussen. Bei Personen, die nachts Auto fahren oder in Berufen mit hohen Anforderungen an das Kontrastsehen arbeiten, müssen mögliche Lichtreflexe gesondert beurteilt werden. Bei ausgeprägtem trockenem Auge können die Beschwerden nach der Operation zunehmen. Personen mit Problemen beim Nahsehen muss erklärt werden, dass die Laserbehandlung die altersbedingte Presbyopie nicht aufhält. Die Eignung für eine Operation darf nicht allein anhand des Alters oder der Brillenstärke beurteilt werden.
Wie erfolgt die Untersuchung vor der Operation?
Bei der Untersuchung werden das Sehen in der Ferne und Nähe, die Brillenstärke sowie der Vergleich der Fehlsichtigkeit mit früheren Messungen beurteilt. Hornhauttopografie und Hornhauttomografie zeigen Form und Regelmäßigkeit der Hornhaut sowie ein mögliches Ektasierisiko. Mit der Pachymetrie wird die Hornhautdicke gemessen und berechnet, wie viel Gewebe nach der Laserbehandlung verbleibt. Auch die Pupillenweite bei schwachem Licht, der Tränenfilm und die Gesundheit der Augenlider werden untersucht. Augeninnendruck, Zustand der natürlichen Linse und Netzhautuntersuchung helfen dabei, begleitende Probleme zu erkennen. Bei Bedarf können Wellenfrontmessungen oder detaillierte Hornhautkarten in die Behandlungsplanung einbezogen werden. Das Ergebnis dieser Untersuchungen zeigt, welches Verfahren angewendet werden kann oder ob eine Operation ungeeignet ist.
Das Tragen von Kontaktlinsen kann die Hornhautmessungen vorübergehend verändern. Daher kann verlangt werden, vor der Untersuchung und Operation für einen bestimmten Zeitraum auf Kontaktlinsen zu verzichten. Die Dauer der Tragepause unterscheidet sich je nachdem, ob weiche, torische, formstabile oder sklerale Linsen getragen werden. Werden ein trockenes Auge oder eine Lidrandentzündung festgestellt, müssen diese Probleme möglicherweise vor der Laserplanung behandelt werden. Eingenommene Medikamente, frühere Augenoperationen, eine mögliche Schwangerschaft und begleitende systemische Erkrankungen sollten angegeben werden. Die Möglichkeit, nach der Operation weiterhin eine Brille zu benötigen, die je nach Verfahren unterschiedliche Heilungsdauer und mögliche Risiken müssen beurteilt werden. Realistische Erwartungen festzulegen ist ein wichtiger Bestandteil der Entscheidung für eine geeignete Behandlung.
Wie wird eine Excimer-Laserbehandlung durchgeführt?
Vor dem Eingriff wird die Augenpartie gereinigt und das Auge mit betäubenden Tropfen behandelt. Ein kleiner Lidsperrer kann verwendet werden, um die Augenlider offen zu halten. Die Person wird gebeten, auf einen bestimmten Lichtpunkt zu schauen, und das Lasersystem wird entsprechend der Augenposition vorbereitet. Bei PRK, LASEK oder TransPRK wird die Hornhautoberfläche gemäß dem gewählten Verfahren vorbereitet und mit dem Excimer-Laser geformt. Bei LASIK wird zunächst ein Hornhautflap erzeugt und der Laser anschließend auf das Gewebe unterhalb des Flaps angewendet. Die aktive Arbeitszeit des Lasers entspricht nicht der Gesamtdauer des Eingriffs und kann bei jedem Patienten unterschiedlich sein. Während der Behandlung können ein Druckgefühl, Lichtwahrnehmungen oder kurzzeitige Beschwerden auftreten, das Empfinden unterscheidet sich jedoch von Person zu Person.
