Die Reinigung der Augen ist wichtig, um Infektionen vorzubeugen und die Augengesundheit zu schützen. Am besten werden die Augen ohne Reiben vorsichtig mit sterilen Materialien gereinigt. Falsche Anwendungen können Reizungen verursachen.
Bei Augenausfluss oder einem Fremdkörpergefühl sollte das Auge mit steriler Kochsalzlösung gespült werden. Leitungswasser wird wegen möglicher Mikroorganismen und chemischer Bestandteile nicht empfohlen.
Kontaktlinsenträger sollten besonders auf die Augenhygiene achten. Das hygienische Einsetzen, Entfernen und Aufbewahren der Linsen ist für die Augengesundheit entscheidend.
Bei einer Augenallergie oder Infektion sollte ein Arzt konsultiert werden. Medikamente sollten nicht ohne ärztliche Empfehlung angewendet werden. Regelmäßige Reinigung und Kontrolluntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit der Augen.
Jedes Organ des Körpers verfügt über eigene Schutzmechanismen. Auch die Augen besitzen verschiedene Schutzstrukturen wie Tränenflüssigkeit, Augenlider, Wimpern und Tränenwege. Diese natürlichen Mechanismen reichen jedoch nicht immer aus. Staub, Make-up-Reste, Luftverschmutzung, Wind und verschiedene Chemikalien können sich im Laufe des Tages auf der Augenoberfläche ansammeln und Reizungen oder sogar Infektionen verursachen.
Stellen Sie sich die Augenoberfläche wie die Windschutzscheibe eines Autos vor. Insekten, Staub oder Schlamm auf der Scheibe behindern die Sicht und gefährden die Fahrsicherheit. Ebenso können Schmutz, Allergene und Mikroorganismen auf der Augenoberfläche das klare Sehen und die Augengesundheit beeinträchtigen. Schuppen oder Ablagerungen rund um die Augenlider können einen geeigneten Nährboden für Bakterien und andere Krankheitserreger bilden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass regelmäßige Augenhygiene das Risiko von Infektionen wie Konjunktivitis und Keratitis erheblich reduziert.
In bestimmten Situationen sind die Augen empfindlicher als gewöhnlich und benötigen zusätzliche Pflege. Beispiele hierfür sind:
- Verwendung von Kontaktlinsen:
Da Kontaktlinsen eine direkte Kontaktfläche zwischen dem Auge und der Außenwelt bilden, ist die Beachtung der Hygienevorschriften unerlässlich. Eine falsche Reinigung oder zu lange Tragedauer kann dazu führen, dass Mikroorganismen an den Linsen haften und schwere Infektionen wie eine kontaktlinsenbedingte Keratitis verursachen.
- Lidrandentzündungen wie Blepharitis und MGD (Meibom-Drüsen-Dysfunktion):
Entzündungen der Augenlider oder eine beeinträchtigte Fettsekretion der Meibom-Drüsen führen häufig zu Krusten und Schuppen am Wimpernansatz. Dies verringert den Sehkomfort und kann unbehandelt chronisch werden. Die richtige Reinigung der Augenlider ist der erste Schritt zur Kontrolle der Beschwerden.
- Zeit nach chirurgischen Eingriffen:
Nach Operationen wie einer Kataraktoperation, refraktiven Eingriffen wie LASIK oder einer Hornhauttransplantation müssen die vom Arzt empfohlenen Reinigungsprotokolle genau befolgt werden. Die während der Operation verwendeten Instrumente und die anschließenden Verbände müssen steril sein. Mangelhafte persönliche Hygiene kann den Heilungsverlauf jedoch ebenfalls beeinträchtigen.
- Kontakt mit Chemikalien:
Das sofortige und richtige Spülen der Augen nach Kontakt mit starken Chemikalien am Arbeitsplatz oder zu Hause reduziert das Risiko dauerhafter Schäden erheblich. Wissenschaftliche Quellen betonen, dass eine verzögerte Spülung besonders nach dem Kontakt mit alkalischen Substanzen schwere Schäden am Hornhautgewebe verursachen kann.
- Allergische Reaktionen:
Bei saisonaler Pollenallergie oder Staubempfindlichkeit können Allergene in den Augen starkes Tränen, Juckreiz und Rötungen verursachen. Das Entfernen der Allergene und die Anwendung geeigneter Augentropfen können diese Beschwerden lindern.
So wie auch die abgelegensten Ecken eines Hauses regelmäßig gereinigt werden müssen, benötigen die Augen in bestimmten Situationen zusätzliche Pflege. Besonders bei Risikogruppen kann eine Vernachlässigung der Augenhygiene schwer rückgängig zu machende Schäden verursachen.
