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Augengesundheit

Was verursacht dunkle Augenringe? Was hilft dagegen?

Dunkle Augenringe entstehen, wenn die Haut um die Unterlider dunkler, violett, braun oder schattig erscheint. In medizinischen Quellen wird dieses Erscheinungsbild auch als periorbitale Hyperpigmentierung oder Verdunkelung der Augenpartie bezeichnet. Es ist nicht immer auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Dünne Haut, sichtbare Blutgefäße, eine verstärkte Pigmentierung, Schwellungen und Vertiefungen unter den Augen sind unterschiedliche Einflussfaktoren. […]

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Was verursacht dunkle Augenringe? Was hilft dagegen?

Dunkle Augenringe entstehen, wenn die Haut um die Unterlider dunkler, violett, braun oder schattig erscheint. In medizinischen Quellen wird dieses Erscheinungsbild auch als periorbitale Hyperpigmentierung oder Verdunkelung der Augenpartie bezeichnet. Es ist nicht immer auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Dünne Haut, sichtbare Blutgefäße, eine verstärkte Pigmentierung, Schwellungen und Vertiefungen unter den Augen sind unterschiedliche Einflussfaktoren.

Schlafmangel, Allergien und häufiges Augenreiben können eine bestehende Verdunkelung stärker hervortreten lassen. Bei manchen Menschen besteht das Problem bereits seit der Kindheit oder Jugend, während es sich bei anderen erst mit zunehmendem Alter entwickelt. Dunkle Augenringe sind meist ein kosmetisches Anliegen. Wenn jedoch weitere Beschwerden hinzukommen, müssen möglicherweise andere zugrunde liegende Erkrankungen untersucht werden. Der geeignete Ansatz sollte festgelegt werden, nachdem die Ursache der Veränderungen im Augenbereich ermittelt wurde.

Was verursacht dunkle Augenringe?

Auf die Frage, was dunkle Augenringe verursacht, gibt es keine einheitliche Antwort. Genetische Eigenschaften, altersbedingte Hautverdünnung, eine erhöhte Melaninproduktion und sichtbare Blutgefäße unter den Augen zählen zu den wichtigsten Ursachen. Eine Vertiefung, die als Tränenrinne bezeichnet wird, kann abhängig von der Lichtrichtung einen dunklen Schatten erzeugen. Allergische Erkrankungen, Ekzeme und Augenreiben können ebenfalls zu einer stärkeren Verfärbung der Augenpartie führen.

Unregelmäßiger Schlaf, Müdigkeit, Sonneneinstrahlung und Rauchen können das bestehende Erscheinungsbild verstärken. Morgendliche Schwellungen können unter dem Unterlid Schatten erzeugen und den Eindruck dunkler Augenringe verstärken. Eine Anämie oder andere systemische Erkrankung kann nicht allein anhand des Erscheinungsbildes unter den Augen diagnostiziert werden. Wenn Müdigkeit, Blässe oder andere allgemeine Gesundheitsbeschwerden vorliegen, werden die erforderlichen Untersuchungen entsprechend der individuellen Situation geplant.

Die 4 Haupttypen dunkler Augenringe

Die Verdunkelung unter den Augen kann danach, wie sie entsteht, in vier Hauptgruppen eingeteilt werden. Bei einer Person können mehrere dieser Typen gleichzeitig auftreten. Behandlungs- und Pflegemöglichkeiten lassen sich realistischer planen, wenn die vorherrschende Ursache korrekt bestimmt wird. Diese Unterschiede sind einer der Hauptgründe dafür, dass eine bei einer Person wirksame Methode bei einer anderen nicht denselben Effekt zeigt.

  • Pigmentierter Typ: Erscheint aufgrund einer erhöhten Melaninmenge in der Haut meist in Brauntönen.
  • Vaskulärer Typ: Sichtbare Blutgefäße unter dünner Haut können blaue, violette oder rosafarbene Töne hervorrufen.
  • Struktureller Typ: Vertiefungen unter den Augen, die Knochenstruktur, die Position des Fettgewebes oder Schwellungen erzeugen Schatten.
  • Mischtyp: Pigmentierung, sichtbare Blutgefäße und strukturelle Schatten treten gemeinsam auf.

Diese Einteilung lässt sich nicht immer eindeutig abgrenzen. Wenn die Verdunkelung beim Spannen der Haut abnimmt, kann dies auf den Einfluss von Schatten oder Blutgefäßen hindeuten. Bleibt die Farbe deutlich sichtbar, kann dies für eine Pigmentkomponente sprechen. Diese Beobachtung zu Hause ersetzt jedoch keine Diagnose. Die Beschaffenheit der Augenlidhaut und begleitende Befunde werden während der Untersuchung gemeinsam beurteilt.

