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Kataraktoperation: Erfahrungen und Beschwerden von Patienten

Erfahrungsberichte von Personen nach einer Kataraktoperation konzentrieren sich meist auf die Sehschärfe, die Farbwahrnehmung, den Brillenbedarf nach der Operation und Beschwerden während der Heilungsphase. Bei einer Kataraktoperation wird die getrübte natürliche Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt. Das Ergebnis der Operation hängt nicht nur vom chirurgischen Eingriff ab, sondern auch vom Zustand der […]

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Kataraktoperation: Erfahrungen und Beschwerden von Patienten

Erfahrungsberichte von Personen nach einer Kataraktoperation konzentrieren sich meist auf die Sehschärfe, die Farbwahrnehmung, den Brillenbedarf nach der Operation und Beschwerden während der Heilungsphase. Bei einer Kataraktoperation wird die getrübte natürliche Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt. Das Ergebnis der Operation hängt nicht nur vom chirurgischen Eingriff ab, sondern auch vom Zustand der Netzhaut und der Hornhaut, von der Wahl der Intraokularlinse und von begleitenden Augenerkrankungen. Persönliche Erfahrungen allein lassen daher keine Rückschlüsse auf das Ergebnis oder die Heilungsdauer bei einem anderen Patienten zu.

Nach einer Kataraktoperation können Stechen, tränende Augen, eine leichte Rötung, Lichtempfindlichkeit und vorübergehend unscharfes Sehen auftreten. Ein Teil dieser Beschwerden kann während der Heilungsphase vorkommen, jedoch sollte nicht jede Beschwerde als normal betrachtet werden. Bei starken Schmerzen, zunehmender Rötung, einer plötzlichen Sehverschlechterung oder dem Gefühl eines Vorhangs im Gesichtsfeld sollte der geplante Kontrolltermin nicht abgewartet werden. Bei der postoperativen Beurteilung werden die Schwere der Symptome und die Befunde der Augenuntersuchung gemeinsam berücksichtigt.

Was zeigen Erfahrungsberichte von Personen nach einer Kataraktoperation?

Erfahrungsberichte von Personen nach einer Kataraktoperation können dabei helfen zu verstehen, welche Erwartungen Patienten entwickeln und welche Veränderungen sie während der Heilungsphase wahrnehmen können. Manche Personen berichten, dass sie Farben intensiver oder ihre Umgebung heller wahrnehmen, während bei anderen das Sehen in den ersten Tagen unscharf sein kann. Der Brillenbedarf, Ringe um Lichtquellen und Unterschiede im Sehvermögen zwischen beiden Augen gehören ebenfalls zu den häufig genannten Themen. Eine positive oder negative Erfahrung bedeutet jedoch nicht, dass die Operation bei allen Menschen zum selben Ergebnis führen wird.

Nach Angaben des National Eye Institute verbessert sich das Sehvermögen bei etwa 9 von 10 Personen, die sich einer Kataraktoperation unterziehen. Diese Zahl bedeutet nicht, dass jeder Patient ohne Brille oder vollkommen scharf sehen wird. Hornhauterkrankungen, Makulaerkrankungen, diabetische Netzhautveränderungen, Glaukom und Erkrankungen des Sehnervs können die Sehfähigkeit nach der Operation beeinflussen. Die Behandlungsentscheidung und die Steuerung der Erwartungen sollten stärker auf einer ausführlichen Augenuntersuchung als auf Erfahrungsberichten im Internet beruhen.

Die 6 häufigsten Beschwerden nach einer Kataraktoperation

Die Antwort auf die Frage, welche Beschwerden nach einer Kataraktoperation auftreten, kann je nach angewandtem Operationsverfahren und individueller Augenstruktur unterschiedlich ausfallen. In der ersten Zeit nach der Operation können leichte Beschwerden auftreten, von denen einige mit der Zeit abnehmen können. Zunehmende Symptome oder eine erneute Verschlechterung des zuvor verbesserten Sehens sollten gesondert beurteilt werden. Während der Heilungsphase können die folgenden 6 Beschwerden angegeben werden:

  • Unscharfes, nebliges oder schwankendes Sehen.
  • Stechen, Brennen oder Fremdkörpergefühl im Auge.
  • Leichte Rötung, tränende Augen oder Schwellung des Augenlids.
  • Lichtempfindlichkeit und Blendung.
  • Ringe oder Lichtschein um Lichtquellen.
  • Fortbestehender Brillenbedarf nach der Operation.