Nach einem Oberflächenlaserverfahren kann eine vorübergehende schützende Kontaktlinse eingesetzt werden, um die Heilung des Hornhautepithels zu unterstützen. Diese Linse wird bei der vorgesehenen Kontrolle entfernt und darf nicht von der Person selbst herausgenommen werden. Bei LASIK wird am Ende des Eingriffs kontrolliert, ob sich der Flap an der richtigen Position befindet. Anschließend können je nach Bedarf antibiotische, entzündungshemmende oder befeuchtende Augentropfen verschrieben werden. Ob beide Augen am selben Tag behandelt werden, wird entsprechend dem Zustand der Augen und der individuellen Planung beurteilt. Da das Sehen unmittelbar nach dem Eingriff verschwommen sein kann, ist das Autofahren möglicherweise nicht geeignet. Der Zeitpunkt der ersten Kontrolle und die weiteren Pflegeempfehlungen richten sich nach dem angewendeten Verfahren.
Heilungsverlauf nach einer Excimer-Laserbehandlung
Die Heilungsdauer hängt vom angewendeten Verfahren und der Heilungsreaktion der Hornhaut ab. Obwohl sich das Sehvermögen bei manchen Personen nach LASIK früher zu erholen beginnt, können in der ersten Zeit Schwankungen und Trockenheit auftreten. Nach PRK, LASEK und TransPRK können Brennen, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit ausgeprägter sein, da sich das Hornhautepithel erneuern muss. Die schützende Kontaktlinse wird entfernt, sobald die Oberflächenheilung abgeschlossen ist. Der Verschluss der Oberfläche bedeutet nicht, dass sich das Sehvermögen vollständig stabilisiert hat. Die Sehschärfe kann sich in den folgenden Wochen weiter verändern, und der individuelle Heilungsprozess kann länger dauern. Daher kann nicht gesagt werden, dass alle Patienten innerhalb weniger Stunden klar sehen oder sich innerhalb kurzer Zeit auf demselben Niveau erholen.
In den ersten Tagen werden Bildschirmnutzung, Autofahren und Rückkehr an den Arbeitsplatz entsprechend der Sehleistung und dem Augenkomfort beurteilt. Das Tragen einer Sonnenbrille im Freien kann dazu beitragen, die Lichtempfindlichkeit zu verringern. Die sachgemäße Anwendung der verschriebenen Tropfen ist für die Kontrolle der Augenoberfläche wichtig. Ein trockenes Auge kann bei manchen Personen vorübergehend sein, bei anderen jedoch länger anhalten. Bei den Kontrollen werden Hornhautoberfläche, Tränenfilm und Veränderungen der Fehlsichtigkeit untersucht. Starke Schmerzen, zunehmend stärkere Rötung oder eine deutliche Abnahme des Sehvermögens sollten nicht als normale Zeichen der Heilung angesehen werden. In einem solchen Fall ist eine Augenuntersuchung erforderlich, ohne den geplanten Kontrolltermin abzuwarten.
Verschwommenes Sehen nach einer Excimer-Laserbehandlung
Verschwommenes Sehen nach der Laserbehandlung kann mit der Heilung der Hornhautoberfläche und einer vorübergehenden Unregelmäßigkeit des Tränenfilms zusammenhängen. Insbesondere nach PRK, LASEK und TransPRK kann die Sehschärfe während der Erneuerung der Epithelschicht im Tagesverlauf schwanken. Auch nach LASIK können die Heilung des Flaps, ein trockenes Auge oder ein vorübergehendes Hornhautödem zur Unschärfe beitragen. Halos oder Blendungen um Lichtquellen in der ersten Zeit können die Wahrnehmung der Sehschärfe ebenfalls beeinflussen. Die Dauer der Unschärfe unterscheidet sich je nach angewendetem Verfahren, korrigierter Sehstärke und individuellen Heilungseigenschaften. Eine Sehverschlechterung zusammen mit stetig zunehmender Unschärfe, Schmerzen oder starker Rötung muss gesondert untersucht werden. Zustände wie eine Hornhautinfektion, ein Problem mit dem Flap oder eine deutliche Unregelmäßigkeit der Oberfläche werden durch eine Untersuchung beurteilt.