Der Kontakt des Auges mit Chemikalien erfordert eine sofortige Behandlung. Wenn eine Chemikalie versehentlich in das Auge spritzt oder anderweitig hineingelangt, sollten folgende Schritte durchgeführt werden:
- Sofort spülen:
Beginnen Sie unabhängig davon, ob Sie zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Freien sind, das Auge mit der nächstgelegenen Quelle sauberen Wassers zu spülen. Falls verfügbar, sind sterile Kochsalzlösung oder Ringer-Laktat-Lösung vorzuziehen. Die meisten Fachleute empfehlen eine Spüldauer von mindestens 15 Minuten. Alkalische Substanzen können tief in das Hornhautgewebe eindringen und dauerhafte Schäden verursachen.
- Ober- und Unterlid auseinanderhalten:
Wenn kein Lidsperrer oder vergleichbares Instrument verfügbar ist, halten Sie die Augenlider mit sauberen Fingerspitzen vorsichtig auseinander. Das Wasser soll die gesamte Augenoberfläche erreichen. Andernfalls kann die Chemikalie in tieferen Bereichen verbleiben und die Wirkung der Spülung vermindern.
- pH-Wert kontrollieren:
Im Krankenhaus wird bei Verätzungen durch alkalische oder saure Stoffe nach der Spülung der pH-Wert der Augenoberfläche gemessen. Die Spülung sollte fortgesetzt werden, bis der normale pH-Wert von 7,0-7,2 erreicht ist. Auch wenn eine solche Messung zu Hause meist nicht möglich ist, lautet das Grundprinzip nach Chemikalienkontakt: lange und mit reichlich Flüssigkeit spülen.
- Medizinische Hilfe aufsuchen:
Nach Abschluss der Spülung muss eine Notaufnahme oder ein Augenarzt aufgesucht werden. Die Art der Chemikalie, das Ausmaß der Schädigung und mögliche Defekte des Hornhautepithels können nur durch eine fachärztliche Untersuchung festgestellt werden.
Stellen Sie sich vor, Sie geben zu viel Waschmittel in eine Waschmaschine. Wird der Spülvorgang zu früh beendet, bleiben Waschmittelreste in der Kleidung und können die Haut reizen. Ebenso können nach einer zu kurzen oder unzureichenden Augenspülung chemische Rückstände verbleiben und zusätzliche Schäden verursachen.
Kontaktlinsen sind eine praktische Alternative zur Brille, können bei falscher Reinigung jedoch erhebliche Risiken bergen. Untersuchungen zeigen, dass schwere Infektionen wie Keratitis entstehen können, weil ein bedeutender Teil der Kontaktlinsenträger die Hygienevorschriften nicht einhält.
- Schlafen Sie nicht mit Kontaktlinsen:
Abgesehen von bestimmten Produkten, die für das Tragen bei Tag und Nacht angeboten werden, kann das Schlafen mit Kontaktlinsen die Sauerstoffversorgung des Auges vermindern und das Wachstum von Bakterien begünstigen. Eine Kontaktlinse, die über Nacht im Auge verbleibt, wirkt wie eine Abdeckung, welche die Haut am Atmen hindert. Am nächsten Morgen können Beschwerden wie Augenrötung, Brennen und Stechen auftreten.
- Verwenden Sie die Reinigungslösung richtig:
Lassen Sie die Flasche der Kontaktlinsenlösung nicht offen stehen und verwenden Sie die Lösung nicht nach Ablauf des Verfallsdatums. Manche Nutzer verwenden die bereits benutzte Lösung erneut, um Geld zu sparen, oder reinigen den Kontaktlinsenbehälter lange Zeit nicht. Dadurch entstehen ideale Bedingungen für das Wachstum von Mikroorganismen.
- Achten Sie auf den Kontaktlinsenbehälter:
Untersuchungen zeigen, dass die Hygiene des Kontaktlinsenbehälters mindestens ebenso wichtig ist wie die Sauberkeit der Linsen. Pilze und Bakterien können sich wesentlich schneller als angenommen vermehren. Deshalb wird empfohlen, den Behälter mindestens einmal wöchentlich auszutauschen oder sorgfältig mit abgekochtem Wasser und Seife zu reinigen. Nach der Reinigung muss er vollständig trocknen.
- Gönnen Sie den Augen Pausen:
Das längere Tragen von Kontaktlinsen kann zu Sauerstoffmangel an der Augenoberfläche und einer Verschlechterung der Tränenqualität führen. Wenn die Linsen nicht unbedingt erforderlich sind, kann zeitweise eine Brille getragen werden, um die Augen zu entlasten.
