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Intelligente Linse

Kann man sich zweimal einer Augenlaseroperation unterziehen?

Eine Augenlaseroperation, beispielsweise LASIK, PRK oder SMILE, kann bei Bedarf ein zweites Mal durchgeführt werden. Wurde nach der ersten Operation nicht die gewünschte Sehkorrektur erreicht oder ist die Fehlsichtigkeit erneut angestiegen, kann eine zweite Laserbehandlung erwogen werden. Die Entscheidung richtet sich nach der Struktur des Auges. Vor einer zweiten Laseroperation werden die Hornhautdicke und die […]

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Kann man sich zweimal einer Augenlaseroperation unterziehen?

Eine Augenlaseroperation, beispielsweise LASIK, PRK oder SMILE, kann bei Bedarf ein zweites Mal durchgeführt werden. Wurde nach der ersten Operation nicht die gewünschte Sehkorrektur erreicht oder ist die Fehlsichtigkeit erneut angestiegen, kann eine zweite Laserbehandlung erwogen werden. Die Entscheidung richtet sich nach der Struktur des Auges.

Vor einer zweiten Laseroperation werden die Hornhautdicke und die allgemeine Augengesundheit ausführlich untersucht. Bei Patienten mit unzureichender Gewebedicke ist eine erneute Laserbehandlung möglicherweise nicht möglich.

Eine zweite Operation wird nicht durchgeführt, bevor die Heilung nach dem ersten Eingriff abgeschlossen ist. In der Regel wird mindestens mehrere Monate gewartet. Während dieses Zeitraums werden die Stabilität des Auges beobachtet und mögliche Risiken beurteilt.

Eine erneute Laseroperation kann bei geeigneten Patienten sichere Ergebnisse ermöglichen. Es sollten jedoch auch alternative Behandlungsmethoden berücksichtigt werden. Die fachärztliche Beurteilung ist der wichtigste Schritt bei der Erstellung des richtigen Behandlungsplans.

Obwohl die erste Augenlaseroperation, beispielsweise LASIK, PRK oder SMILE, in der Regel sehr erfolgreich ist, heilt jedes Auge etwas anders. Nach der Operation kann ein geringer Restfehler, eine sogenannte Restrefraktion, bestehen bleiben. Dieser kann trotz deutlicher Verbesserung weiterhin eine Brille oder Kontaktlinsen erforderlich machen. In einem anderen Szenario kann sich das Auge im Laufe der Zeit scheinbar teilweise wieder in Richtung seiner ursprünglichen Fehlsichtigkeit verändern. Dies wird als Regression bezeichnet. Wenn nach der ersten Operation keine vollkommen klare Sicht erreicht wurde oder verschwommenes Sehen später erneut auftritt, kann daher eine zweite Operation infrage kommen.

Auch natürliche altersbedingte Veränderungen können eine zusätzliche Laseroperation erforderlich machen. Die nach dem 40. Lebensjahr auftretende Presbyopie erschwert das Sehen in der Nähe. Eine Laseroperation kann zwar die Fern- oder Intermediärsicht verbessern, verhindert aber nicht, dass die natürliche Augenlinse mit zunehmendem Alter ihre Elastizität verliert. Auch der Katarakt gehört zu den häufigsten altersbedingten Augenerkrankungen. In solchen Situationen stellt sich möglicherweise die Frage, ob eine Korrektur durch eine zweite Laseroperation möglich ist.

Jedes Auge und jede Fehlsichtigkeit sind unterschiedlich. Die Entscheidung über eine zweite Laseroperation hängt deshalb von zahlreichen Parametern ab. Dazu gehören die Augengesundheit, Hornhautdicke, Technik der ersten Operation, mögliche postoperative Komplikationen, das Alter des Patienten und die persönlichen Erwartungen.

