Alkohol- und Tabakkonsum gehören zu den wichtigen Faktoren, die sich negativ auf die Augengesundheit auswirken. Rauchen erhöht das Risiko für Katarakt, Makuladegeneration und Schäden am Sehnerv. Alkohol kann langfristig toxische Auswirkungen auf den Sehnerv haben.
Zigarettenrauch verursacht Trockenheit, Rötung und Reizung der Augen. Langjähriges Rauchen kann die Blutgefäße der Netzhaut schädigen und das Risiko eines dauerhaften Sehverlusts erhöhen.
Übermäßiger Alkoholkonsum kann aufgrund eines Vitamin- und Mineralstoffmangels eine Optikusneuropathie verursachen. Diese Erkrankung kann sich durch Gesichtsfeldausfälle und verschwommenes Sehen äußern.
Zum Schutz der Augengesundheit wird empfohlen, den Alkohol- und Tabakkonsum einzuschränken. Regelmäßige Untersuchungen und gesunde Lebensgewohnheiten tragen dazu bei, die Augenfunktionen langfristig zu erhalten.
Die deutlichsten Auswirkungen von Alkohol auf unseren Körper lassen sich an den Kopfschmerzen und der Müdigkeit erkennen, die am nächsten Tag auftreten. Die Auswirkungen sind jedoch nicht darauf beschränkt. Auch unsere Augen können während dieses Prozesses verschiedene kurz- und langfristige Schäden erleiden. Stellen Sie sich einen Automotor vor. Wenn Sie zu viel Kraftstoff oder die falsche Kraftstoffart einfüllen, kann es zu Verstopfungen und Leistungsproblemen im System kommen. Alkohol kann für die Augen als eine Art „falscher Kraftstoff" betrachtet werden. Bei übermäßigem Konsum erweitert er die Blutgefäße, die das Augengewebe versorgen, und kann Druckveränderungen im Auge verursachen.
Kurzfristig treten häufig gerötete Augen, Trockenheit und verschwommenes Sehen auf. Die Trockenheit beeinträchtigt die Qualität der Tränenflüssigkeit und führt dazu, dass der natürliche Schutzfilm des Auges nicht mehr ausreichend funktioniert. Langfristig können die Folgen ernsthafter werden. Chronischer Alkoholkonsum kann beispielsweise das Risiko einer Kataraktbildung erhöhen. Ein Katarakt entsteht, wenn die natürliche Augenlinse ihre Transparenz verliert und das Sehen dadurch trüb wird. Alkohol kann außerdem zu Mangelernährung führen und insbesondere durch einen Mangel an B-Vitaminen Schäden am Sehnerv auslösen. Die anhaltende Wirkung des „falschen Kraftstoffs" verringert mit der Zeit die Leistungsfähigkeit unserer Augen und beeinträchtigt zahlreiche Bereiche, von der Sehqualität bis zur Farbwahrnehmung.
Wir alle wissen, dass die Lunge eines Rauchers dem Rauch ausgesetzt ist. Doch auch die Augen bekommen diesen Rauch zu spüren, selbst wenn sie nur „passiv" betroffen sind. Zahlreiche giftige Substanzen, die mit jedem Atemzug in die Umgebung gelangen, kommen mit der äußeren Augenoberfläche in Kontakt und gelangen in den Blutkreislauf. Dadurch können sie langfristig den Weg für ernsthafte Erkrankungen ebnen. Vielleicht haben Sie in Ihrem Umfeld schon jemanden sagen hören: „Mein Vater raucht seit Jahren und sieht auch nicht mehr gut." Dieser Zusammenhang ist keineswegs Zufall.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Rauchen das Risiko einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) erhöht und Erkrankungen der Augenlinse wie Katarakt begünstigt. Die Auswirkungen des Rauchens auf das Auge lassen sich mit einem rostigen Nagel vergleichen. So wie Rost die Widerstandsfähigkeit von Metall schwächt, erzeugen die freien Radikale im Zigarettenrauch oxidativen Stress im Augengewebe und verringern die Fähigkeit des Auges, sich selbst zu regenerieren. Rauchen wird außerdem mit ernsthaften Problemen wie Glaukom und Schäden am Sehnerv in Verbindung gebracht. Das Glaukom ist eine schleichende Erkrankung, die über viele Jahre hinweg keine deutlichen Symptome verursachen kann. Da Rauchen jedoch auch die allgemeine Gefäßgesundheit beeinträchtigt, erschwert es die Regulierung des Augeninnendrucks und erhöht das Glaukomrisiko.
Nach einem angenehmen Abend mit Freunden kann es manchmal schwerfallen, klar zu sehen, oder es kann eine übermäßige Lichtempfindlichkeit auftreten. Dies sind die ersten Schritte des kurzfristigen Tanzes, den Alkohol mit unseren Augen aufführt. Alkohol beeinträchtigt insbesondere die Koordination zwischen Gehirn und Augen und kann dadurch verschwommenes oder doppeltes Sehen verursachen. So wie sich Geräusche in einem hallenden Raum vermischen, erzeugt Alkohol eine Art „Echo" in den Gehirnsignalen und verringert dadurch die Klarheit der visuellen Signale.