Eine gute Kontaktlinsenhygiene ist ebenso wichtig, wie das Auge in einer als steril geltenden Operationsumgebung zu schützen. Nachlässigkeit kann zu Problemen bis hin zu dauerhaften Augenschäden führen.
Wenn sich ein Fremdkörper wie ein Sandkorn, Staubpartikel, eine Wimper oder ein kleines Metallstück im Auge befindet, entsteht reflexartig der Wunsch, das Auge zu reiben. Dadurch kann der Fremdkörper jedoch tiefer in die Hornhaut gedrückt werden oder einen Kratzer verursachen. Richtig ist folgende Vorgehensweise:
- Hände reinigen:
Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser und Seife, bevor Sie versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Andernfalls können Mikroorganismen in das Auge gelangen.
- Auge vorsichtig spülen:
Ist der Fremdkörper klein und oberflächlich, können Sie versuchen, ihn mit steriler Kochsalzlösung auszuspülen. Falls diese nicht verfügbar ist, kann sauberes, gegebenenfalls abgekochtes und abgekühltes Wasser verwendet werden. Ziel ist nicht, das Auge mit starkem Wasserdruck zu belasten, sondern den Fremdkörper mit einem sanften Flüssigkeitsstrom zu entfernen.
- Ober- und Unterlid untersuchen:
Fremdkörper können sich auf der Innenseite eines Augenlids verbergen. Möglicherweise muss das Oberlid vorsichtig umgestülpt werden. Ohne professionelle Unterstützung ist dies schwierig. Wenn es versucht wird, muss es sehr langsam und vorsichtig erfolgen. Unter dem Lid können sich Schuppen, Sekret oder feine Metallreste befinden.
- Verwendbare Instrumente:
Im Krankenhaus werden Fremdkörper mit sterilen Instrumenten wie einem ophthalmologischen Spatel oder einer Nadelspitze entfernt. Wenn solche Instrumente zu Hause nicht verfügbar sind und der Fremdkörper groß ist, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Der Versuch, ihn selbst mit einem spitzen Gegenstand zu entfernen, kann dauerhafte Schäden verursachen.
- Anschließende Anwendung antibiotischer Tropfen oder Salben:
Besteht auch nur der Verdacht auf einen Kratzer oder eine Reizung der Augenoberfläche, können vom Augenarzt empfohlene antibiotische Tropfen oder Salben das Infektionsrisiko reduzieren. Früher wurde das Auge häufig verbunden. Aktuelle Studien betonen jedoch, dass ein Augenverband die Heilung nicht wesentlich beschleunigt und möglicherweise sogar das Wachstum von Bakterien fördert.
Ein Fremdkörpergefühl wird manchmal so beschrieben, als würde ein feines Haar am Auge haften. Dieses Gefühl kann jedoch auch auftreten, wenn sich tatsächlich kein Fremdkörper im Auge befindet, beispielsweise beim Syndrom des trockenen Auges. Wenn die Beschwerden nicht verschwinden oder zunehmen, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
Augen-Make-up wie Mascara, Eyeliner und Lidschatten gehört zum modernen Alltag. Es hebt zwar die Augenpartie hervor, birgt aber auch gewisse Risiken. Wenn Mascarabürsten nicht sauber gehalten oder verschmutzte Pinsel für Eyeliner und Lidschatten verwendet werden, entsteht ein geeigneter Nährboden für Bakterien und Pilze.
- Achten Sie auf das Verfallsdatum von Make-up:
Produkte wie Mascara sollten normalerweise alle 3-6 Monate ausgetauscht werden. Mikroorganismen, die sich nach dem Öffnen im Produkt vermehren, können Gerstenkörner, Konjunktivitis oder Keratitis verursachen.
- Vermeiden Sie bei der Anwendung den Kontakt mit dem Auge:
Eyeliner- und Mascarabürsten dürfen das Auge nicht direkt berühren. Bei der Anwendung sollte immer ein Spiegel verwendet und auf plötzliche Bewegungen verzichtet werden.
- Teilen Sie Augen-Make-up nicht mit anderen:
Die Mascara oder den Kajalstift einer Freundin mit dem Gedanken zu verwenden, dass eine einmalige Nutzung nicht schadet, gehört zu den häufigsten Übertragungswegen für Infektionen. Auch heute können Ausbrüche von Konjunktivitis durch gemeinsam verwendete Kosmetikprodukte entstehen.
- Entfernen Sie Augen-Make-up immer:
Wer mit Augen-Make-up schläft, behindert die Belüftung der Augenlider und fördert das Wachstum von Bakterien. Make-up-Reste können außerdem den Tränenfilm beeinträchtigen und Beschwerden durch trockene Augen verstärken.
