Alsancak, Izmir Internationale Qualifikationen in der Augenheilkunde, FEBO und FICO +90 547 917 11 37
Augengesundheit

Was ist Hyperopie? Welche Symptome treten bei Hyperopie auf?

Hyperopie ist ein Brechungsfehler, der aufgrund der strukturellen Eigenschaften des Auges dadurch gekennzeichnet ist, dass nahe Gegenstände nicht klar gesehen werden können. Da das Licht hinter der Netzhaut gebündelt wird, fallen besonders das Lesen kleiner Schrift und detailreiche Arbeiten schwer. Die Fehlsichtigkeit kann mit einer Brille oder einer Laserbehandlung korrigiert werden. Zu den Symptomen einer […]

15 Min. Lesezeit
Was ist Hyperopie? Welche Symptome treten bei Hyperopie auf?

Hyperopie ist ein Brechungsfehler, der aufgrund der strukturellen Eigenschaften des Auges dadurch gekennzeichnet ist, dass nahe Gegenstände nicht klar gesehen werden können. Da das Licht hinter der Netzhaut gebündelt wird, fallen besonders das Lesen kleiner Schrift und detailreiche Arbeiten schwer. Die Fehlsichtigkeit kann mit einer Brille oder einer Laserbehandlung korrigiert werden.

Zu den Symptomen einer Hyperopie gehören verschwommenes Sehen, Augenermüdung, Kopfschmerzen und Schwierigkeiten beim Lesen. Bei Kindern besteht außerdem das Risiko, dass sich ein Schielen entwickelt. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erforderlich.

Eine leichte Hyperopie kann lange unbemerkt bleiben. Bei Kindern im Schulalter kann sie jedoch die schulischen Leistungen beeinträchtigen. Bei Erwachsenen kann sie bei Tätigkeiten Beschwerden verursachen, die eine längere Fokussierung erfordern.

Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören Brillen, Kontaktlinsen und Laseroperationen. Die am besten geeignete Methode wird entsprechend der Augenstruktur bestimmt. Regelmäßige Kontrollen sind besonders wichtig, da der Bedarf an einer Lesebrille mit zunehmendem Alter steigen kann.

Medizinische Bezeichnung Hyperopie
Häufigkeit Im Kindesalter häufig, kann sich mit dem Alter bessern oder dauerhaft bestehen bleiben
Risikofaktoren Genetische Veranlagung, kleiner Augenbau (kurze Achsenlänge)
Symptome Schwierigkeiten beim Nahsehen, Augenermüdung, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen
Komplikationen Schielen, insbesondere bei Kindern, Amblyopie (Schwachsichtigkeit)
Diagnoseverfahren Autorefraktometrie, Retinoskopie, Augenuntersuchung
Behandlungsmöglichkeiten Brille, Kontaktlinsen, refraktive Chirurgie (LASIK, PRK)
Gründe für eine Operation Hochgradige Hyperopie, Unverträglichkeit von Brille oder Kontaktlinsen
Vorbeugung Nicht vermeidbar. Früherkennung und regelmäßige Augenkontrollen sind wichtig

Hyperopie ist ein Brechungsfehler, bei dem nahe Gegenstände unscharf und weiter entfernte Gegenstände klarer gesehen werden. Sie entsteht, wenn die Augenstruktur dazu führt, dass das Bild hinter der Netzhaut fokussiert wird. Eine leichte Hyperopie kann bei Kindern natürlicherweise vorhanden sein. Höhere Ausprägungen können jedoch Kopfschmerzen, Augenermüdung und Schwierigkeiten beim Lesen verursachen. Die Diagnose wird durch eine Augenuntersuchung gestellt. Zur Behandlung werden Brillen, Kontaktlinsen oder refraktive Operationsverfahren eingesetzt.

Der Hyperopie liegen in der Regel bestimmte strukturelle Unterschiede des Auges zugrunde. Am häufigsten ist der Augapfel von vorne nach hinten etwas kürzer als normal. Wenn wir uns das Auge wie einen Ball vorstellen, können wir uns diesen Ball etwas abgeflacht denken. Aufgrund dieser verkürzten Länge wird das Licht nicht auf der Netzhaut, sondern an einem Punkt dahinter gebündelt.

