Eine Bindehautentzündung ist eine Entzündung der Konjunktiva, die meistens durch virale oder bakterielle Erreger entsteht. Sie äußert sich durch Rötung, Tränenfluss, Brennen und Ausfluss aus dem Auge. Da sie ansteckend sein kann, sind eine frühzeitige Diagnose und Isolation wichtig.
Eine virale Bindehautentzündung tritt häufig gemeinsam mit einer Grippe oder Erkältung auf. Tränenfluss, Stechen und Lichtempfindlichkeit sind typische Beschwerden. Für die Behandlung reichen meist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen und die Anwendung unterstützender Augentropfen aus.
Eine bakterielle Bindehautentzündung ist durch starken Ausfluss und verklebte Augenlider gekennzeichnet. Mit geeigneten antibiotischen Augentropfen kann innerhalb kurzer Zeit eine Besserung erreicht werden. Unbehandelt kann sie zu ernsteren Komplikationen führen.
Eine allergische Bindehautentzündung entsteht durch Auslöser wie Pollen oder Staub. Sie geht mit starkem Juckreiz und Tränenfluss einher. Antihistaminische Augentropfen und das Meiden des Allergens bilden die Grundlage der Behandlung. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
| Definition | Entzündung der dünnen Membran, der sogenannten Konjunktiva, die den weißen Teil des Auges und die Innenseite der Augenlider bedeckt. |
|---|---|
| Formen |
- Virale Bindehautentzündung: Meist mit einer Erkältung verbunden und ansteckend.
- Bakterielle Bindehautentzündung: Durch eitrigen Ausfluss gekennzeichnet und ansteckend.
- Allergische Bindehautentzündung: Wird durch Allergene wie Pollen und Staub verursacht und ist nicht ansteckend.
- Chemische Bindehautentzündung: Entsteht infolge des Kontakts mit chemischen Substanzen.
| Ursachen |
|---|
- Viren, beispielsweise Adenoviren.
- Bakterien, beispielsweise Staphylokokken und Streptokokken.
- Allergene, beispielsweise Pollen und Tierhaare.
- Chemische Reizstoffe.
- Fremdkörper im Auge.
| Symptome |
|---|
- Rötung der Augen.
- Klarer, gelber oder grüner Augenausfluss.
- Juckreiz oder Brennen im Auge.
- Schwellung der Augenlider.
- Lichtempfindlichkeit.
| Diagnosemethoden |
|---|
- Augenuntersuchung.
- Anlegen einer Kultur aus dem Augenausfluss zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Ursachen.
| Behandlungsmethoden |
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- Viral: Heilt meist von selbst ab. Lindernde Augentropfen können empfohlen werden.
- Bakteriell: Antibiotische Augentropfen oder Salben.
- Allergisch: Antihistaminische Augentropfen und Meidung des Allergens.
- Chemisch: Gründliches Spülen der Augen mit reichlich Wasser und sofortige medizinische Behandlung.
| Komplikationen |
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- Hornhautinfektion in seltenen Fällen.
- Chronische Bindehautentzündung.
- Narbenbildung am Auge in schweren Fällen.
| Vorbeugende Maßnahmen |
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- Regelmäßiges Händewaschen.
- Berührungen der Augen vermeiden.
- Persönliche Gegenstände wie Handtücher und Kissen nicht gemeinsam benutzen.
- Allergene meiden.
| Risikofaktoren |
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- Unzureichende Hygiene.
- Allergische Vorerkrankungen.
- Erkältungen oder Infektionen der oberen Atemwege.
Eine Bindehautentzündung ist eine Entzündung der Konjunktiva, die den weißen Teil des Auges und die Innenseite der Augenlider bedeckt. Sie entsteht üblicherweise durch virale oder bakterielle Infektionen, Allergien oder reizende Substanzen. Zu den typischen Beschwerden gehören Rötung, Tränenfluss, Juckreiz, Brennen und Verklebungen. Infektiöse Formen können ansteckend sein. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann antibiotische Augentropfen, Antihistaminika oder unterstützende Maßnahmen umfassen.