Wie Messer, Löffel und Teller in der Küche sollten auch Kosmetikprodukte persönlich, sauber und regelmäßig erneuert sein. Dadurch lässt sich das Risiko einer schweren Augeninfektion beim Versuch, das eigene Aussehen zu verschönern, erheblich reduzieren.
Besonders bei Blepharitis, einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion und trockenen Augen spielen warme Kompressen eine wichtige Rolle bei der Reinigung und Wiederherstellung der Funktion der Drüsen am Lidrand. Wird harte Butter leicht erwärmt, lässt sie sich einfacher verstreichen. Ebenso werden die Sekrete verstopfter Meibom-Drüsen bei einer Temperatur von ungefähr 40°C flüssiger, wodurch sich die verstopften Ausführungsgänge leichter öffnen können.
- Anwendung:
Befeuchten Sie ein sauberes Tuch oder eine im Handel erhältliche Wärmemaske mit warmem Wasser, das nicht heiß genug ist, um die Haut zu verbrennen. Legen Sie die Kompresse für durchschnittlich 5-10 Minuten auf die geschlossenen Augenlider.
- Häufigkeit:
Manche Fachleute empfehlen zweimal täglich eine warme Kompresse. Der Komfort des Patienten und die ärztliche Empfehlung sind jedoch entscheidend. Eine zu häufige oder zu heiße Anwendung kann Hautreizungen verursachen.
- Massage:
Nach der warmen Kompresse kann das Augenlid sanft massiert werden. Dies unterstützt den Abfluss des verdickten Sekrets aus den Meibom-Drüsen. Harte oder verletzende Bewegungen müssen vermieden werden.
Damit die Wirkung der warmen Kompresse erhalten bleibt, sollte die Wärme während der gesamten Anwendung möglichst konstant sein. Einige Untersuchungen zeigen, dass ihre Wirksamkeit abnimmt, wenn die Temperatur nicht ausreichend aufrechterhalten wird.
Es gibt mehrere sichere Methoden zur Reinigung der Augen. Jede hat unterschiedliche Vorteile und Anwendungsbereiche.
- Reinigung mit steriler Kochsalzlösung:
In Krankenhäusern werden Augenspülungen üblicherweise mit einer 0,9%igen Natriumchloridlösung durchgeführt. Diese Flüssigkeit ist besonders gut mit dem Augengewebe verträglich. Sie wird in Apotheken in kleinen Einzeldosisampullen angeboten und kann problemlos zu Hause verwendet werden.
- Spezielle Spülvorrichtungen (Morgan Lens und andere):
In Notaufnahmen oder bei chirurgischen Eingriffen werden spezielle linsenähnliche Vorrichtungen wie die Morgan Lens verwendet, die einen kontinuierlichen Flüssigkeitsstrom über das Auge ermöglichen. Dadurch wird es gleichmäßig und mit konstantem Druck gespült und schädliche Substanzen werden entfernt.
- Sauberes Wasser als vorübergehende Lösung:
Wenn keine sterile Flüssigkeit verfügbar ist, eignet sich sauberes Wasser als unmittelbare Erste-Hilfe-Maßnahme. Für die längerfristige Anwendung sollten sterile Lösungen verwendet werden, die vom Augenarzt empfohlen oder in der Apotheke angeboten werden. Leitungswasser kann Mikroorganismen wie Acanthamoeba enthalten.
- Wattestäbchen oder fusselfreie Tücher:
Wenn sich Schmutz und Fett an den Lidrändern ansammeln, kann ein steriles Tuch oder Wattestäbchen in warmes Wasser beziehungsweise eine ärztlich empfohlene Reinigungslösung getaucht und vorsichtig über den Bereich geführt werden. Die Bewegung sollte vom inneren Augenwinkel an der Nase zum äußeren Augenwinkel erfolgen.
- Einwegtücher oder spezielle Augenpads:
In Apotheken sind Einwegpads erhältlich, die speziell für die Augenreinigung entwickelt wurden. Besonders bei Blepharitis werden damit regelmäßig die Wimpernansätze und Lidränder gereinigt.
Jede Methode besitzt eigene Vorteile und Einschränkungen. Entscheidend ist, eine für das Auge geeignete Lösung und Technik auszuwählen und die Sterilitätsregeln zu beachten.