Eine weitere häufige Ursache ist eine unzureichende Brechkraft der Hornhaut, der äußeren transparenten Schicht des Auges, oder der Linse im Inneren des Auges. Mit anderen Worten können Hornhaut oder Linse das Licht nicht stark genug brechen, um es auf der Netzhaut zu fokussieren. Dies kann meist darauf zurückzuführen sein, dass die Hornhaut flacher als normal geformt ist. Seltener können auch eine Verringerung der Brechkraft der natürlichen Augenlinse oder Veränderungen ihrer Position im Auge eine Hyperopie verursachen. Kurz gesagt entsteht Hyperopie durch ein Missverhältnis zwischen der optischen Brechkraft und der Länge des Auges.

Hyperopie kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Obwohl die Erfahrungen individuell verschieden sind, treten einige Symptome besonders häufig auf. Zu den häufigsten allgemeinen Symptomen einer Hyperopie gehören:

  • Verschwommenes Sehen naher Gegenstände, etwa von Büchern oder Mobiltelefonen
  • Müdigkeits- und Schmerzgefühl in den Augen, insbesondere nach Naharbeit
  • Kopfschmerzen nach häufigem oder längerem Fokussieren im Nahbereich
  • Das Bedürfnis, die Augen zusammenzukneifen oder zu reiben, um klarer zu sehen
  • Schwierigkeiten oder Unlust, sich auf Tätigkeiten im Nahbereich zu konzentrieren
  • Beim Lesen in den Zeilen zu verrutschen oder schnell zu ermüden
  • Verschwommenes Sehen in der Ferne bei starker Hyperopie

Wenn bei Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, kann eine Augenuntersuchung sinnvoll sein.

Ja, die Symptome einer Hyperopie können sich bei Kindern etwas anders zeigen als bei Erwachsenen und sind manchmal schwerer zu erkennen. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Augenlinsen von Kindern sehr elastisch sind und ihre Augen deshalb über eine starke Fähigkeit zur Fokussierung, die sogenannte Akkommodation, verfügen. Dank dieser ausgeprägten Fokussierungsfähigkeit können viele Kinder, insbesondere bei leichter oder mittelgradiger Hyperopie, die Fehlsichtigkeit selbst ausgleichen und sowohl in der Nähe als auch in der Ferne klar sehen.

Diese ständige Mehrarbeit der Augen kann sich jedoch indirekt bemerkbar machen. Auch wenn Ihr Kind angibt, klar zu sehen, kann es beispielsweise wenig Interesse an Nahaktivitäten wie Lesen oder Spielen zeigen, sich schnell langweilen oder Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren. Häufiges Augenreiben, Zusammenkneifen der Augen oder Kopfschmerzen, insbesondere in den Abendstunden, können verborgene Hinweise auf eine Hyperopie sein. Bei stärkerer und unerkannter Hyperopie können ernstere Probleme wie eine Fehlstellung der Augen, also Schielen, oder eine im Vergleich zum anderen Auge verminderte Sehleistung, also Amblyopie, entstehen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder in regelmäßigen Abständen augenärztlich untersucht werden.

Bei Erwachsenen beginnen die Symptome einer Hyperopie meist mit Schwierigkeiten, Gegenstände im Nahbereich klar zu sehen. Häufige Beschwerden sind verschwimmende Buchstaben beim Lesen, bei der Arbeit am Computer oder beim Blick auf das Mobiltelefon, die Anstrengung, klar sehen zu können, Müdigkeit und Schmerzen der Augen sowie Kopfschmerzen, die besonders im Laufe des Tages oder nach längerer Naharbeit auftreten.