Eine Bindehautentzündung beginnt, wenn die dünne Membran, die als Konjunktiva bezeichnet wird, unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt ist. Viren, Bakterien, Allergene und sogar chemische Substanzen können die Integrität dieser Membran beeinträchtigen und eine Entzündung auslösen. Vergleicht man das Auge mit einem Fenster, gleicht die Konjunktiva einer dünnen Schicht, die Rahmen und Fensterbrett schützt. So wie ein kleiner Riss im Fensterbrett den Innenraum Wind, Regen und schädlichen Einflüssen aussetzen kann, entsteht eine ähnliche Situation an der Bindehaut. Wird diese dünne Membran gereizt, treten Symptome wie Rötung, Brennen und Tränenfluss schnell auf.
Das typischste Symptom einer Bindehautentzündung ist die Rötung. Durch die Entzündung der Konjunktiva erweitern sich die dortigen Blutgefäße. Dies kann mit dem geröteten Aussehen der Augen nach einer schlaflosen Nacht verglichen werden, das ausgeprägter und anhaltender wird. Die Beschwerden beschränken sich jedoch nicht auf die Rötung:
- Tränenfluss (Erhöhte Tränenproduktion): Wenn Viren oder Allergene die Konjunktiva reizen, reagiert das Auge zum eigenen Schutz mit einer stärkeren Tränenproduktion. Dies lässt sich mit einem Wasserhahn vergleichen, der wegen einer abgenutzten Dichtung ständig tropft.
- Stechen und Brennen: Betroffene berichten häufig über ein Gefühl, als befänden sich Sandkörner in den Augen. Dieses Gefühl entsteht durch die Reibung des entzündeten Gewebes an der Oberfläche und die Stimulation der Nervenenden.
- Juckreiz: Bei einer allergischen Bindehautentzündung ist Juckreiz die vorherrschende Beschwerde. Stellen Sie sich das Jucken in der Nase und das Niesen vor, das nach einem langen Aufenthalt im Freien während des Sommers beginnt. Eine ähnliche Reizung kann im Auge auftreten. Wenn Augen und Nase denselben Allergenen ausgesetzt sind, wird eine Bindehautentzündung beinahe unvermeidlich.
- Ausfluss (Eitriger oder Wässriger Ausfluss): Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung tritt starker, dickflüssiger, gelb-grüner Ausfluss auf. Bei einer viralen Bindehautentzündung ist der Ausfluss klarer oder leicht weißlich. So wie sich das schmutzige Wasser aus einem geplatzten Rohr vom sauberen Leitungswasser unterscheidet, kann auch die Beschaffenheit des Ausflusses Hinweise auf die Ursache geben.
- Geschwollene und Morgens Verklebte Augenlider: Auch das Gewebe um die Augen reagiert auf die Entzündung. Schwellungen und miteinander verklebte Augenlider kommen häufig vor.
- Lichtempfindlichkeit (Photophobie): Besonders bei einer viralen Bindehautentzündung kann Lichtempfindlichkeit entstehen, wenn auch die Hornhaut beteiligt ist.
Jedes dieser Symptome gibt Hinweise auf den Verlauf und die Ursache der Erkrankung. Eine eindeutige Diagnose erfordert jedoch häufig eine fachärztliche Augenuntersuchung.
- Wie entsteht eine virale Bindehautentzündung?
Virale Erreger, insbesondere Adenoviren, gehören zu den häufigsten Ursachen einer Bindehautentzündung. Eine Virusinfektion in der Nase oder im Rachen kann leicht auf das Auge übergreifen. So wie beim Beheizen eines Raums warme Luft unbeabsichtigt in einen anderen Raum gelangen kann, besteht auch bei Infektionen im Körper immer die Möglichkeit einer Ausbreitung auf andere Organe. Eine virale Bindehautentzündung verursacht meist klaren, wässrigen Ausfluss und eine deutliche Rötung. Diese Form ist sehr ansteckend und kann sich durch Kontakte wie Händeschütteln mit einer erkrankten Person oder die gemeinsame Benutzung von Handtüchern zu einem Ausbruch entwickeln.
- Welche Merkmale hat eine bakterielle Bindehautentzündung?