Alkohol kann außerdem die Tränenproduktion reduzieren und dadurch Trockenheit, Rötung und Reizung der Augen verursachen. Viel Wasser zu trinken kann zur Linderung der Trockenheit beitragen. Nach übermäßigem Alkoholkonsum treten die unangenehmen Beschwerden in den Augen am nächsten Tag jedoch häufig auf. Bei manchen Menschen erweitern sich die Pupillen unmittelbar nach dem Alkoholkonsum beim Blick ins Licht übermäßig, wodurch die Empfindlichkeit weiter zunimmt. Die gute Nachricht ist, dass diese kurzfristigen Auswirkungen in der Regel abnehmen, sobald der Alkoholspiegel im Körper sinkt, und keine bleibenden Schäden hinterlassen. Wenn dieser Zustand jedoch ständig wiederholt wird, kann dies langfristig zu einer Abnutzung des Augengewebes führen.
Ein Katarakt lässt sich als allmähliche Eintrübung und Transparenzabnahme der natürlichen Augenlinse beschreiben. Dies ist vergleichbar mit dem Blick durch eine beschlagene Scheibe anstelle einer sauberen Scheibe. Die Entstehung eines Katarakts ist bis zu einem gewissen Grad eine natürliche Veränderung im Alterungsprozess. Rauchen beschleunigt diesen Vorgang jedoch, als würde man einen „Schnellvorlaufknopf" drücken. Studien haben gezeigt, dass das Kataraktrisiko bei Menschen, die lange und stark rauchen, deutlich erhöht ist.
Das grundlegende Problem beim Glaukom besteht darin, dass ein erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv belastet und im Laufe der Zeit zu irreversiblen Sehverlusten führen kann. Rauchen verengt die Blutgefäße und beeinträchtigt die Durchblutung. Dadurch wird die Regulierung des Augeninnendrucks schwieriger, was das Glaukomrisiko potenziell erhöht. Rauchen wirkt sich somit nicht nur auf die Lunge aus, sondern auch auf die kleinen Blutgefäße, die den Sehnerv versorgen. Dadurch kann es den Boden für diese schleichend fortschreitende Erkrankung bereiten.
Alkohol wird manchmal als „Muttrank" bezeichnet, auf unsere Augen hat er jedoch die gegenteilige Wirkung. Bilder verlieren an Klarheit und Einzelheiten lassen sich schwerer erkennen. Dies ähnelt dem flackernden, verschwommenen Bild, das ein schlecht eingestellter Projektor auf eine Leinwand wirft. Einige Gläser, die für einen kurzen Genuss konsumiert werden, verlangsamen die Funktion des zentralen Nervensystems und schwächen die Koordinationsfähigkeit der Augenmuskeln.
Auch die Beeinträchtigung der Farbwahrnehmung ist bemerkenswert. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Rot- und Grüntönen kann schwieriger werden. Ursache dafür sind chemische Veränderungen im Sehzentrum des Gehirns. Alkohol stört wie ein Dirigent den Rhythmus der Zellen, die für die „Synchronisierung" der Farben zuständig sind. Ein seltener Konsum geringer Mengen führt in der Regel nicht dazu, dass diese Probleme dauerhaft werden. Übermäßiger Alkoholkonsum kann jedoch langfristig den Weg für dauerhafte Störungen des Farbsehens oder Schäden am Sehnerv ebnen.
Die Augenoberfläche wird von einem dünnen Tränenfilm geschützt. Dieser Film schützt die Augen vor äußeren Einflüssen und reinigt die Augenoberfläche bei jedem Blinzeln. Die im Zigarettenrauch enthaltenen Chemikalien sabotieren diese Schutzschicht regelrecht. Unabhängig davon, ob Sie in einer Umgebung mit Zigarettenrauch aktiv oder passiv rauchen, wird der Tränenfilm schneller geschädigt und das Trockenheitsgefühl verstärkt.
Das Syndrom des trockenen Auges kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Symptome wie anhaltender Juckreiz, Brennen, Stechen und übermäßiges Tränen bei windigem Wetter können den Alltag erschweren. Rauchen verschlimmert diese Beschwerden, indem es die Qualität des Tränenfilms verringert und das Risiko von Augenreizungen erhöht. Deshalb gelten Raucher als potenzielle „Kandidaten Nummer eins" für trockene Augen. Es sollte außerdem nicht vergessen werden, dass alternative Produkte wie elektronische Zigaretten oder Wasserpfeifen, die häufig als „weniger schädlich" angesehen werden, ähnliche Risiken bergen.