Mit zunehmendem Alter, insbesondere ab dem 40. Lebensjahr, können diese Symptome deutlicher werden oder auch bei Menschen auftreten, die zuvor nie entsprechende Beschwerden hatten. Der Grund dafür ist, dass die natürliche Augenlinse mit zunehmendem Alter ihre Elastizität verliert und die Fähigkeit, nahe Gegenstände zu fokussieren, also die Akkommodation, allmählich abnimmt. Dieser Zustand wird als Presbyopie bezeichnet und ist ein natürlicher Teil des Alterns. Eine Hyperopie, die in jungen Jahren dank der starken Fokussierungsfähigkeit des Auges unbemerkt geblieben ist, also eine latente Hyperopie, kann mit Beginn der Presbyopie nicht mehr ausgeglichen werden und tritt deshalb in Erscheinung. In diesem Fall nehmen die Schwierigkeiten beim Nahsehen zu. Betroffene können eine Lesebrille benötigen, obwohl sie zuvor keine brauchten, und in manchen Fällen auch eine leichte Unschärfe beim Sehen in der Ferne wahrnehmen.

Ja, die Stärke beziehungsweise der Grad der Hyperopie beeinflusst wesentlich, welche Symptome auftreten und wie ausgeprägt sie sind. Augenärzte messen die Hyperopie in einer Einheit, die als Dioptrie (dpt) bezeichnet wird.

  • Bei einer leichten Hyperopie von bis zu +2,00 Dioptrien bemerken insbesondere junge Menschen und Kinder häufig keine Beschwerden. Die natürliche Fokussierungsfähigkeit des Auges kann diesen leichten Brechungsfehler problemlos ausgleichen. Nach sehr langem Lesen oder Arbeiten am Computer kann jedoch eine leichte Ermüdung oder selten ein Kopfschmerz auftreten.
  • Bei einer mittelgradigen Hyperopie zwischen +2,25 und +5,00 Dioptrien werden die Symptome deutlicher. Nahe Gegenstände lassen sich schwerer scharf sehen und Schrift kann beim Lesen verschwimmen. Beschwerden wie Augenermüdung, Kopfschmerzen und Schwierigkeiten beim Fokussieren treten häufiger auf und werden als störender empfunden. Bei Kindern kann eine unkorrigierte Hyperopie dieses Grades die Aufmerksamkeit und den Lernprozess beeinträchtigen.
  • Bei einer hochgradigen Hyperopie ab +5,25 Dioptrien ist die Situation ausgeprägter. Betroffene können nicht nur nahe, sondern auch weiter entfernte Gegenstände unscharf sehen. Augenermüdung und Kopfschmerzen sind meist stärker und können länger anhalten. Besonders bei Kindern birgt eine hohe Hyperopie das Risiko schwerwiegender Probleme wie Schielen und Amblyopie. Eine frühzeitige Diagnose und eine geeignete Behandlung sind daher von entscheidender Bedeutung.

Bei der latenten Hyperopie handelt es sich, wie der Name bereits erkennen lässt, um eine Hyperopie, die durch die eigene Fokussierungsanstrengung des Auges, also die Akkommodation, zeitweise verborgen oder überdeckt wird. Besonders bei jungen Menschen und Kindern können die Augenmuskeln so leistungsfähig sein, dass sie eine bestehende Hyperopie unbewusst ständig ausgleichen. Dadurch kann die Person bei einer gewöhnlichen Sehprüfung die Buchstaben klar lesen und den Eindruck erwecken, keine Sehprobleme zu haben.

Diese ständige zusätzliche Fokussierungsanstrengung ist jedoch für die Augen sehr ermüdend. Deshalb können Personen mit latenter Hyperopie trotz subjektiv klaren Sehens im Laufe des Tages oder besonders nach längerer Naharbeit, etwa beim Lesen oder bei der Computernutzung, Beschwerden entwickeln. Dazu gehören Augenermüdung, dumpfe Schmerzen in den Augen und im Kopf, Schwierigkeiten beim Fokussieren sowie gelegentliche kurze Episoden verschwommenen Sehens. Bei Kindern können auch Unlust zum Lesen oder Lernen und Konzentrationsprobleme mit latenter Hyperopie zusammenhängen. Die zuverlässigste Methode, eine latente Hyperopie festzustellen, ist eine ausführliche Augenuntersuchung mit speziellen Augentropfen, welche die Fokussierungsmuskeln des Auges vorübergehend entspannen.