Mögliche Nebenwirkungen und Risiken
Nach einer Excimer-Laserbehandlung können ein trockenes Auge, Brennen, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit auftreten. Beim Nachtsehen können Blendungen, Halos, sternförmige Lichtstrahlen oder eine Verringerung des Kontrasts entstehen. Wird die Fehlsichtigkeit weniger oder stärker als erwartet korrigiert, kann weiterhin eine Brille erforderlich sein. Bei manchen Personen kann es im Zusammenhang mit dem Heilungsverlauf zu einer Rückentwicklung der Korrektur oder zusätzlichem Astigmatismus kommen. Eine Hornhauttrübung nach einem Oberflächenlaserverfahren und Probleme im Zusammenhang mit dem Flap nach LASIK gehören zu den möglichen Risiken. Infektionen, Entzündungen und Hornhautektasie treten seltener auf, sind jedoch ernste Komplikationen, die das Sehvermögen beeinträchtigen können. Kein Laserverfahren darf als vollkommen risikofrei oder als ein Eingriff angesehen werden, der bei allen Menschen das gleiche Ergebnis erzielt.
Eine Hornhautektasie kann entstehen, wenn die Hornhaut strukturell geschwächt wird und sich ihre Form mit der Zeit verändert. Daher sind Topografie, Tomografie und Dickenmessungen vor der Operation wichtig. Ein trockenes Auge kann nach dem Eingriff auch dann entstehen, wenn es zuvor nicht bestand, oder bereits vorhandene Beschwerden können zunehmen. Große Pupillen, eine verbleibende Fehlsichtigkeit und Unregelmäßigkeiten der Augenoberfläche können zu Problemen beim Nachtsehen beitragen. Einige Komplikationen lassen sich mit Tropfen oder einer Brille behandeln, in manchen Fällen kann jedoch ein zusätzlicher Eingriff erforderlich sein. Die Risiken unterscheiden sich je nach gewähltem Verfahren, korrigierter Sehstärke und individueller Augenstruktur. Unerwartete Veränderungen des Sehvermögens müssen bei den Kontrolluntersuchungen erneut beurteilt werden.
Wovon hängt das Behandlungsergebnis ab?
Das Ergebnis einer Excimer-Laserbehandlung hängt von der ursprünglichen Brillenstärke und den strukturellen Eigenschaften der Hornhaut ab. Die Genauigkeit der Messungen, die Stabilität der Fehlsichtigkeit und die nach dem Eingriff verbleibende Hornhautdicke sind von Bedeutung. Auch die Qualität des Tränenfilms, die Art der Wundheilung und begleitende Augenerkrankungen können das Sehergebnis beeinflussen. Die Anwendung eines individuellen Laserprofils bedeutet nicht in jedem Fall eine vollständige Unabhängigkeit von der Brille. Manche Personen benötigen nach dem Eingriff möglicherweise eine zusätzliche Brille für die Ferne oder Nähe. Die Presbyopie, die insbesondere ab dem 40. Lebensjahr entsteht, kann auch nach einer erfolgreichen früheren Laserbehandlung eine Lesebrille erforderlich machen. Daher ist es nicht angemessen, für alle Patienten eine einheitliche Erfolgsquote anzugeben oder ein lebenslang unverändertes Sehergebnis zu versprechen.
Was ist nach einer Excimer-Laserbehandlung zu beachten?
Die nach der Operation verschriebenen Tropfen müssen in der empfohlenen Häufigkeit und über den angegebenen Zeitraum angewendet werden. Es ist wichtig, vor der Anwendung der Tropfen die Hände zu waschen und die Spitze der Flasche nicht mit dem Auge in Kontakt zu bringen. Es kann empfohlen werden, die Augen nicht zu reiben, sie vor Stößen zu schützen und bei Bedarf eine Schutzbrille zu tragen. Beim Duschen sollte darauf geachtet werden, dass keine Seife und kein Shampoo in die Augen gelangen. Wann Schwimmbad, Meer, Sauna und Augen-Make-up wieder möglich sind, hängt von der angewendeten Lasertechnik und dem Heilungszustand ab. In der ersten Zeit kann es hilfreich sein, staubige, rauchige oder die Augenoberfläche reizende Umgebungen zu meiden. Insbesondere nach Oberflächenlaserverfahren werden Empfehlungen zum Sonnenschutz anhand der individuellen Untersuchungsbefunde festgelegt.