Diese Symptome können bei derselben Person gemeinsam auftreten und jeweils unterschiedliche Ursachen haben. Unscharfes Sehen kann beispielsweise mit einem Hornhautödem zusammenhängen, während schwankendes Sehen durch eine trockene Augenoberfläche verursacht werden kann. Ringe um Lichtquellen können mit der optischen Struktur der Intraokularlinse, der Pupillengröße oder einer verbleibenden Fehlsichtigkeit zusammenhängen. Die Ursache der Beschwerden kann nicht allein anhand der Symptome eindeutig festgestellt werden.

Was verursacht unscharfes Sehen?

Es ist nicht bei jedem Patienten zu erwarten, dass das Sehvermögen unmittelbar nach der Operation vollständig klar ist. Die zur Pupillenerweiterung verwendeten Tropfen, ein vorübergehendes Hornhautödem und Unregelmäßigkeiten der Augenoberfläche können in den ersten Stunden oder Tagen zu unscharfem Sehen führen. Mit dem Rückgang des Hornhautödems kann das Sehen klarer werden, die Heilungsgeschwindigkeit ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Bei manchen Augen mit einer geringen Anzahl von Hornhautendothelzellen oder nach einer länger dauernden Operation kann der Rückgang des Ödems mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Anhaltendes unscharfes Sehen hängt nicht immer mit der Hornhaut zusammen. Ein zystoides Makulaödem, das durch Flüssigkeitsansammlung im Zentrum der Netzhaut entsteht, eine verbleibende Fehlsichtigkeit, die Position der Intraokularlinse oder bereits bestehende Netzhauterkrankungen können die Sehschärfe beeinflussen. Auch eine erneute Verschlechterung des zunächst verbesserten Sehens sollte gesondert untersucht werden. Bei einem plötzlichen oder deutlichen Sehverlust sollte der geplante Kontrolltermin nicht abgewartet werden.

Warum treten Stechen, Trockenheit und tränende Augen auf?

Die kleinen Schnitte in der Hornhaut und das Offenbleiben der Augenoberfläche während der Kataraktoperation können den Tränenfilm vorübergehend beeinflussen. Dadurch können Stechen, Brennen, Sandkorngefühl und Fremdkörpergefühl auftreten. Bei manchen Personen kann es als Reaktion auf die Trockenheit auch zu tränenden Augen kommen. Bei Personen, die bereits vor der Operation trockene Augen oder eine Erkrankung der Lidränder hatten, können die Beschwerden deutlicher ausgeprägt sein.

Künstliche Tränen und eine bei Bedarf erforderliche Lidpflege werden anhand der Untersuchungsbefunde geplant. Da nicht alle Tropfen dieselben Inhaltsstoffe enthalten, sollte kein Produkt verwendet werden, das einer anderen Person empfohlen wurde. Die Häufigkeit und Anwendungsdauer von kortison- oder antibiotikahaltigen Tropfen sollten nicht eigenmächtig verändert werden. Bei länger anhaltender Trockenheit können der Tränenfilm, die Hornhautoberfläche und die Talgdrüsen der Augenlider erneut beurteilt werden.

Sind Rötung und Schwellung des Augenlids normal?

Nach der Operation können eine leichte Rötung oder ein begrenzter Blutungsbereich auf dem weißen Teil des Auges auftreten. Eine leichte Schwellung des Augenlids kann mit den verwendeten Tropfen, den Instrumenten zum Offenhalten des Lids oder der Reaktion des Gewebes auf den Eingriff zusammenhängen. Es wird erwartet, dass diese Befunde mit der Zeit abnehmen, ein genauer Zeitraum kann jedoch nicht für jeden angegeben werden. Eine zunehmende Rötung oder eine Schwellung, die von Schmerzen oder Ausfluss begleitet wird, sollte nicht als normaler Heilungsbefund betrachtet werden.

Eine oberflächliche Blutung auf dem weißen Teil des Auges beeinträchtigt das Sehvermögen meist nicht. Eine intraokulare Blutung, eine Infektion oder ein Druckanstieg lassen sich dagegen nicht allein durch eine äußere Betrachtung des Auges unterscheiden. Pflanzliche Mischungen, Cremes oder Kompressen sollten nicht ohne ärztliche Empfehlung im Augenbereich angewendet werden. Wenn eine deutliche Schwellung zusammen mit einer Veränderung des Sehens auftritt, ist eine Augenuntersuchung erforderlich.

Was verursacht Lichtempfindlichkeit, Halos und Blendung?

Die neue Intraokularlinse leitet das Licht anders als die durch den Katarakt getrübte natürliche Linse. In der ersten Zeit kann diese Veränderung dazu führen, dass Lichtquellen heller wahrgenommen werden und nachts Ringe oder Blendung auftreten. Eine trockene Augenoberfläche, verbleibender Astigmatismus, die Pupillengröße und die Position der Intraokularlinse können die Beschwerden ebenfalls beeinflussen. Eine Sonnenbrille kann im Freien für mehr Komfort sorgen, beseitigt jedoch nicht die Ursache anhaltender oder zunehmender Beschwerden.