Augenermüdung, medizinisch als Asthenopie bezeichnet, und damit verbundene Kopfschmerzen sind bei Hyperopie sehr häufige Beschwerden. Die Hauptursache besteht darin, dass das hyperope Auge ständig mehr Anstrengung als üblich aufbringen muss, um ein scharfes Bild zu erzeugen. Es muss also übermäßig akkommodieren. Die kleinen Muskeln im Inneren des Auges, die Ziliarmuskeln, versuchen die Brechkraft der Linse zu erhöhen, damit das Bild auf der Netzhaut fokussiert wird. Diese dauerhafte Anspannung führt nach einiger Zeit dazu, dass die Augenmuskeln ebenso wie andere Muskeln des Körpers ermüden.

Augenermüdung kann sich durch ein Schweregefühl in und um die Augen, Brennen, Stechen, Trockenheit oder umgekehrt durch übermäßigen Tränenfluss äußern. Besonders nach langem Lesen, Computernutzung oder Tätigkeiten, die feine Detailarbeit erfordern, werden diese Empfindungen deutlicher. Kopfschmerzen werden typischerweise im Stirnbereich oder an den Schläfen wahrgenommen. Manchmal können sie sich über den gesamten Kopf ausbreiten und pochend oder drückend sein. Sie treten meist im Laufe des Tages oder unmittelbar nach einer anstrengenden visuellen Tätigkeit auf. Da solche Symptome die Lebensqualität beeinträchtigen können, sollte die zugrunde liegende Ursache von einem Augenarzt untersucht werden.

Obwohl Hyperopie in jedem Alter und bei jedem Menschen auftreten kann, können bestimmte Umstände die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens etwas erhöhen. Zu den Faktoren, die das Risiko einer Hyperopie erhöhen können, gehören:

  • Hyperopie in der Familie, also eine genetische Veranlagung
  • Bestimmte genetische Besonderheiten wie das Down-Syndrom
  • Fortgeschrittenes Alter, da hyperope Symptome zusammen mit einer Presbyopie zunehmen können
  • Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft, als Risikofaktor für das ungeborene Kind
  • Frühgeburt
  • Niedriges Geburtsgewicht
  • Bestimmte systemische Erkrankungen wie Diabetes
  • Frühere Augenoperationen oder Augenverletzungen

Das Vorliegen eines oder mehrerer dieser Faktoren bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie eine Hyperopie entwickeln.

Die Diagnose einer Hyperopie wird durch eine sorgfältige und umfassende Augenuntersuchung bei einem Augenarzt gestellt. Ein einfacher Buchstabentest zur Messung der Sehschärfe reicht möglicherweise nicht aus, um eine Hyperopie zu erkennen, insbesondere eine Form, die bei Kindern oder jungen Menschen verborgen bleiben kann.

Bei einer ausführlichen Untersuchung werden zunächst Informationen zu Ihrer eigenen medizinischen Vorgeschichte und der Ihrer Familie erhoben und Ihre Beschwerden besprochen. Anschließend werden verschiedene Tests durchgeführt. Ihre Sehschärfe wird für unterschiedliche Entfernungen gemessen. Danach erfolgt eine Refraktionsprüfung, um den Brechungsfehler des Auges genau zu bestimmen. Bei dieser Untersuchung kann eine objektive Messung mit computergestützten Geräten, sogenannten Autorefraktometern, vorgenommen werden. Alternativ kann der Brechungsfehler mit einer speziellen Lichtquelle und verschiedenen Linsen im Rahmen einer Retinoskopie beurteilt werden.

Insbesondere bei Kindern, jungen Menschen oder Personen, bei denen die Beschwerden nicht mit den gemessenen Werten übereinstimmen, werden sogenannte zykloplegische Augentropfen verwendet, welche den natürlichen Fokussierungsmechanismus des Auges vorübergehend außer Kraft setzen. Mit diesen Tropfen lässt sich der tatsächliche und vollständige Brechungsfehler des Auges einschließlich der latenten Hyperopie und damit der Gesamtgrad der Hyperopie eindeutig bestimmen. Darüber hinaus werden die vorderen und hinteren Augenabschnitte mit einem speziellen Mikroskop, der sogenannten Spaltlampe, ausführlich untersucht, um den allgemeinen Gesundheitszustand der Augen zu beurteilen.