Genetische und altersbedingte Veränderungen

Genetische Merkmale können bei Personen eine wichtige Rolle spielen, deren Familienmitglieder ein ähnliches Erscheinungsbild unter den Augen haben. Manche Menschen besitzen von Natur aus dünnere Haut um die Augen oder eine ausgeprägtere Tränenrinne. Auch die Knochenstruktur unter den Augen und die Verteilung des Fettgewebes beeinflussen das Erscheinungsbild. Bei einer genetischen Veranlagung kann eine Veränderung der Schlafgewohnheiten allein die Verdunkelung möglicherweise nicht vollständig beseitigen.

Mit zunehmendem Alter können der Kollagengehalt und die Elastizität der Haut abnehmen. Eine Verringerung des Fettgewebes unter den Augen, dessen Verlagerung nach vorn oder die Erschlaffung des umliegenden Gewebes können Vertiefungen und Tränensäcke stärker hervortreten lassen. Wenn die Haut dünner wird, können auch die Blutgefäße sichtbarer werden. Diese Veränderungen treten nicht bei jedem Menschen im gleichen Alter oder im gleichen Ausmaß auf.

Allergien, Ekzeme und Augenreiben

Allergisch bedingte dunkle Augenringe können zusammen mit einer verstopften Nase, juckenden Augen und häufigem Augenreiben auftreten. Allergische Prozesse können dazu beitragen, dass die Blutgefäße um die Augen deutlicher sichtbar werden. Häufiges Augenreiben kann bei empfindlicher Haut Reizungen und eine postinflammatorische Pigmentierung auslösen. Die Möglichkeit einer allergischen Rhinitis, atopischen Dermatitis oder Kontaktdermatitis wird anhand der begleitenden Befunde beurteilt.

Auch Make-up-Produkte oder Pflegecremes können bei manchen Menschen eine Kontaktallergie verursachen. Bei Rötung, Juckreiz, Schuppung oder Brennen sollte die Verwendung möglicherweise reizender Produkte überprüft werden. Kortisonhaltige Cremes sollten nicht ohne ärztliche Beurteilung auf die Augenlider aufgetragen werden. Eine unkontrollierte Anwendung kann zur Verdünnung der Haut, zu Veränderungen des Augeninnendrucks oder zu anderen Augenproblemen führen.

Schlafmangel und tägliche Gewohnheiten

Unregelmäßiger Schlaf kann eine bestehende Verdunkelung der Augenpartie deutlicher sichtbar machen. Wenn die Haut bei Müdigkeit blasser erscheint, können Blutgefäße leichter erkennbar sein. Lange Bildschirmzeiten erzeugen nicht unmittelbar Pigmente, können aber die Augenbelastung und die Neigung zum Augenreiben verstärken. Rauchen und intensive Sonneneinstrahlung können sich negativ auf die Hautstruktur auswirken.

Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder unausgewogene Ernährung kann bei manchen Menschen zu einem matteren Hautbild beitragen. Mehr Wasser oder der Verzehr eines bestimmten Lebensmittels allein beseitigen jedoch keine genetisch, pigmentbedingt oder strukturell verursachten Augenringe. Ein hoher Salzkonsum kann bei Personen mit Flüssigkeitseinlagerungen morgendliche Schwellungen verstärken. Eine Anpassung der täglichen Gewohnheiten kann insbesondere bei einem Erscheinungsbild unterstützend wirken, das mit Müdigkeit und vorübergehenden Schwellungen verbunden ist.

Wie werden dunkle Augenringe untersucht?

Bei der Beurteilung wird erfragt, wann die Verdunkelung begonnen hat, ob Familienmitglieder ein ähnliches Erscheinungsbild haben und ob sie sich im Laufe der Zeit verändert hat. Faktoren wie Schlafgewohnheiten, Allergien, Ekzeme, verwendete Hautpflegeprodukte, Augenreiben und Sonneneinstrahlung werden berücksichtigt. Eine braune, blaue oder violette Färbung kann Hinweise auf die Ursache liefern. Auch Vertiefungen, Tränensäcke, erschlaffte Haut und sichtbare Blutgefäße werden untersucht.

In manchen Fällen können eine Dermatoskopie oder eine Untersuchung mit der Wood-Lampe zur Beurteilung der Pigmenttiefe oder der Gefäßstruktur eingesetzt werden. Blut- oder Allergietests sind nicht bei jeder Person erforderlich. Bei Müdigkeit, Blässe, Gewichtsveränderungen oder anderen systemischen Beschwerden können ein Blutbild, die Bestimmung der Eisenwerte, Schilddrüsentests oder weitere Untersuchungen infrage kommen. Ein Eisenmangel, Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenerkrankung kann nicht allein anhand dunkler Augenringe diagnostiziert werden.