Bei multifokalen oder trifokalen Intraokularlinsen wird das Licht auf mehrere Brennpunkte verteilt, weshalb dysphotoptische Beschwerden wie Halos und Blendung deutlicher ausgeprägt sein können. Das Gehirn kann sich mit der Zeit an das neue Bild gewöhnen, ein vollständiges Verschwinden der Beschwerden kann jedoch nicht für jeden Patienten garantiert werden. Personen, die häufig nachts Auto fahren oder beruflich bei schwachem Licht detailliert sehen müssen, sollten diese Anforderungen vor der Operation angeben. Visuelle Beschwerden, die den Alltag oder die Fahrsicherheit beeinträchtigen, sollten bei der Kontrolluntersuchung beurteilt werden.

Ist nach einer Kataraktoperation eine Brille erforderlich?

Das Hauptziel einer Kataraktoperation besteht darin, das Sehvermögen durch die Entfernung der getrübten natürlichen Linse zu verbessern. Ob nach der Operation eine Brille erforderlich ist, hängt von der gewählten Intraokularlinse, dem angestrebten Refraktionswert, einem Astigmatismus und der Heilung des Auges ab. Vollständig brillenfreies Sehen kann nicht mit jedem Linsentyp und nicht in jeder Entfernung garantiert werden. Nach der Operation können eine leichte Myopie, Hyperopie oder ein Astigmatismus verbleiben.

Monofokale Linsen werden meist so geplant, dass sie auf eine bestimmte Entfernung fokussieren. Nach der Implantation einer für die Ferne eingestellten monofokalen Linse kann zum Lesen in der Nähe eine Brille erforderlich sein. Torische Linsen können bei geeigneten Patienten zur Verringerung eines Hornhautastigmatismus erwogen werden, beseitigen den Brillenbedarf jedoch nicht mit Sicherheit. Multifokale oder trifokale Linsen sollen die Abhängigkeit von einer Brille in verschiedenen Entfernungen reduzieren, können jedoch optische Effekte wie nächtliche Halos, Blendung und Veränderungen der Kontrastempfindlichkeit verursachen.

Auch Monovision, bei der beide Augen auf unterschiedliche Entfernungen eingestellt werden, kann bei manchen Personen erwogen werden. Diese Methode ist hinsichtlich Tiefenwahrnehmung und Sehkomfort möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die Linsenauswahl sollte nicht allein auf dem Wunsch beruhen, keine Brille zu tragen. Der Zustand von Netzhaut und Hornhaut, der Beruf, die alltäglichen Sehanforderungen und mögliche optische Nebenwirkungen sollten gemeinsam verglichen werden.

Kann ein Katarakt nach der Kataraktoperation zurückkehren?

Da die bei der Operation entfernte natürliche Linse nicht erneut entsteht, kehrt der Katarakt in derselben Linse nicht zurück. Die hintere Kapsel, welche die künstliche Linse trägt, kann jedoch mit der Zeit ihre Transparenz verlieren. Dieser als hintere Kapseltrübung bezeichnete Zustand wird umgangssprachlich als sekundärer Katarakt bezeichnet. Er kann Wochen, Monate oder Jahre später erneut zu nebligem Sehen, Blendung oder Kontrastverlust führen.

Nach Angaben des National Eye Institute kann sich bei bis zu 2 von 5 Personen nach einer Kataraktoperation eine hintere Kapseltrübung entwickeln. Dieser Anteil kann je nach verwendeter Linse, Alter, Nachbeobachtungszeit und individuellen Eigenschaften variieren. Wenn die Trübung das Sehvermögen beeinträchtigt, kann mit einer YAG-Laser-Kapsulotomie ein Fenster in der getrübten Kapsel entlang der Sehachse geschaffen werden. Das Verfahren wird nicht automatisch bei jeder Unschärfe angewendet. Die Notwendigkeit wird anhand der Untersuchungsbefunde bestimmt, und mögliche Risiken werden vor dem Eingriff beurteilt.

Welche seltenen Komplikationen kann eine Kataraktoperation haben?

Auch wenn schwere Komplikationen nach einer Kataraktoperation selten auftreten, ist das Risiko nicht vollständig ausgeschlossen. Eine intraokulare Infektion, Netzhautablösung, ein zystoides Makulaödem, Veränderungen des Augeninnendrucks, ein dauerhaftes Hornhautödem und eine Verlagerung der Intraokularlinse gehören zu den möglichen Problemen. Zeitpunkt und Symptome sind nicht bei jeder Komplikation gleich. Die postoperative Nachsorge dient daher nicht nur der Messung des Sehvermögens.