Ja, um Hyperopie besser zu verstehen und den Behandlungsansatz festzulegen, werden verschiedene Klassifikationen verwendet. Die häufigste und bekannteste Klassifikation richtet sich nach der Stärke beziehungsweise dem Grad der Hyperopie. Dabei wird zwischen leichter, mittelgradiger und hochgradiger Hyperopie unterschieden. Die Einteilung richtet sich nach dem in der Brillenverordnung angegebenen Dioptrienwert.

Eine weitere wichtige Unterscheidung erfolgt danach, welchen Einfluss die Fokussierungsfähigkeit des Auges, also die Akkommodation, auf die Hyperopie hat. In diesem Zusammenhang bezeichnet die latente Hyperopie den Anteil, den das Auge durch eigene Anstrengung verdeckt. Als manifeste Hyperopie wird dagegen der Anteil bezeichnet, der trotz dieser Anstrengung bestehen bleibt. Die manifeste Hyperopie lässt sich wiederum in einen fakultativen Anteil, den die Person durch zusätzliche Anstrengung überwinden kann, und einen absoluten Anteil, den sie nicht überwinden kann, unterteilen. Der Wert, der bei einer vollständigen Entspannung der Akkommodation durch Augentropfen gemessen wird, heißt totale Hyperopie.

Hyperopie kann außerdem nach ihrer Ursache als einfach beziehungsweise physiologisch, pathologisch oder funktionell klassifiziert werden. Die einfache Hyperopie ist die häufigste Form und entsteht meist durch als normal geltende Unterschiede in den strukturellen Eigenschaften des Auges. Die pathologische Hyperopie ist dagegen mit Erkrankungen, Verletzungen oder einer abweichenden Entwicklung des Auges verbunden. Diese Klassifikationen helfen dabei, die Situation genauer zu beschreiben und den am besten geeigneten Behandlungsweg festzulegen.

Eine Hyperopie kann, insbesondere wenn sie stark ausgeprägt ist oder im Kindesalter nicht erkannt und korrigiert wird, bestimmte unerwünschte Zustände und Sehprobleme begünstigen. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und gegebenenfalls ein rechtzeitiger Behandlungsbeginn sehr wichtig. Zu den möglichen Komplikationen einer unbehandelten Hyperopie gehören:

  • Amblyopie: Wenn bei Kindern ein Auge stärker hyperop ist als das andere oder beide Augen eine hochgradige Hyperopie aufweisen, kann das Gehirn das besser sehende Auge bevorzugen. Dadurch kann die Sehentwicklung des anderen Auges zurückbleiben. Dies kann zu einer dauerhaften Sehschwäche führen.
  • Schielen: Kinder mit hochgradiger Hyperopie versuchen übermäßig stark zu fokussieren, um klar sehen zu können. Diese übermäßige Fokussierungsanstrengung kann dazu führen, dass die Augen nach innen abweichen. Dies wird als akkommodative Esotropie bezeichnet.
  • Chronische Augenermüdung und Kopfschmerzen: Die ständige Anstrengung, klar zu sehen, kann Augenermüdung, Schmerzen und häufige Kopfschmerzen verursachen. Dadurch können die Lebensqualität und insbesondere bei Kindern die schulischen Leistungen beeinträchtigt werden.
  • Lernschwierigkeiten: Eine unkorrigierte Hyperopie kann bei Kindern zu Schwierigkeiten beim Lesen und Lernen sowie zu Aufmerksamkeitsproblemen führen.
  • Risiko eines Engwinkelglaukoms: Die anatomische Struktur hyperoper Augen, darunter ein kürzeres Auge und ein engerer Vorderkammerwinkel, kann im höheren Alter das Risiko für eine schwerwiegende Form des erhöhten Augeninnendrucks, das Engwinkelglaukom, etwas erhöhen.