Was hilft gegen dunkle Augenringe?

Die Antwort auf die Frage, was gegen dunkle Augenringe hilft, hängt davon ab, ob sie mit Pigmentierung, sichtbaren Blutgefäßen, Schwellungen oder Vertiefungen zusammenhängen. Tägliche Gewohnheiten und Hautpflege können das Erscheinungsbild bei manchen Menschen mildern. Bei strukturellen Veränderungen oder einer ausgeprägten Pigmentierung ist die Wirkung häuslicher Methoden möglicherweise begrenzt. Keine Methode kann eine vollständige und dauerhafte Beseitigung garantieren.

5 unterstützende Maßnahmen für zu Hause

Häusliche Methoden sollen Schwellungen, Reizungen oder eine vorübergehende Verstärkung des Erscheinungsbildes reduzieren. Sie beseitigen weder Vertiefungen unter den Augen noch eine dauerhafte Pigmentzunahme. Anwendungen, die die empfindliche Haut um die Augen reizen, sollten vermieden werden. Zu den fünf grundlegenden unterstützenden Maßnahmen gehören:

  • Regelmäßige Schlafgewohnheiten entwickeln.
  • Kurzzeitig eine kalte Kompresse mit einem sauberen Tuch anwenden.
  • Augenreiben und reizende Produkte vermeiden.
  • Bei deutlichen morgendlichen Schwellungen den Salzkonsum ausgleichen und mit leicht erhöhtem Kopf schlafen.
  • Eine Sonnenbrille tragen und für die Augenpartie geeigneten Sonnenschutz verwenden.

Bei kalten Anwendungen sollte Eis nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen und kein Druck auf das Augenlid ausgeübt werden. Wenn Beschwerden, Taubheit oder Hautverfärbungen entstehen, sollte die Anwendung beendet werden. Die bei Methoden wie Gurkenscheiben oder kalten Teebeuteln empfundene Linderung kann größtenteils auf deren kühlender Wirkung beruhen. Das Auftragen von Lebensmitteln oder pflanzlichen Produkten auf die Augenpartie kann Reizungen, Allergien oder eine mikrobielle Verunreinigung verursachen.

Hautpflege und Sonnenschutz

Für die Augenpartie geeignete Feuchtigkeitscremes können dazu beitragen, durch Trockenheit verursachte feine Linien und ein mattes Erscheinungsbild zu reduzieren. Vitamin C, Niacinamid, Retinoide oder andere gegen Pigmentierung gerichtete Wirkstoffe können bei manchen Menschen erwogen werden. Die Wirksamkeit dieser Produkte unterscheidet sich je nach Art der Augenringe und Wirkstoffkonzentration. Da die dünne Haut um die Augen empfindlich auf Reizungen reagieren kann, sollten Produktauswahl und Anwendungshäufigkeit sorgfältig geplant werden.

Eine unkontrollierte Verwendung von Retinoiden, Säuren oder aufhellenden Wirkstoffen kann Rötungen und eine postinflammatorische Pigmentierung verursachen. Wenn ein Produkt in das Auge gelangt, sollte es mit reichlich Wasser ausgespült werden. Bei anhaltenden Schmerzen oder Sehveränderungen ist eine medizinische Untersuchung erforderlich. Ein Breitband-Sonnenschutz kann insbesondere dazu beitragen, eine Zunahme pigmentbedingter Augenringe zu begrenzen. Bei strukturellen Schatten ist seine Wirkung geringer.

Behandlung von Allergien und systemischen Ursachen

Wenn Juckreiz, eine verstopfte Nase oder Ekzeme auftreten, kann die Beurteilung des allergischen Prozesses dazu beitragen, Augenreiben und eine Zunahme der Pigmentierung zu reduzieren. Allergiemedikamente oder Augentropfen sollten nicht eigenständig begonnen werden. Wird ein Eisenmangel festgestellt, erfolgt die Behandlung anhand der Laborwerte und des allgemeinen Gesundheitszustands. Eisen- oder Vitaminpräparate sollten nicht eingenommen werden, bevor ein tatsächlicher Bedarf festgestellt wurde.

Welche medizinischen und kosmetischen Behandlungen gibt es?