Intraokulare Infektion

Eine Endophthalmitis ist eine nach der Operation mögliche intraokulare Infektion, die das Sehvermögen bedrohen kann. In einer Untersuchung des IRIS Registry mit 8.542.838 Kataraktoperationen in den Vereinigten Staaten wurde die Rate einer innerhalb der ersten 30 Tage auftretenden akuten Endophthalmitis mit 0,04 Prozent angegeben. Dieser Wert zeigt, dass die Infektion selten ist, das individuelle Risiko kann jedoch je nach Eigenschaften der Operation und begleitenden Erkrankungen variieren. Bei zunehmenden Schmerzen, starker Rötung, Lichtempfindlichkeit oder einer plötzlichen Sehverschlechterung ist eine sofortige Augenuntersuchung erforderlich.

Probleme mit Netzhaut, Makula und Augeninnendruck

Ein zystoides Makulaödem kann durch Flüssigkeitsansammlung in der Makula, dem zentralen Bereich der Netzhaut, zu unscharfem oder verzerrtem Sehen führen. Ein Netzhautriss oder eine Netzhautablösung kann sich durch Lichtblitze, eine plötzliche Zunahme von Glaskörpertrübungen und einen vorhangartigen Schatten im Gesichtsfeld bemerkbar machen. Der Augeninnendruck kann nach der Operation vorübergehend oder längerfristig ansteigen und bei manchen Personen Schmerzen, Kopfschmerzen oder unscharfes Sehen verursachen. Die Unterscheidung dieser Probleme erfolgt durch eine Untersuchung des Augenhintergrunds, eine Augeninnendruckmessung und bei Bedarf durch bildgebende Verfahren.

Verlagerung der Intraokularlinse

Die in das Auge eingesetzte Linse kann sich selten aus der Mitte verschieben oder zusammen mit dem sie tragenden Kapselsystem verlagern. Dies kann sich durch unscharfes Sehen, Doppelbilder auf einem Auge, das Wahrnehmen des Linsenrandes oder eine plötzliche Veränderung des Sehens äußern. Leichte Verlagerungen, die das Sehvermögen nicht beeinträchtigen, können beobachtet werden, während bei einer deutlichen Verlagerung eine operative Korrektur erforderlich sein kann. Das weitere Vorgehen richtet sich nach der Position der Linse, der Kapselunterstützung und dem Zustand anderer Augenstrukturen einschließlich der Netzhaut.

Was sollte während der Heilungsphase beachtet werden?

Die nach der Operation verschriebenen Tropfen sollten in der angegebenen Häufigkeit und für die vorgesehene Dauer angewendet werden. Es ist wichtig, das Auge nicht zu reiben, vor der Anwendung der Tropfen die Hände zu waschen und den schützenden Augenverband für den empfohlenen Zeitraum zu verwenden. Einschränkungen im Zusammenhang mit Wasser, Make-up, Schwimmbad, Meer, schwerem Heben und Sport können sich je nach Eingriff und individuellem Heilungsverlauf unterscheiden. Das Autofahren sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn das Sehvermögen ausreichend ist und der Arzt es für geeignet hält.

Bei den Kontrolluntersuchungen können die Hornhaut, der Augeninnendruck, die Position der Intraokularlinse und die Netzhaut beurteilt werden. Medikamente sollten nicht vorzeitig abgesetzt, und für andere Patienten verschriebene Tropfen sollten nicht verwendet werden. Auch leichte Beschwerden, die länger als erwartet anhalten, können eine Kontrolle erforderlich machen. Der Untersuchungsplan wird entsprechend den Begleiterkrankungen und den während der Operation festgestellten Befunden individuell angepasst.

Welche Symptome müssen umgehend untersucht werden?

Starke oder zunehmend stärker werdende Schmerzen, eine deutliche Rötung, Ausfluss und eine plötzliche Sehverschlechterung erfordern noch am selben Tag eine Untersuchung. Lichtblitze, eine plötzliche Zunahme von Glaskörpertrübungen oder ein dunkler Vorhang im Gesichtsfeld können mit einem Netzhautriss oder einer Netzhautablösung zusammenhängen. Starke Lichtempfindlichkeit, Augenschmerzen in Verbindung mit Übelkeit oder das Gefühl, dass sich die Intraokularlinse verschoben hat, sollten ebenfalls nicht ignoriert werden. Die Ursache dieser Symptome kann weder online noch telefonisch eindeutig festgestellt werden.

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