Manche Patienten erwarten nach der Operation eine Sehschärfe von 20/20 und sind enttäuscht, wenn sie 20/25 oder 20/30 erreichen, was nur einer geringfügigen Unschärfe entspricht. Statistisch erreichen nach der ersten Augenlaseroperation ungefähr 99 Prozent der Patienten eine Sehschärfe von 20/40 oder besser. Dies ist für alltägliche Aktivitäten grundsätzlich vollkommen ausreichend. Mehr als 90 Prozent erreichen 20/20. Angesichts dieser Werte wäre es in den meisten Fällen nicht angemessen, von einer erfolglosen Operation zu sprechen. Die meisten Menschen werden vollständig unabhängig von einer Brille. Auch der kleine verbleibende Anteil kommt im Alltag meist ohne Brille gut zurecht.

Manche Patienten möchten ihre Abhängigkeit von einer Brille oder Kontaktlinsen jedoch vollständig beseitigen. Auch Beruf und Lebensstil können diese Erwartung beeinflussen. Für einen Piloten, Chirurgen oder Profisportler kann selbst eine Abweichung von 1 Prozent bedeutsam sein. Ist besonders klares Sehen in der Nacht erforderlich, können bereits leichte Lichtstreuungen, Halos oder Blendungen den Komfort vermindern. Der Erfolg der Operation wird deshalb nicht nur anhand von Zahlen, sondern auch anhand der Erwartungen und Anforderungen des täglichen Lebens beurteilt. Eine kleine Nachkorrektur durch eine zweite Laseroperation kann helfen, diese Erwartungen zu erfüllen.

Bei der ersten Augenlaseroperation können Myopie, Hyperopie und Astigmatismus erheblich korrigiert werden. Beginnt die Behandlung jedoch bei einer hohen Fehlsichtigkeit, beispielsweise bei einer Myopie von mehr als -6,00 Dioptrien, muss mehr Hornhautgewebe abgetragen werden. In seltenen Fällen kann dadurch ein Restfehler von ungefähr -1,00 Dioptrien bestehen bleiben. Nach Abschluss der Heilungsphase kann dieser verbleibende Fehler mit einer zweiten Operation korrigiert werden.

Ein weiterer altersbedingter Faktor ist die Presbyopie. Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse ihre Elastizität und scharfes Sehen in der Nähe wird schwieriger. Menschen, die in ihren 30ern operiert wurden und eine sehr gute Fernsicht erreicht haben, können in ihren 40ern Schwierigkeiten beim Lesen bekommen und glauben, dass sich das Operationsergebnis verschlechtert hat. Tatsächlich ist dieser neue Zustand eine Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Eine Laseroperation stoppt diesen Prozess nicht, sondern verändert lediglich die Form der Hornhaut. Deshalb kann manchmal ein zweiter Eingriff empfohlen werden, um die Nahsicht zu verbessern. Spezielle Behandlungsprotokolle wie Monovision oder Laser Blended Vision können eingesetzt werden. Dabei werden die Alltagsgewohnheiten, der Beruf und die Erwartungen des Patienten berücksichtigt.

Trockene Augen gehören zu den am häufigsten besprochenen Beschwerden nach Augenlaseroperationen. Da die Nerven an der Augenoberfläche durch den Eingriff teilweise unterbrochen werden können, sind Schwankungen der Tränenproduktion möglich. Den verfügbaren Daten zufolge können nach LASIK bei fast der Hälfte der Patienten unterschiedlich starke Beschwerden durch trockene Augen auftreten. Diese nehmen in der Regel innerhalb mehrerer Wochen oder Monate deutlich ab. Bei Menschen mit einer bereits bestehenden Erkrankung des trockenen Auges können sie jedoch länger anhalten. Die Trockenheit kann auch die Sehqualität beeinträchtigen und den Eindruck erwecken, dass die Operation nicht das gewünschte Ergebnis erbracht hat.