Bei einer ausgeprägten Verdunkelung, die trotz täglicher Maßnahmen bestehen bleibt, können je nach Struktur der Augenpartie unterschiedliche Behandlungen erwogen werden. Bei erhöhter Pigmentierung können verschreibungspflichtige topische Präparate, chemische Peelings oder bestimmte Lasersysteme infrage kommen. Für sichtbare Blutgefäße können andere Lasertypen als für Pigmentierungen verwendet werden. Hautfarbe und Pigmentierungsneigung beeinflussen das Risiko von Farbveränderungen nach der Behandlung.

Hyaluronsäure-Filler können bei geeigneten Personen eingesetzt werden, um durch Vertiefungen unter den Augen verursachte Schatten zu reduzieren. Filler korrigieren nicht immer Pigmentierungen oder ausgeprägte Tränensäcke. Die Neigung zu Schwellungen, die Hautdicke, die Elastizität des Augenlids und frühere Behandlungen werden bei der Eignungsprüfung berücksichtigt. Wirkungsdauer und Erscheinungsbild unterscheiden sich von Person zu Person.

Bei einem deutlichen Hautüberschuss, hervortretenden Fettpolstern oder einer Erschlaffung des Augenlids kann eine Unterlidoperation erwogen werden. Eine Blepharoplastik behandelt die Pigmentierung nicht direkt, kann jedoch strukturelle Schatten und Tränensäcke verändern. Der operative Ansatz wird unter Berücksichtigung der Augenlidposition, trockener Augen, einer endokrinen Orbitopathie und des allgemeinen Gesundheitszustands geplant. Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen Risiken wie Blutungen, Infektionen, Asymmetrien, Veränderungen der Augenlidposition und eine Zunahme von Beschwerden durch trockene Augen.

Auch Injektionsbehandlungen wie PRP und Mesotherapie werden gegen Verdunkelungen der Augenpartie eingesetzt. Die verwendeten Inhalte, Behandlungsprotokolle und Studienergebnisse sind jedoch nicht standardisiert. Botulinumtoxin kann bei bestimmten Mimikfalten um die Augen eingesetzt werden, ist aber keine grundlegende Behandlung dunkler Augenringe. Die Behandlung sollte nach der vorherrschenden Ursache ausgewählt werden und nicht nach dem Ergebnis, das bei einer anderen Person erzielt wurde.

Sind Filler unter den Augen riskant?

Die Augenpartie erfordert aufgrund ihrer dünnen Gewebestrukturen und Gefäßverbindungen besondere Vorsicht bei Fillerbehandlungen. Zu den häufigeren Auswirkungen gehören Schwellungen, Blutergüsse, Empfindlichkeit, Unregelmäßigkeiten und Verfärbungen. Eine zu oberflächliche Platzierung des Fillers kann ein bläuliches Erscheinungsbild verursachen oder bestehende Schwellungen verstärken. Auch Infektionen, Knötchen und länger anhaltende Ödeme können auftreten.

Eine unbeabsichtigte Injektion des Fillers in ein Blutgefäß ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation. Ein Gefäßverschluss kann die Blutversorgung der Haut beeinträchtigen und Gewebeverlust verursachen. Nach Fillerbehandlungen im Gesicht wurden auch dauerhafte Folgen wie Sehveränderungen, Sehverlust und Schlaganfälle beschrieben. Plötzliche Augenschmerzen, Sehveränderungen, eine Weißfärbung der Haut oder starke Schmerzen während oder nach dem Eingriff erfordern eine sofortige medizinische Beurteilung.

Wann ist eine Untersuchung erforderlich?

Seit Langem bestehende und auf beiden Seiten ähnlich ausgeprägte dunkle Augenringe sind normalerweise kein Notfall. Eine Untersuchung kann jedoch erforderlich sein, wenn die Verdunkelung oder Schwellung plötzlich auftritt, sich nur auf einer Seite schnell verstärkt oder nach einer Verletzung entsteht. Wenn Schmerzen, deutliche Rötung, Fieber, Ausfluss, eingeschränkte Augenbewegungen oder Sehveränderungen hinzukommen, sollte der Zustand nicht nur als kosmetisches Problem betrachtet werden. Besonders eine schnell zunehmende einseitige Schwellung um das Auge bei Kindern sollte unverzüglich untersucht werden.

Bei Personen mit Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit, Gewichtsveränderungen oder ausgedehnten Hautveränderungen kann eine allgemeine medizinische Beurteilung erforderlich sein. Wenn Juckreiz und Schuppung um die Augen länger anhalten, kann auf Allergien oder Dermatitis untersucht werden. Sobald die Ursache der Augenringe bestimmt wurde, können Pflege- und Behandlungsmöglichkeiten realistischer miteinander verglichen werden. Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

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