Der Sehnerv gleicht einer „Autobahn für visuelle Daten" zwischen dem Auge und dem Gehirn. Eine Schädigung dieses Nervs kann die korrekte Übertragung visueller Informationen verhindern und das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Starker und langjähriger Alkoholkonsum kann eine toxische Wirkung auf den Sehnerv ausüben und eine sogenannte Optikusneuropathie verursachen. In ihrer einfachsten Form kann sich diese Erkrankung durch eine Verringerung der Sehschärfe oder eine deutliche Beeinträchtigung der Farbwahrnehmung äußern.
In Verbindung mit Ernährungsstörungen, beispielsweise einem Vitamin- und Mineralstoffmangel, kann dieser Schaden wesentlich deutlicher ausfallen. B-Vitamine sind für die Gesundheit des Sehnervs äußerst wichtig. Chronischer Alkoholkonsum schränkt die Aufnahme dieser Vitamine ein und schädigt dadurch den Sehnerv. Obwohl sich die Schäden in manchen Fällen zurückbilden können, kann es bei weit fortgeschrittenen Schäden zu dauerhaftem Sehverlust kommen. Daher gilt ein maßvoller Alkoholkonsum oder der vollständige Verzicht auf Alkohol als einer der entscheidenden Schritte zum Schutz der Augengesundheit.
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung, die normalerweise bei Personen über 60 Jahren auftritt und die Sehschärfe im Zentrum des Gesichtsfeldes beeinträchtigt. Da sie das zentrale Sehen betrifft, erschwert sie alltägliche Tätigkeiten wie das Erkennen von Gesichtern, das Lesen von Büchern oder das Autofahren erheblich. Rauchen wirkt bei der Entstehung einer AMD wie ein „zündender Funke".
Die bei jedem Atemzug aufgenommenen giftigen Chemikalien verursachen in der Makula im hinteren Bereich des Auges die Bildung freier Radikale und oxidative Schäden. So wie Rost die Widerstandsfähigkeit von Metall zerstört, lassen diese Chemikalien die Makula regelrecht „rosten" und vorzeitig verschleißen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Raucher ein zwei- bis dreimal höheres Risiko haben, an AMD zu erkranken, als Nichtraucher. Außerdem besteht das Risiko, dass die Erkrankung in einem früheren Alter auftritt. Eine AMD, von der häufig angenommen wird, dass sie nur ältere Menschen betrifft, kann deshalb bei Rauchern bereits früher auftreten.
Stellen Sie sich vor, Sie versuchen, ein Haus vor Feuchtigkeit zu schützen. Wenn Sie sowohl das Fenster offen lassen als auch den Luftbefeuchter nicht ausschalten, verschärft sich das Feuchtigkeitsproblem im Haus. Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Zigaretten erzeugt für die Augen eine ähnliche „Doppelbelastung". Rauchen verengt einerseits die Blutgefäße und schädigt das Augengewebe durch giftige Substanzen. Alkohol bringt andererseits den Flüssigkeitshaushalt des Körpers durcheinander, trocknet die Augen aus und schädigt den Sehnerv.
Diese doppelte Wirkung kann insbesondere das Fortschreiten von Erkrankungen wie AMD, Katarakt und Optikusneuropathie beschleunigen. Ein durch Rauch bereits belasteter Tränenfilm wird beispielsweise durch die entwässernde Wirkung von Alkohol zusätzlich geschwächt. Dadurch verwandeln sich die Augen in eine „trockene Wüste". Die durch Rauchen verringerten Antioxidantienspiegel treffen gleichzeitig auf die durch Alkohol verursachten Mangelerscheinungen, wodurch im Augengewebe ein regelrechter „Sturm aus oxidativem Stress" entsteht. All diese Faktoren können zu häufigeren und schwerwiegenderen Augenerkrankungen führen.
Auch wenn die bisher beschriebenen Auswirkungen negativ erscheinen, gibt es eine gute Nachricht. Der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten unterstützt die Augengesundheit erheblich. Der Körper besitzt die Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren. Eine Reduzierung oder vollständige Beendigung des Alkoholkonsums führt zunächst zu einer Verringerung trockener Augen. Eine Verbesserung der Tränenqualität und eine Abnahme der Augenrötung gehören normalerweise zu den ersten bemerkbaren positiven Veränderungen. Mit der Zeit verbessert sich außerdem die Nährstoffaufnahme. Dadurch stehen den Augen mehr Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung.
Der Verzicht auf das Rauchen verlangsamt langfristig die Entwicklung von AMD und Katarakt. Untersuchungen zeigen, dass das Risiko für Augenerkrankungen bei ehemaligen Rauchern mit der Zeit abnimmt. Nach dem Rauchstopp erholt sich beispielsweise die Gefäßstruktur bis zu einem gewissen Grad, wodurch sich der Augeninnendruck leichter regulieren lässt. Dies trägt dazu bei, das Fortschreiten schleichender Erkrankungen wie Glaukom zu verlangsamen. Wenn das Rauchen beendet wird, nehmen außerdem oxidativer Stress und chronische Entzündungen im Auge ab. Dadurch können die Augen wieder regelrecht „aufatmen".












