In einem solchen Fall ist es sehr wichtig, die trockenen Augen vor einer zweiten Laseroperation unter Kontrolle zu bringen. Auch bei Menschen mit bereits diagnostizierten trockenen Augen oder allergischer Augenstruktur können Heilung und Sehqualität unterschiedlich verlaufen. Sind die Beschwerden nach der ersten Operation stark oder dauerhaft, erfolgt vor einem zweiten Eingriff eine ausführliche Untersuchung des Tränenfilms. Dabei soll unterschieden werden, ob die Beschwerden durch eine mit einer zweiten Operation korrigierbare Fehlsichtigkeit oder durch die von trockenen Augen verursachte Unschärfe entstehen.

Auch technische Schwierigkeiten während der ersten Operation können das Ergebnis geringfügig beeinflussen. Ein Beispiel ist eine unzureichende Fixation, bei der der Patient nicht vollständig auf den Zielpunkt fokussieren kann. Kleine Augenbewegungen während der Ausrichtung des Lasers können verhindern, dass die Hornhaut exakt wie geplant geformt wird. Solche technischen Probleme können ebenfalls zur Entscheidung für eine zweite Operation beitragen. Patient und Arzt können das Risiko einer Wiederholung reduzieren, indem sie fortschrittlichere Blickverfolgungssysteme oder eine andere Operationstechnik erwägen.

Die erste LASIK-Operation weist sehr hohe Erfolgsraten auf. Etwa 1-2 Prozent der Patienten benötigen jedoch eine kleine Nachkorrektur. Einer oder zwei von hundert Patienten könnten also angeben, dass die erreichte Sehschärfe nicht vollständig den Erwartungen entspricht und eine kleine Anpassung benötigt wird. In einigen Studien wurden genauere Werte von 0,7-2 Prozent angegeben. Bei einer höheren Ausgangsmyopie oder einer weniger idealen Hornhautform kann dieser Anteil steigen.

Wie erfolgreich ist die zweite Operation? Obwohl große und umfassende Untersuchungen zu wiederholten Eingriffen nur begrenzt verfügbar sind, zeigen die bestehenden Daten, dass auch Zweitoperationen oder Nachkorrekturen sehr gute Ergebnisse erzielen können. Sind nach dem ersten Eingriff keine schweren Komplikationen wie dauerhafte Hornhautschäden oder ungewöhnliches Narbengewebe aufgetreten und besitzt das Auge noch eine ausreichende Hornhautdicke, sind die Ergebnisse im Allgemeinen zufriedenstellend.

Die Statistiken zeigen außerdem, dass der Zeitfaktor eine Rolle spielt. Sind seit der ersten Operation mehr als fünf Jahre vergangen, kann das Risiko bestimmter Komplikationen wie eines Epitheleinwachsens steigen. Dabei wächst Epithelgewebe unter den Hornhautflap. In einer Studie wurde berichtet, dass das Risiko eines Epitheleinwachsens bei einer Wiederholungsoperation nach fünf Jahren 16-mal höher war. Die Operationsentscheidung hängt daher nicht nur von der aktuellen Fehlsichtigkeit ab, sondern auch vom Abstand zwischen den Eingriffen und vom Zustand der Hornhaut.

Nach der ersten Augenlaseroperation benötigt das Auge eine gewisse Zeit, um vollständig zu heilen und die Refraktion zu stabilisieren. Eine zweite Operation wird gewöhnlich nicht vor Ablauf von drei Monaten erwogen. Während der Gewebeheilung kann die Fehlsichtigkeit noch leicht schwanken. Manche Ärzte verlängern diese Wartezeit in bestimmten Situationen auf sechs Monate, da sich bis dahin auch kleinere Veränderungen meist stabilisiert haben.