Eine bakterielle Bindehautentzündung steht meist mit Bakterien wie Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae oder Haemophilus influenzae in Zusammenhang. Kennzeichnend ist ein dickflüssiger gelb-grüner Ausfluss. Es kann sich sogar so viel Eiter ansammeln, dass die Augenlider beim Aufwachen am Morgen miteinander verklebt sind. Dies kann ein ähnlich unangenehmes Gefühl verursachen wie das mühsame Entfernen einer angebrannten Schicht aus einem in der Küche vergessenen Topf. Zur Behandlung werden häufig antibiotische Augentropfen eingesetzt.
- Warum entsteht eine allergische Bindehautentzündung?
Eine allergische Bindehautentzündung beginnt nach dem Kontakt mit Umweltauslösern wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder chemischen Substanzen. Der Körper reagiert übermäßig, weil er diese Einflüsse als schädlich wahrnimmt. Es können starker Juckreiz, Tränenfluss und manchmal ein fadenförmiger, schleimiger Ausfluss auftreten. So wie ständiges Niesen und eine laufende Nase im Frühling durch die Reizung der Nasenschleimhaut durch Pollen entstehen, wirkt derselbe Mechanismus bei der allergischen Bindehautentzündung auf die Augenoberfläche.
- Unter welchen Bedingungen verursachen chemische und mechanische Faktoren eine Bindehautentzündung?
Das Auge ist ein empfindliches Organ und wird durch den Kontakt mit Chemikalien oder Fremdkörpern gereizt. Ist beispielsweise der Chlorgehalt eines Schwimmbeckens nicht richtig eingestellt, kann dies eine Entzündung der Konjunktiva auslösen. Ein längerer Aufenthalt in staubiger oder windiger Umgebung kann durch feine Partikel, die an der Augenoberfläche haften, ebenfalls ein Krankheitsbild hervorrufen, das einer Bindehautentzündung ähnelt. So wie Staub und Blätter, die bei starkem Wind durch ein offenes Fenster in ein Haus gelangen, Unordnung verursachen, beginnt auch das Auge schnell auf diese Reizstoffe zu reagieren.
- Viren: Insbesondere Adenoviren, Herpes-simplex-Viren und seltener andere virale Erreger.
- Bakterien: Häufige Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken und Haemophilus.
- Allergene: Pollen, Hausstaub, Schimmel, Tierhaare, Parfüm oder Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte.
- Chemische Substanzen: Schwimmbadchlor, Reinigungsmittel, Rauch und Sprühfarben.
- Kontaktlinsen: Nicht richtig gereinigte oder über längere Zeit getragene Kontaktlinsen können Erreger übertragen, die eine Bindehautentzündung auslösen.
- Autoimmun- und Systemerkrankungen: Obwohl selten, können verschiedene Störungen des Immunsystems und systemische Erkrankungen Beschwerden verursachen, die einer Bindehautentzündung ähneln.
Virale und bakterielle Bindehautentzündungen breiten sich besonders in Gemeinschaftseinrichtungen schnell aus. Wenn eine infizierte Person beim Niesen Mund oder Nase nicht bedeckt, können die verteilten Tröpfchen Oberflächen in der Umgebung kontaminieren und andere Menschen leicht anstecken. Gemeinsam benutzte Handtücher, Kosmetikprodukte und Kissenbezüge begünstigen die Übertragung ebenfalls. Dies ähnelt einer kleinen Menge Zucker, die auf einer Küchenarbeitsplatte verschüttet wird, Ameisen anlockt und schnell zu einer ganzen Ameisenstraße führt. Ein kleiner Auslöser kann innerhalb kurzer Zeit eine starke Verbreitung verursachen.
Eine Bindehautentzündung kann meistens anhand klinischer Beobachtungen diagnostiziert werden. Während der Augenuntersuchung kann der Augenarzt durch die Beurteilung des Aussehens der Konjunktiva, der Art des Ausflusses und der Begleitsymptome häufig die richtige Diagnose stellen. Bei Bedarf können weiterführende Untersuchungen erfolgen:
- Bindehautkultur: Insbesondere bei Verdacht auf eine bakterielle Ursache wird eine aus dem Auge entnommene Probe im Labor kultiviert, um das verantwortliche Bakterium zu bestimmen.
- PCR-Test: Zur Diagnose viraler Erreger wie Adenoviren kann die Polymerase-Kettenreaktion eingesetzt werden.
- Zytologische Untersuchung: Ein Abstrich wird unter dem Mikroskop untersucht, um Zelltypen wie Eosinophile zu erkennen, die besonders bei allergischer Bindehautentzündung auftreten.