Um solche Situationen zu vermeiden, sollte Hyperopie ernst genommen und auf regelmäßige Augenkontrollen nicht verzichtet werden.

Wie sich eine Hyperopie im Laufe der Zeit verändert, ist individuell unterschiedlich. Viele Säuglinge sind bei der Geburt leicht hyperop. Dies ist ein normaler Bestandteil der Augenentwicklung. Während der Augapfel wächst und sich entwickelt, nimmt der Grad der Hyperopie normalerweise von selbst ab oder verschwindet vollständig. Dieser natürliche Vorgang wird als Emmetropisierung bezeichnet und setzt sich in der Regel bis zum Schulalter fort.

Bei manchen Kindern kann die Hyperopie jedoch dauerhaft bestehen bleiben. Im jungen Erwachsenenalter kann eine leichte oder mittelgradige Hyperopie aufgrund der starken Fokussierungsfähigkeit des Auges, also der Akkommodation, unbemerkt bleiben. Die Person kann die Fehlsichtigkeit mithilfe der Augenmuskeln ausgleichen. Dies wird als latente Hyperopie bezeichnet.

Mit zunehmendem Alter, insbesondere nach dem 40. Lebensjahr, beginnt die altersbedingte Schwierigkeit beim Nahsehen, die als Presbyopie bezeichnet wird. Die natürliche Augenlinse verliert an Elastizität und es fällt zunehmend schwerer, nahe Gegenstände zu fokussieren. In dieser Phase macht sich auch eine zuvor latent gebliebene Hyperopie bemerkbar. Betroffene haben Schwierigkeiten, sowohl die bestehende Hyperopie als auch die Presbyopie auszugleichen. Dadurch nehmen die Beschwerden beim Nahsehen zu. Selbst Personen, die zuvor keine Brille getragen haben, können nun eine Lesebrille benötigen. In manchen Fällen kann auch eine leichte Verschlechterung des Sehens in der Ferne wahrgenommen werden. Der Alterungsprozess kann somit die Symptome einer bestehenden Hyperopie deutlicher hervortreten lassen.

Hyperopie und Presbyopie können beide Schwierigkeiten verursachen, nahe Gegenstände deutlich zu sehen. Ihre Ursachen und der Zeitpunkt ihres Auftretens unterscheiden sich jedoch.

Hyperopie ist vor allem eine strukturelle Eigenschaft des Auges. Sie entsteht durch Faktoren wie einen im Vergleich zur Norm kürzeren Augapfel oder eine unzureichende Lichtbrechung durch die Hornhaut. Sie besteht meist von Geburt an oder entwickelt sich im Kindesalter.

Presbyopie ist dagegen eine natürliche Folge des Alterns und macht sich in der Regel ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Sie entsteht dadurch, dass die natürliche Augenlinse im Laufe der Zeit ihre Elastizität verliert und härter wird. Aufgrund dieses Elastizitätsverlusts kann die Linse ihre Form zur Fokussierung naher Gegenstände nur noch eingeschränkt verändern.

Was geschieht, wenn beide Zustände gemeinsam auftreten? Wenn bei einer Person mit Hyperopie zusätzlich eine Presbyopie entsteht, machen sich Schwierigkeiten beim Nahsehen gewöhnlich früher oder stärker bemerkbar. Der Grund dafür ist, dass das Auge bei einer Hyperopie bereits zusätzliche Fokussierungsarbeit für das Nahsehen leisten muss. Wenn die Presbyopie diese Fokussierungsfähigkeit weiter reduziert, fällt es wesentlich schwerer, sowohl die Hyperopie als auch die Presbyopie auszugleichen. Eine Hyperopie, die in jungen Jahren aufgrund der starken Akkommodationsfähigkeit des Auges verborgen blieb, kann mit Beginn der Presbyopie deutlicher werden und den Bedarf an einer Brille erhöhen.