In einer Untersuchung wurde berichtet, dass Patienten im Durchschnitt etwa 15 Monate nach dem ersten Eingriff erneut operiert wurden. Dies ist keine allgemeingültige Regel, stellt jedoch einen sinnvollen Zeitraum für die Heilung, Stabilisierung der Fehlsichtigkeit und Beurteilung aller Risikofaktoren dar. Manche Patienten warten deutlich länger, weil sie im ersten Jahr eine gute Sehschärfe erreicht haben und erst in späteren Jahren eine Veränderung der Fehlsichtigkeit bemerken. Obwohl bestimmte Risiken nach fünf Jahren oder mehr zunehmen, kann eine zweite Operation nach einer ärztlichen Abwägung der Vor- und Nachteile weiterhin möglich sein.

Jeder chirurgische Eingriff ist mit Risiken verbunden. Dies gilt auch für Augenlaseroperationen. Im Vergleich zur ersten Operation können bestimmte Punkte bei einem zweiten Eingriff kritischer sein:

  • Hornhautdicke und Ektasie:

Die Hornhaut kann mit einem Stück Stoff verglichen werden, das bei einer Laseroperation zugeschnitten und geformt wird. Der Stoff besitzt eine bestimmte Dicke und Struktur. Wird zu viel entfernt, wird er schwach und verschleißt. Ebenso besitzt die Hornhaut eine begrenzte Dicke und bei jeder Laserbehandlung wird ein Teil des Gewebes entfernt. Ist sie vor dem zweiten Eingriff nicht ausreichend dick oder strukturell gefährdet, kann sich eine schwerwiegende Hornhautektasie entwickeln. Dabei wird die Hornhaut dünner und wölbt sich nach vorn.

  • Flapbedingte Probleme:

Bei der ersten LASIK-Operation wird ein dünner Flap von der Hornhaut angehoben. Ist eine zweite Operation erforderlich, kann der Chirurg denselben Flap erneut anheben oder eine andere Technik wie PRK anwenden. Das erneute Anheben kann abhängig von der bisherigen Wundheilung und Haftung Schwierigkeiten verursachen. Epithelgewebe kann unter den Flap einwachsen oder die Stabilität des Flaps kann beeinträchtigt sein.

  • Verstärkung trockener Augen:

Trockene Augen, die sich nach dem ersten Eingriff entwickelt haben, können nach der zweiten Operation stärker ausgeprägt sein. Eine verminderte Qualität der Tränenflüssigkeit kann die Augenoberfläche reizen und die Heilung verlangsamen. Deshalb müssen trockene Augen vor der Operation diagnostiziert und behandelt werden.

  • Lichtstreuung, Halos und andere visuelle Nebenwirkungen:

Nebenwirkungen wie Lichtstreuung in der Nacht, Halos um Autoscheinwerfer und Blendung können nach einer zweiten Operation verstärkt auftreten. Jeder Eingriff an der Hornhaut kann die Glätte ihrer Oberfläche beeinflussen und solche optischen Erscheinungen begünstigen.

  • Infektion und Entzündung:

Trotz der Weiterentwicklung der Lasertechnologie besteht bei jeder Augenoperation ein Risiko für Infektionen und Entzündungen. Auch bei einer zweiten Operation lässt sich dieses Risiko nicht vollständig ausschließen. Mit sorgfältigen Operationstechniken und Hygienemaßnahmen kann es jedoch niedrig gehalten werden.

Zusammenfassend können die Risiken zwar erhöht sein, es handelt sich jedoch um Situationen, mit denen Ärzte vertraut sind und die sich durch geeignete Maßnahmen erheblich reduzieren lassen. Für jeden Patienten wird eine individuelle Risikobeurteilung durchgeführt. Vor der Operation erfolgt eine umfassende Analyse mit Hornhautkarten, topografischen Messungen, Tests auf trockene Augen und weiteren Untersuchungen.

Wenn eine zweite Operation ungeeignet oder nicht gewünscht ist, können verschiedene Alternativen erwogen werden:

  • PRK (Photorefraktive Keratektomie)

Bei diesem Verfahren wird das Epithel von der Hornhautoberfläche entfernt und anschließend der Laser angewendet, ohne wie bei LASIK einen Flap anzuheben. PRK kann bei Menschen mit grenzwertiger Hornhautdicke oder erhöhtem Risiko für flapbedingte Komplikationen bevorzugt werden.