Diese Untersuchungen werden vor allem bei hartnäckigen oder wiederkehrenden Fällen sowie bei fehlendem Ansprechen auf Standardbehandlungen eingesetzt. Bei einem gewöhnlichen Fall kann der Augenarzt die Diagnose meist durch eine einfache Untersuchung stellen und sofort mit der Behandlung beginnen.
Behandlung einer viralen Bindehautentzündung
- Eine virale Bindehautentzündung heilt bei einem ausreichend funktionierenden Immunsystem meist von selbst ab. Zur Linderung der Beschwerden können künstliche Tränen, kalte Kompressen und manchmal entzündungshemmende Augentropfen empfohlen werden. So wie Antibiotika bei einer leichten Erkältung wirkungslos sind, helfen sie auch nicht gegen eine virale Bindehautentzündung. Bei einem schweren klinischen Verlauf können unter ärztlicher Aufsicht jedoch antivirale Tropfen oder Salben eingesetzt werden.
Behandlung einer bakteriellen Bindehautentzündung
- Antibiotische Augentropfen und Salben bilden die Grundlage der Behandlung einer bakteriellen Bindehautentzündung. Die Behandlungsdauer beträgt gewöhnlich 7 bis 10 Tage. Bei starkem Ausfluss wird eine regelmäßige Reinigung der Augen empfohlen. So wie zum Reinigen eines schmutzigen Tellers Geduld, ein Tuch und ein geeignetes Reinigungsmittel erforderlich sind, sollte auch der Augenausfluss regelmäßig mit einem sterilen Tuch oder sauberem Wasser entfernt werden. Dadurch kann der Infektionserreger nicht lange im Gewebe verbleiben und die Heilung wird beschleunigt.
Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung
- Die Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung beginnt mit der Identifizierung und Meidung des Allergens. Bei schwer vermeidbaren Auslösern wie Pollen werden antihistaminische Augentropfen oder Mastzellstabilisatoren eingesetzt. In schweren Fällen kann der Augenarzt für kurze Zeit kortikosteroidhaltige Augentropfen empfehlen. Diese Medikamente unterdrücken die Entzündung im Auge, ähnlich wie die Feuerwehr ein brennendes Gebäude schnell löscht. Da eine langfristige Anwendung von Kortikosteroiden unerwünschte Wirkungen haben kann, ist eine ärztliche Kontrolle unbedingt erforderlich.
Unterstützende Maßnahmen
- Kalte Kompresse: Sehr wirksam zur Reduzierung von Schwellung und Beschwerden am Auge.
- Künstliche Tränen: Halten die Augenoberfläche feucht und lindern Stechen und Brennen.
- Regelmäßige Augenreinigung: Die Reinigung der Augenpartie mit einem sterilen Tuch oder Wattestäbchen ist besonders bei starkem Ausfluss wichtig.
- Pause bei der Kontaktlinsennutzung: Der Verzicht auf Kontaktlinsen bis zum Abklingen der Bindehautentzündung verhindert eine Ausbreitung oder ein Wiederauftreten der Infektion.
- Handhygiene: Häufiges und richtiges Händewaschen ist möglicherweise die wichtigste Schutzmaßnahme. Besonders vor dem Berühren der Augen sollte man so sorgfältig vorgehen wie ein Chirurg, der sich auf eine Operation vorbereitet.
- Persönliche Gegenstände nicht teilen: Die gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Kosmetikprodukten und Kissenbezügen gehört zu den wichtigsten Ursachen für die Verbreitung der Infektion.
- Berührungen der Augen vermeiden: Das Berühren der Augen mit den Händen oder verschmutzten Materialien ermöglicht es Keimen, sich direkt auf der Konjunktiva anzusiedeln.
- Gemeinschaftsbereiche reinigen: Die regelmäßige Reinigung häufig berührter Oberflächen in stark frequentierten Umgebungen wie Schulen, Wohnheimen und Büros verlangsamt die Ausbreitung.
- Atemhygiene: Beim Niesen oder Husten sollten Mund und Nase immer bedeckt werden, um die Verbreitung von Viren durch Tröpfchen zu verhindern.