Der langfristige Verlauf einer Hyperopie hängt weitgehend von der Stärke der Fehlsichtigkeit, dem Zeitpunkt der Diagnose und der Wirksamkeit ihrer Behandlung ab. Bei Hyperopie, die im Kindesalter früh erkannt und richtig korrigiert wird, werden in der Regel gute Ergebnisse erzielt. Viele Kinder mit leichter Hyperopie können die Fehlsichtigkeit im Laufe ihrer Augenentwicklung von selbst überwinden. Bleibt eine mittelgradige oder hochgradige Hyperopie jedoch unbehandelt, kann sie zu dauerhaften Problemen wie Amblyopie oder Schielen führen. Regelmäßige Kontrollen und bei Bedarf das Tragen einer Brille sind bei Kindern daher sehr wichtig.

Im Erwachsenenalter verändert sich eine Hyperopie meist nicht wesentlich. Durch die mit zunehmendem Alter hinzukommende Presbyopie nehmen die Beschwerden beim Nahsehen jedoch zu und der Brillenbedarf kann sich verändern. Bei angemessener Korrektur der Hyperopie verfügen Betroffene gewöhnlich über ein angenehmes Sehvermögen. Die Behandlung der Hyperopie umfasst hauptsächlich:

  • Brillen: Die häufigste, sicherste und wirksamste Korrekturmethode.
  • Kontaktlinsen: Eine gute Alternative für Personen, die keine Brille tragen möchten.
  • Refraktive Chirurgie, also Laserbehandlungen: Laserverfahren wie LASIK und PRK oder Operationen mit Intraokularlinsen sollen eine Hyperopie bei geeigneten Personen dauerhaft korrigieren.

Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, sollte nach einer ausführlichen Augenuntersuchung gemeinsam mit Ihrem Augenarzt entschieden werden.

Leider gibt es keine bekannte Möglichkeit, die Entstehung einer Hyperopie vollständig zu verhindern, insbesondere wenn eine genetische Veranlagung besteht. Form und Aufbau unserer Augen werden größtenteils durch erbliche Faktoren bestimmt. Es gibt jedoch vieles, was wir tun können, um die allgemeine Augengesundheit zu schützen und die Auswirkungen möglicher, mit Hyperopie verbundener Probleme zu minimieren. Auch wenn sich die Entstehung einer Hyperopie nur schwer vollständig verhindern lässt, können Sie mit folgenden Maßnahmen Ihre allgemeine Augengesundheit schützen:

  • Regelmäßige Augenuntersuchungen wahrnehmen
  • Eine hochwertige Sonnenbrille zum Schutz vor schädlicher UV-Strahlung tragen
  • Auf eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Mineralstoffen achten, die für die Augengesundheit förderlich sind, etwa grünes Blattgemüse, Fisch und Karotten
  • Bei längerer Nutzung von Computer-, Tablet- oder Mobiltelefonbildschirmen regelmäßig Pausen einlegen, beispielsweise nach der 20-20-20-Regel
  • Für eine ausreichende und geeignete Beleuchtung beim Lesen und Arbeiten sorgen
  • Auf Zigaretten und andere Tabakprodukte verzichten
  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes unter ärztlicher Aufsicht regelmäßig kontrollieren lassen
  • Die Augen vor möglichen Unfällen und Verletzungen schützen.

Welche Art von Sehstörung ist Hyperopie?

Hyperopie entsteht, wenn das Licht aufgrund einer zu kurzen Vorder-Hinter-Länge des Auges oder einer unzureichenden Krümmung der Hornhaut hinter der Netzhaut gebündelt wird. Schwierigkeiten beim Nahsehen sind das deutlichste Symptom.

Welche Symptome treten bei Hyperopie auf?

Die häufigsten Symptome sind Schwierigkeiten, nahe Gegenstände klar zu sehen, Augenermüdung, Kopfschmerzen und verschwommenes Sehen. Besonders langes Lesen oder Arbeiten am Computer verstärkt die Beschwerden.

Wodurch entsteht Hyperopie?

Genetische Faktoren, angeborene Unterschiede der Augenstruktur oder eine altersbedingte Abnahme der Linsenelastizität können eine Hyperopie verursachen. Eine angeborene Hyperopie kommt bei Kindern häufig vor.