Häufige Fehler bei der Augenreinigung werden manchmal unbewusst und manchmal in der Annahme begangen, dass nichts passieren werde. Falsche Anwendungen sind jedoch mit erheblichen Risiken verbunden:
- Häufiges Reiben der Augen:
Wer versucht, Juckreiz oder ein Fremdkörpergefühl durch Reiben zu lindern, kann Kratzer an der Hornhaut, sogenannte Hornhauterosionen, verursachen. Dadurch können sich Mikroorganismen leichter ansiedeln und das Risiko eines Hornhautgeschwürs steigt.
- Verwendung ungeeigneter Haushaltsprodukte:
Der Versuch, das Auge mit antiseptischen Lösungen, bleichmittelähnlichen Substanzen oder Kölnisch Wasser zu reinigen, kann schwere chemische Schäden verursachen. Das Augengewebe ist äußerst empfindlich.
- Verunreinigte Materialien:
Das Abwischen der Augen mit unsterilen Tüchern, Feuchttüchern oder wiederverwendeten Wattestücken entspricht einer direkten Übertragung von Mikroorganismen auf das Auge. Auch ein monatelanger Verzicht auf den Austausch der Kontaktlinsenlösung oder eine seltene Reinigung des Linsenbehälters verursacht vergleichbare Risiken.
- Zu kurze Anwendungsdauer:
Wenn das Auge wegen Staub oder einer Chemikalienexposition gespült werden muss, reichen wenige Sekunden normalerweise nicht aus. In dieser kurzen Zeit kann die Substanz nicht vollständig entfernt werden.
- Verzicht auf professionelle Hilfe:
Zu langes Warten bei einer Augenverletzung oder Infektion kann die Behandlung erheblich erschweren. Ein unbehandelter kleiner Hornhautkratzer kann sich beispielsweise zu einer schweren Infektion entwickeln, die bleibende Narben oder sogar Sehverlust verursacht.
Das Vermeiden dieser Fehler ist für den Schutz der Augengesundheit entscheidend. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich mehr als 80% der Augenerkrankungen durch angemessene Hygiene und frühzeitige medizinische Behandlung verhindern lassen können.
Leichtes Tränen, geringe Ablagerungen am Morgen oder eine leichte Rötung lassen sich häufig durch Müdigkeit oder Schlafmangel erklären. Manche Situationen erfordern jedoch eine dringende oder zeitnahe fachärztliche Beurteilung:
- Starke Schmerzen und Sehverlust:
Treten plötzlich sehr starke Augenschmerzen gemeinsam mit verschwommenem Sehen oder Sehverlust auf, sollte unverzüglich ein Augenarzt aufgesucht werden.
- Nach Kontakt mit Chemikalien:
Das Auge muss sofort gespült werden. Anschließend sollte eine Notaufnahme oder ein Augenarzt aufgesucht werden. Alkalische Verätzungen, beispielsweise durch Bleichmittel, gehören zu den schädlichsten chemischen Augenverletzungen.
- Rotes und entzündetes Auge:
Bei Erkrankungen wie Konjunktivitis, Keratitis und Uveitis können intensive Rötung, Lichtempfindlichkeit, gelb-grüner Ausfluss und Schmerzen auftreten. Bei diesen Beschwerden sollte nicht abgewartet, sondern fachärztlicher Rat eingeholt werden.
- Nach einer Verletzung oder einem Schlag:
Ein Schlag gegen das Auge kann lediglich vorübergehende Schmerzen und Rötungen verursachen. Er kann jedoch auch zu einem Netzhautriss, einer Linsensubluxation oder einem plötzlichen Anstieg des Augeninnendrucks führen. Eine fachärztliche Untersuchung ist erforderlich, um diese Risiken auszuschließen.
- Nicht kontrollierbare allergische Reaktionen:
Wenn die Augen trotz Maßnahmen zu Hause weiterhin tränen, jucken und gerötet sind, können verschreibungspflichtige Medikamente oder Allergietests erforderlich sein.
Augenreinigung und Augenhygiene werden im hektischen Alltag gelegentlich vernachlässigt, obwohl sie zu den Grundlagen der Gesundheit gehören. Wie die tragenden Säulen eines Gebäudes benötigen auch die Augen regelmäßige Kontrollen, Pflege und Reinigung, damit sie ihrer Belastung standhalten und klares Sehen ermöglichen können. Untersuchungen zeigen, dass sich ein großer Teil der Augenprobleme durch einfache Vorsichtsmaßnahmen und korrekte Reinigungsmethoden verhindern lässt. Eine kleine, unbehandelte Reizung kann sich später zu einer nur schwer reparierbaren Schädigung entwickeln. Bei Zweifeln ist die Untersuchung durch einen Augenarzt die richtige Anlaufstelle.












