- Kontaktlinsenpflege: Kontaktlinsen müssen regelmäßig desinfiziert, entsprechend den vorgesehenen Tragezeiten verwendet und dürfen niemals mit anderen Personen geteilt werden.
Eine einfache Bindehautentzündung kann zu ernsthaften Erkrankungen führen, wenn sie nicht behandelt oder nicht beachtet wird. Manche Betroffene vermeiden lange Zeit professionelle Hilfe, weil sie davon ausgehen, dass die Beschwerden von selbst abklingen. Die Erkrankung kann jedoch manchmal auch die Hornhaut gefährden, die über der Pupille liegt. Die Hornhaut sorgt dafür, dass Licht klar in das Auge eintritt. Hält die Bindehautentzündung lange an, kann sie sich zu einer schwereren Erkrankung wie einer Keratitis, also einer Hornhautentzündung, entwickeln.
Ebenso können sich ausgeprägte bakterielle Infektionen auf das Gewebe um das Auge und sogar auf die Augenhöhle ausbreiten. In diesem Fall ist eine intensive medizinische Behandlung erforderlich. Eine intravenöse Antibiotikatherapie und sogar ein Krankenhausaufenthalt können notwendig werden.
- Starke Augenschmerzen und Sehverlust: Eine gewöhnliche Bindehautentzündung kann leichtes Stechen, Brennen und eine geringfügig verschwommene Sicht verursachen. Starke Schmerzen und eine deutliche Verschlechterung des Sehvermögens sprechen jedoch für eine Erkrankung, die über eine Bindehautentzündung hinausgeht.
- Lichtempfindlichkeit und Weißer Fleck am Auge: Manche Virusinfektionen können die Hornhaut betreffen und Photophobie sowie weiße Flecken auf der Hornhaut verursachen. In diesem Fall sollte unverzüglich eine fachärztliche Untersuchung erfolgen.
- Trotz Behandlung Anhaltende oder Zunehmende Beschwerden: Wenn Rötung, Schwellung und Ausfluss trotz der vom Arzt verschriebenen Antibiotika oder Augentropfen zunehmen, kann ein anderer Erreger oder ein besonders widerstandsfähiger Keim vorliegen.
- Augenrötung und Ausfluss bei Neugeborenen: Wenn eine Bindehautentzündung bei einem Neugeborenen fortschreitet, kann sie dauerhafte Augenschäden verursachen. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung wichtig.
- Starke Beschwerden bei Kontaktlinsenträgern: Wenn bei einer Person, die Kontaktlinsen trägt, plötzlich eine intensive Rötung, Schmerzen oder verschwommenes Sehen auftreten, müssen dringliche Erkrankungen wie ein Hornhautgeschwür ausgeschlossen werden.
- Pause von Arbeit oder Schule: Bei hoch ansteckenden viralen oder bakteriellen Fällen werden einige Tage Ruhe empfohlen. Dies verhindert sowohl die Ausbreitung in Gemeinschaftseinrichtungen als auch eine zusätzliche Belastung der Augen.
- Verwendung von Kosmetikprodukten: Menschen mit Bindehautentzündung sollten besonders Produkte wie Mascara und Kajalstifte gründlich reinigen oder möglichst ersetzen. Andernfalls können dieselben Keime erneut mit den Augen in Kontakt kommen.
- Ernährung und Erholung: Die Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte ist bei der Bekämpfung jeder Infektion wichtig. Eine protein-, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, reichliches Trinken und regelmäßiger Schlaf unterstützen den Heilungsprozess.
- Reiben der Augen vermeiden: Bei zunehmendem Juckreiz möchten viele Menschen ihre Augen reflexartig reiben. Dadurch kann sich die Infektion leichter ausbreiten und die Reizung wird verstärkt. So wie häufiges Kratzen an einem Mückenstich die Stelle rötet und anschwellen lässt, kann auch das Auge durch Reiben geschädigt werden.
- „Eine Bindehautentzündung ist keine ernste Erkrankung und verschwindet ohne Medikamente." Einige leichte Fälle können tatsächlich von selbst abklingen. Liegt jedoch eine bakterielle Infektion oder eine ernsthafte Virusinfektion vor, kann eine verzögerte Behandlung empfindliches Augengewebe einschließlich der Hornhaut schädigen.