Was ist der Unterschied zwischen Hyperopie und altersbedingter Presbyopie?

Hyperopie ist ein struktureller Brechungsfehler, der von Geburt an besteht. Presbyopie entsteht dagegen, wenn die Linse mit zunehmendem Alter ihre Fokussierungsfähigkeit verliert, und tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf.

Wie wird Hyperopie diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine Refraktionsprüfung und eine Augenuntersuchung. Nach einer Untersuchung mit Korrekturgläsern oder Augentropfen wird der Grad des Brechungsfehlers bestimmt und eine geeignete Behandlung geplant.

Wie lässt sich Hyperopie bei Kindern erkennen?

Kinder sehen entfernte Gegenstände normalerweise klar, nehmen nahe Gegenstände jedoch verschwommen wahr. Symptome wie das Zusammenkneifen der Augen, Kopfschmerzen oder Unlust zum Lesen können auf eine Hyperopie hinweisen und erfordern eine frühzeitige Untersuchung.

Welche Methoden werden zur Behandlung von Hyperopie eingesetzt?

Die Behandlung erfolgt meist mit einer Brille oder Kontaktlinsen. Bei Erwachsenen kann eine Laserbehandlung wie LASIK oder PRK eine dauerhafte Korrektur ermöglichen. In schweren Fällen kann eine Operation mit einer Intraokularlinse durchgeführt werden.

Was geschieht, wenn Hyperopie nicht behandelt wird?

Unbehandelt kann die ständige Beanspruchung der Augenmuskeln zu Augenermüdung, Kopfschmerzen und verschwommenem Sehen führen. Bei Kindern kann außerdem das Risiko für Schielen oder Amblyopie steigen.

Kann Hyperopie mit einer Laserbehandlung vollständig korrigiert werden?

Ja, bei Patienten mit geeigneter Hornhautstruktur ist eine dauerhafte Korrektur durch eine Laserbehandlung möglich. Faktoren wie die Qualität des Tränenfilms und das Alter sind jedoch für die Entscheidung über eine Operation wichtig.

Worauf sollten Menschen mit Hyperopie achten?

Sie sollten regelmäßige Augenkontrollen nicht vernachlässigen, ihre Brillenstärke nicht selbst festlegen und bei der Nutzung digitaler Bildschirme Pausen einlegen. Auch das Arbeiten in gut beleuchteten Räumen reduziert die Augenermüdung.

PLANEN WIR DEN ERSTEN SCHRITT GEMEINSAM

Wenn Sie Fragen haben, lassen Sie uns darüber sprechen.

Kontaktieren Sie uns über den für Sie passenden Kanal, um Ihre Untersuchung und Ihren Termin zu planen.

AUGENGESUNDHEIT IN VIDEOS

Hören Sie es von Ihrem Arzt.

Videos zu Augengesundheit, Untersuchungsabläufen und häufig gestellten Fragen.

Alle Videos
Augenlasern

Wie werden Augenlaserverfahren beurteilt?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Göz yüzeyi

Göz kuruluğu hakkında doğru bilinen yanlışlar

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Görme kusurları

Miyopi ve uzağı görememe nasıl değerlendirilir?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Göz sağlığı

Göz tembelliği neden değerlendirilmelidir?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Retina

Gözde uçuşan cisimler ne zaman incelenir?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Lens seçenekleri

Göz içi mercek uygunluğu nasıl belirlenir?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Göz kapağı

Göz kapağı çevresindeki şikayetler nasıl ele alınır?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Çocuk Göz Sağlığı

Çocuklarda Miyopi Artışı ve Çözüm Yöntemleri

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz
Augenlasern

Lazer Ameliyatından Sonra Gözlük Veya Kontak Lens Kullanmam Gerekir Mi?

Assoc. Prof. Dr. Berkay Akmaz

Partnerinstitutionen

Unsere Klinik hat Vereinbarungen mit den folgenden Einrichtungen und privaten Versicherungsunternehmen.