Bis das Sehvermögen ausreichend klar ist, darf nicht Auto gefahren und es dürfen keine Tätigkeiten mit besonderen Anforderungen an die Arbeitssicherheit wieder aufgenommen werden. Die empfohlenen Wartezeiten für anstrengende sportliche Betätigung, Kontaktsport und Schwimmen können sich von Person zu Person unterscheiden. Wurde eine schützende Kontaktlinse eingesetzt, muss sie bei der vorgesehenen Kontrolle entfernt werden. Das Reiben des Auges nach LASIK ist besonders ungeeignet, da es die Position des Flaps beeinflussen kann. Starke Schmerzen, eine plötzliche Zunahme der Unschärfe, deutliche Rötung oder Ausfluss müssen unverzüglich untersucht werden. Die Dosierung der verwendeten Tropfen darf nicht eigenständig geändert und die Behandlung nicht vorzeitig beendet werden. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, den Heilungsverlauf und mögliche Probleme zu überwachen.
Kann sich die Sehstärke erneut verändern?
Die durch den Excimer-Laser erzeugte Veränderung der Hornhautform ist dauerhaft, andere Eigenschaften des Auges können sich jedoch im Laufe der Zeit verändern. Während der Heilung kann eine geringe Fehlsichtigkeit bestehen bleiben oder es kann zu einer gewissen Rückentwicklung kommen. Das weitere Fortschreiten der Kurzsichtigkeit in jungen Jahren, hormonelle Veränderungen oder Veränderungen der natürlichen Linse können das Sehvermögen beeinflussen. Entwickelt sich eine Presbyopie, kann eine Lesebrille erforderlich werden, auch wenn das Sehen in der Ferne zufriedenstellend ist. Auch die Entstehung eines Katarakts in späteren Jahren kann die Sehleistung verändern. Ob eine erneute Korrektur erforderlich ist, wird durch eine neue Beurteilung von Hornhautdicke, Topografie und aktueller Sehstärke bestimmt. Nicht jede Veränderung der Sehstärke bedeutet, dass ein zweiter Lasereingriff geeignet ist.
Excimer-Laserbehandlung in Izmir
Bei der Beurteilung einer Excimer-Laserbehandlung in Izmir werden zunächst der Grad der Fehlsichtigkeit und die Struktur der Hornhaut untersucht. Zwei Personen mit der gleichen Brillenstärke können unterschiedliche Hornhautdicken, Tränenfilme und Heilungseigenschaften aufweisen. Daher darf die Behandlungsentscheidung nicht allein anhand des Verfahrensnamens oder der Geräteeigenschaften getroffen werden. PRK, TransPRK, LASEK und LASIK werden anhand der individuellen Messwerte miteinander verglichen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass Femtosekundenlaserverfahren wie SMILE eine andere Technologie als der Excimer-Laser verwenden. Für manche Personen kann die weitere Nutzung von Brille oder Kontaktlinsen geeigneter sein als eine Operation. Der Behandlungsplan wird entsprechend den Untersuchungsbefunden und den täglichen Sehanforderungen der Person erstellt.
Kosten einer Excimer-Laserbehandlung
Die Kosten einer Excimer-Laserbehandlung können je nach anzuwendendem Verfahren, Augenmessungen und Umfang des Behandlungsplans variieren. Bei der Betrachtung der Kosten einer Excimer-Laserbehandlung im Jahr 2026 ist zu berücksichtigen, dass PRK, TransPRK, LASEK und LASIK nicht die gleichen Behandlungsschritte umfassen. Eine individuelle Topografie- oder Wellenfrontplanung, der Zustand beider Augen und der Kontrollverlauf können in die Beurteilung einbezogen werden. Es ist nicht angemessen, vor einer Untersuchung und der Festlegung des Verfahrens einen Standardpreis für eine Augenlaseroperation zu nennen. Preisangaben allein zeigen weder, ob das Verfahren für die Augenstruktur geeignet ist, noch welche medizinischen Risiken bestehen. Die aktuelle Preisgestaltung wird nach Abschluss der Hornhautmessungen und Festlegung des gewählten Verfahrens entsprechend dem Behandlungsumfang bestimmt. Beim Vergleich verschiedener Optionen sollten neben dem Preis auch Eignung, Heilungsverlauf und mögliche Einschränkungen berücksichtigt werden.






