- „Kamillenwasser und Teekompressen sind immer hilfreich." Pflanzliche Anwendungen können ohne ärztliche Aufsicht mehr schaden als nutzen. Nicht unter geeigneten hygienischen Bedingungen zubereitete Kräuterkompressen erhöhen das Infektionsrisiko.
- „Bei einer Augenrötung können wir alle vorhandenen Augentropfen verwenden." Nicht alle Augentropfen eignen sich für jede Erkrankung. Die Anwendung antibiotischer Tropfen gegen ein Virus ist unnötig und kann zur Entwicklung von Resistenzen beitragen.
- „Das Schlafen mit Kontaktlinsen ist unbedenklich." Werden Kontaktlinsen länger als vorgesehen getragen, erhöht sich das Risiko einer Bindehautentzündung erheblich. Da die Augenoberfläche nicht genügend Sauerstoff erhält, kann ein idealer Nährboden für Bakterien und Viren entstehen.
- Kontakt mit den Augen begrenzen: Berühren Sie Ihre Augen nicht mit den Händen. Wenn es unvermeidbar ist, waschen Sie Ihre Hände vorher mit Seife.
- Gemeinsame Nutzung persönlicher Gegenstände vermeiden: Produkte wie Kosmetikartikel, Handtücher und Kissenbezüge sollten immer nur von einer Person benutzt werden.
- In stark frequentierten Umgebungen vorsichtig sein: Vermeiden Sie während Ausbruchszeiten möglichst engen Kontakt und das Berühren von Oberflächen.
- Kontaktlinsenpflege nicht vernachlässigen: Reinigen Sie die Linsen täglich, verwenden Sie die von Ihrem Arzt empfohlenen Desinfektionslösungen und entsorgen Sie Linsen nach Ablauf ihrer vorgesehenen Nutzungsdauer.
- Immunsystem stärken: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung verbessern die Fähigkeit des Körpers, Infektionen zu bekämpfen.
Wie viele Tage dauert es, bis eine Bindehautentzündung abheilt?
Die Dauer hängt vom Erreger und dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person ab. Virale Formen klingen gewöhnlich innerhalb von 7-14 Tagen ab. Bakterielle Fälle bessern sich mit einer geeigneten Antibiotikatherapie durchschnittlich innerhalb von 5-7 Tagen. Eine allergische Bindehautentzündung kann so lange fortbestehen, wie der Kontakt mit dem Allergen anhält.
Kommt eine Bindehautentzündung bei Kindern häufiger vor?
Ja. Virale und bakterielle Bindehautentzündungen breiten sich besonders unter Kindern in Schulen oder Kindertagesstätten schnell aus. Kinder, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet, sind wegen unzureichender Hygiene in Gemeinschaftsbereichen und noch nicht vollständig entwickelter Handwaschgewohnheiten anfälliger.
Ist eine Bindehautentzündung während der Schwangerschaft gefährlich?
Eine Bindehautentzündung während der Schwangerschaft stellt für das Kind üblicherweise keine unmittelbare Gefahr dar. Angesichts der Veränderungen des Immunsystems ist es für werdende Mütter jedoch ratsam, bei Anzeichen einer Infektion einen Augenarzt aufzusuchen. Der Behandlungsplan kann an die jeweilige Phase der Schwangerschaft angepasst werden.
Kann eine Bindehautentzündung zu Hause behandelt werden?
Bei leichten Fällen können die vom Arzt empfohlenen unterstützenden Maßnahmen zu Hause Linderung verschaffen. Bei bakteriellen oder schweren viralen Formen ist medizinische Hilfe jedoch unerlässlich. Falsche Hausmittel können eine länger anhaltende Bindehautentzündung zusätzlich verschlimmern.
Besteht ein Zusammenhang zwischen einer Bindehautentzündung und einer Erkältung?
Die meisten viralen Bindehautentzündungen treten gemeinsam mit einer Infektion der oberen Atemwege oder unmittelbar danach auf. Da das Immunsystem in dieser Zeit geschwächt ist, wird der Körper anfälliger für andere Infektionen. Deshalb treten Bindehautentzündungen sowie erkältungs- und grippeähnliche Infektionen während des Jahreszeitenwechsels häufiger auf.












