  • LASEK (Laserassistierte subepitheliale Keratektomie)

Dieses Verfahren kann als Zwischenform von PRK und LASIK betrachtet werden. Das Hornhautepithel wird als dünne Schicht abgelöst, nach der Laserbehandlung wieder zurückgelegt.

  • SMILE (Small Incision Lenticule Extraction)

Dieses minimalinvasive Verfahren wird über einen kleineren Schnitt durchgeführt und besonders zur Korrektur von Myopie sowie mit Myopie verbundenem Astigmatismus eingesetzt. Der Verzicht auf einen Flap kann für manche Patienten vorteilhaft sein. Bei geeigneter Hornhautstruktur soll das Risiko trockener Augen geringer als bei LASIK sein.

  • ICL (Implantierbare Collamer-Linse)

Bei diesem Verfahren bleibt die natürliche Augenlinse erhalten und eine zusätzliche Linse wird in das Auge eingesetzt. Es ist eine geeignete Alternative bei sehr hoher Myopie oder wenn die Hornhautdicke keine Laseroperation erlaubt.

  • RLE (Refraktiver Linsenaustausch)

Dieser Eingriff kann als eine Art frühzeitige Kataraktoperation betrachtet werden. Die natürliche Augenlinse wird entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Das Verfahren kann sowohl Fern- als auch Nahsehprobleme einschließlich Presbyopie behandeln, ist jedoch ein linsenbasiertes und kein hornhautbasiertes Verfahren.

  • Ortho-K (Nachtlinsen)

Für Menschen, die weder eine Brille noch eine Operation wünschen, können speziell entwickelte Nachtlinsen die Hornhaut während des Schlafens formen und tagsüber klares Sehen ermöglichen. Es handelt sich um ein vorübergehendes, wiederholbares und nichtoperatives Verfahren.

  • Brillen und Kontaktlinsen

Manchmal bleiben eine Brille oder Kontaktlinsen die praktischste und risikoärmste Lösung. Technologische Fortschritte haben Komfort und Auswahl bei Kontaktlinsen verbessert. Es stehen beispielsweise torische Linsen für Astigmatismus und multifokale Kontaktlinsen zur Verfügung. Menschen, bei denen in den 40ern eine Presbyopie beginnt, können statt einer zweiten Operation eine Lesebrille bevorzugen.

Die Maßnahmen nach einer zweiten Operation ähneln denen nach dem ersten Eingriff, erfordern jedoch eine sorgfältigere Kontrolle und Eigenpflege. Selbst kleinste Probleme an der Hornhautoberfläche oder am Flap müssen möglichst früh erkannt und behandelt werden.

  • Anwendung von Augentropfen:

Antibiotische, kortikosteroidhaltige oder nichtsteroidale Tropfen dienen der Vorbeugung von Entzündungen und der Verringerung des Infektionsrisikos. Da trockene Augen häufig auftreten, können künstliche Tränen eine erhebliche Linderung ermöglichen. Die Tropfen müssen regelmäßig und ohne Unterbrechung angewendet werden.

  • Schutz der Augen:

Staubige oder verrauchte Umgebungen sollten vermieden, die Augen nicht gerieben und möglichst eine Sonnenbrille getragen werden. Die Augen sollten wie ein empfindliches Kameraobjektiv behandelt und vor schädlichen Umgebungen geschützt werden.

  • Kontrolluntersuchungen wahrnehmen:

Kontrollen sind während der ersten Tage, nach einigen Wochen und bei Bedarf über mehrere Monate wichtig. Der Arzt untersucht Hornhautoberfläche und Flap ausführlich auf Anzeichen einer Infektion, eines Epitheleinwachsens oder einer Entzündung.

  • Ernährung und Lebensstil:

Ausreichendes Trinken, eine ausgewogene Ernährung und Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren können die Augengesundheit unterstützen. Längere Bildschirmnutzung kann trockene Augen fördern. Kurze Pausen nach Methoden wie der 20-20-20-Regel tragen daher zur Entlastung der Augen bei.

  • Schwimmbad und Meer:

Wie nach der ersten Operation sollte auch nach dem zweiten Eingriff für eine gewisse Zeit, mindestens einige Wochen, auf das Schwimmen im Pool oder Meer verzichtet werden. Hygienevorschriften sollten besonders sorgfältig beachtet werden.

Vor einer zweiten Laseroperation ist eine umfassende Augenuntersuchung unerlässlich. Der Arzt beurteilt dabei folgende grundlegende Punkte:

  • Hornhautdicke und Topografie

Das nach der ersten Operation verbliebene Hornhautgewebe muss für einen zweiten Eingriff ausreichend dick sein. Außerdem wird untersucht, ob die Hornhautform regelmäßig ist und ob ektatische Veränderungen bestehen.

  • Stabilität der Fehlsichtigkeit

Es wird geprüft, ob seit der Operation genügend Zeit vergangen ist und sich die Fehlsichtigkeit stabilisiert hat. Wenn sich die Brillenwerte während der vergangenen 6-12 Monate nicht wesentlich verändert haben, ist eine Eignung für einen zweiten Eingriff wahrscheinlicher.

  • Alter und natürliche Augenerkrankungen

Ab dem 50. Lebensjahr können aufgrund eines Katarakts oder einer Presbyopie andere Behandlungsplanungen erforderlich sein. Besteht ein beginnender Katarakt, kann eine Kataraktoperation oder ein refraktiver Linsenaustausch sinnvoller als eine erneute Laserbehandlung sein.

  • Allgemeine Augengesundheit

Begleiterkrankungen wie trockene Augen, Keratokonus, Glaukom oder schwerwiegende Netzhautprobleme können einen zweiten Eingriff riskant machen. Gegebenenfalls sollten alternative Methoden wie eine ICL erwogen werden.

  • Systemische Erkrankungen

Systemische Erkrankungen wie Diabetes und Autoimmunerkrankungen, die die Wundheilung beeinflussen, erfordern auch bei einer zweiten Operation besondere Vorsicht.

  • Realistische Erwartungen

Erwartet eine Person von der zweiten Operation absolute Fehlerfreiheit, muss der Arzt umfassend informieren und gegebenenfalls zu realistischen Erwartungen beitragen. Eine zweite Operation kann deutliche Verbesserungen ermöglichen, aber die natürlichen Grenzen des Auges nicht vollständig verändern.

Bei einer zweiten Operation stehen in der Regel drei grundlegende Ansätze zur Verfügung:

  • Zweite LASIK durch Anheben des vorhandenen Flaps

Ist der bei der ersten Operation angelegte Flap weiterhin ausreichend flexibel und stabil, kann der Chirurg denselben Flap anheben und eine feinere Ablation durchführen. Starke Verklebungen an den Flaprändern oder ein Risiko für Epitheleinwachsen können diese Methode erschweren.

  • Oberflächenablation mit PRK oder LASEK

Wenn der Flap nicht erneut angehoben werden soll, kann das Epithel auf der Hornhautoberfläche entfernt oder zur Seite geschoben werden. Nach der Laserbehandlung wird es der natürlichen Regeneration überlassen. Die Heilung dauert länger und ist möglicherweise unangenehmer als bei LASIK, dafür werden flapbedingte Komplikationen vermieden.

  • Anlegen eines neuen Flaps mit dem Femtosekundenlaser

Fortschrittliche Femtosekundenlaser können mit sehr präziser Tiefeneinstellung einen zweiten Flap in der Hornhaut anlegen. Damit dieser den bestehenden Flap nicht überschneidet, sind moderne Geräte und große Erfahrung erforderlich. Auch bei diesem Verfahren ist eine ausreichende Hornhautdicke unerlässlich.

Das Ziel aller drei Methoden besteht darin, den verbleibenden Refraktionsfehler zu minimieren und klareres Sehen zu erreichen. Das geeignete Verfahren wird anhand der Hornhautkarten, der individuellen Situation und der Erfahrung des Arztes ausgewählt.

Das Altern betrifft den gesamten Körper einschließlich der Augen und kann durch keine Laseroperation aufgehalten werden. Nach dem 40. Lebensjahr kann Presbyopie auftreten, nach dem 50. oder 60. Lebensjahr ein Katarakt. Ob eine zweite oder sogar dritte Operation durchgeführt werden kann, hängt vom Ausmaß dieser altersbedingten Veränderungen, vom Vorliegen eines Katarakts und von der Elastizität der natürlichen Linse ab.

Bei einer Person im presbyopischen Alter kann beispielsweise Monovision als zweite Behandlung eingesetzt werden. Dabei wird ein Auge stärker für die Nähe und das andere stärker für die Ferne eingestellt, um in beiden Bereichen eine funktionelle Sicht zu ermöglichen. Nicht jeder Patient verträgt dieses Prinzip, es gibt jedoch viele erfolgreiche Beispiele. Bei einem beginnenden Katarakt kann statt einer erneuten Laserbehandlung ein Linsenaustausch geplant werden. Dadurch lassen sich sowohl der Katarakt als auch der Refraktionsfehler behandeln.

Unabhängig davon, ob es sich um die erste oder zweite Augenlaseroperation handelt, sollten einige allgemeine Grundsätze beachtet werden:

  • Regelmäßige Augenuntersuchungen:

Ein Besuch beim Augenarzt einmal jährlich oder alle zwei Jahre ist wichtig, um Augeninnendruck, Netzhautgesundheit, Hornhautdicke und weitere Parameter zu überwachen. Diese Untersuchungen sind nicht nur wegen der Fehlsichtigkeit, sondern auch für die allgemeine Augengesundheit erforderlich.

  • Bewusstsein für altersbedingte Veränderungen:

Eine Augenlaseroperation verhindert nicht, dass sich später altersbedingte Augenprobleme wie Presbyopie oder Katarakt entwickeln. Bei einer Verschlechterung des Sehens sollte vor der Annahme, dass sofort erneut gelasert werden müsse, eine ausführliche Untersuchung erfolgen. Ursache kann stattdessen ein beginnender Katarakt oder eine andere Augenerkrankung sein.

  • Augenhygiene und Schutz:

Das Tragen einer Schutzbrille bei Arbeiten in staubigen oder verschmutzten Umgebungen und regelmäßige Pausen bei längerer Bildschirmnutzung helfen, das Ergebnis der ersten Operation zu bewahren und die langfristige Augengesundheit zu unterstützen.

  • Ausgewogene Ernährung und gesunder Lebensstil:

Wie alle anderen Organe profitieren auch die Augen von einer guten Ernährung. Grünes Blattgemüse, Fisch, Walnüsse, omega-3-reiche Lebensmittel und Antioxidantien können einen positiven Beitrag zur Augengesundheit leisten. Gewohnheiten wie Rauchen, die Durchblutung und Gewebe beeinträchtigen, können auch an den Augen Probleme verursachen.

  • Verwendung einer Schutzbrille:

Wer sich längere Zeit im Freien aufhält, sollte besonders bei intensiver Sonneneinstrahlung eine Sonnenbrille mit UV-Filter tragen. Sie schützt die Augen vor schädlicher Strahlung. Auch beim Sport, bei Haus- und Gartenarbeiten sowie bei anderen Tätigkeiten mit herumfliegenden Partikeln wird eine Schutzbrille empfohlen.

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