Inhalt:
- Wodurch entstehen trockene Augen?
- Welche Symptome verursachen trockene Augen?
- Wie sollten tägliche Gewohnheiten angepasst werden?
- Worauf ist bei der Bildschirmnutzung zu achten?
- Wie werden künstliche Tränen angewendet?
- Sind Ernährung und Wasseraufnahme wirksam?
- Verstärken Kontaktlinsen die Trockenheit?
- Warme Kompressen und Lidpflege
- Wann ist eine weiterführende Behandlung erforderlich?
- Wie funktionieren Tränenwegsstöpsel?
- Sollten zugrunde liegende Erkrankungen untersucht werden?
- Wann ist eine Augenuntersuchung erforderlich?
Trockene Augen entstehen, wenn der Tränenfilm, der die Augenoberfläche schützt, nicht in ausreichender Menge produziert wird oder schneller als normal verdunstet. Brennen, Stechen, Rötungen und vorübergehend verschwommenes Sehen gehören zu den häufigsten Symptomen. Die Antwort auf die Frage, was gegen trockene Augen hilft, hängt von der Ursache der Trockenheit und den Veränderungen der Augenoberfläche ab. Bei manchen Menschen können eine Anpassung der Bildschirmnutzung und künstliche Tränen ausreichend sein. In anderen Fällen müssen Augenliderkrankungen, eingenommene Medikamente oder systemische Erkrankungen beurteilt werden. Die anzuwendende Methode sollte anhand der Untersuchungsbefunde individuell festgelegt werden.
Wodurch entstehen trockene Augen?
Der Tränenfilm hilft dabei, die Augenoberfläche feucht zu halten und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Veränderungen der Menge oder Struktur dieses Films können Beschwerden durch trockene Augen verursachen. Längeres Arbeiten am Bildschirm kann die Häufigkeit des Blinzelns reduzieren und dazu führen, dass die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet. Klimatisierte Räume, geringe Luftfeuchtigkeit, Zigarettenrauch und Wind können die Trockenheit der Augenoberfläche ebenfalls verstärken. Das Tragen von Kontaktlinsen, bestimmte Medikamente und altersbedingte Veränderungen gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren. Auch eine Funktionsstörung der Talgdrüsen in den Augenlidern kann es erschweren, das Gleichgewicht des Tränenfilms aufrechtzuerhalten.
Welche Symptome verursachen trockene Augen?
Zu den häufigsten Beschwerden bei trockenen Augen gehören Brennen, Stechen und ein sandiges Fremdkörpergefühl. Rötungen, Lichtempfindlichkeit und im Tagesverlauf schwankendes verschwommenes Sehen können ebenfalls auftreten. Die Beschwerden werden meistens deutlicher, wenn mehr Zeit am Bildschirm verbracht wird oder der Tag fortschreitet. Manche Menschen bemerken, dass ihre Augen ständig tränen. Dies kann mit einer reflektorischen Tränenproduktion als Reaktion auf eine Reizung der Augenoberfläche zusammenhängen. Tränende Augen bedeuten nicht immer, dass der Tränenfilm ausreichend oder ausgewogen ist.
Wie sollten tägliche Gewohnheiten angepasst werden?
Einer der ersten Schritte zur Verringerung trockener Augen besteht darin, Umweltfaktoren zu erkennen, die die Beschwerden verstärken. Direkt auf das Gesicht gerichtete Luftströme von Klimaanlagen oder Heizgeräten können dazu führen, dass die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet. Eine angemessene Luftfeuchtigkeit am Arbeitsplatz kann manchen Menschen Erleichterung verschaffen. Das Tragen einer Schutzbrille bei windigem Wetter hilft dabei, die Augenoberfläche vor äußeren Einflüssen zu schützen. Das Meiden von Zigarettenrauch kann ebenfalls das Brennen und die Reizung der Augen reduzieren. Diese Anpassungen haben einen unterstützenden Charakter und ersetzen bei anhaltenden Beschwerden keine Untersuchung.
Worauf ist bei der Bildschirmnutzung zu achten?
Längeres Betrachten von Computer-, Telefon- oder Tabletbildschirmen kann die Häufigkeit des Blinzelns reduzieren. Dadurch bleibt die Augenoberfläche länger frei, was die Beschwerden durch trockene Augen verstärken kann. Die 20-20-20-Regel bedeutet, alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf einen etwa 6 Meter entfernten Punkt zu schauen. Bei dieser Entfernung handelt es sich nicht um 20 Meter, sondern um 20 Fuß, was ungefähr 6 Metern entspricht. Regelmäßige Pausen und mehrmaliges bewusstes Blinzeln während dieser Zeit können zur Befeuchtung der Augenoberfläche beitragen. Eine an die Umgebungsbeleuchtung angepasste Bildschirmhelligkeit und eine Positionierung des Bildschirms leicht unterhalb der Augenhöhe können den Sehkomfort ebenfalls unterstützen.
Wie werden künstliche Tränen angewendet?
Künstliche Tränen sind Produkte, die zur Befeuchtung der Augenoberfläche und zur Linderung des Trockenheitsgefühls verwendet werden. Zusammensetzung, Viskosität und Wirkdauer können sich je nach Produkt unterscheiden. Bei leichten Beschwerden können dünnflüssigere Tropfen bevorzugt werden, während bei manchen Menschen dickflüssigere Produkte oder Gele für die Nacht in Betracht gezogen werden können. Für Personen, die häufig Augentropfen anwenden müssen, können konservierungsmittelfreie Produkte besser geeignet sein. Da nicht jedes Produkt bei jedem Patienten dieselbe Wirkung zeigt, sollte die Auswahl entsprechend dem Zustand der Augenoberfläche erfolgen. Die Anwendung kortisonhaltiger oder verschreibungspflichtiger Augentropfen ohne vorherige Beurteilung kann unerwünschte Folgen haben.
Sind Ernährung und Wasseraufnahme wirksam?
Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme trägt dazu bei, den allgemeinen Flüssigkeitshaushalt des Körpers aufrechtzuerhalten. Mehr Wasser zu trinken beseitigt jedoch nicht jedes Problem mit trockenen Augen. Fische wie Lachs, Sardinen und Makrelen gehören zu den Lebensmitteln, die Omega-3-Fettsäuren enthalten. Walnüsse, Leinsamen und Chiasamen sind ebenfalls pflanzliche Omega-3-Quellen. Die Wirkung dieser Lebensmittel auf trockene Augen kann sich von Person zu Person unterscheiden, und nicht bei jedem Patienten ist eine deutliche Verbesserung zu erwarten. Wenn die Einnahme von Omega-3-Präparaten erwogen wird, sollte unter Berücksichtigung bestehender Erkrankungen und eingenommener Medikamente eine individuelle Beurteilung erfolgen.
Verstärken Kontaktlinsen die Trockenheit?
Kontaktlinsen können bei manchen Menschen das Gleichgewicht des Tränenfilms beeinträchtigen und das Trockenheitsgefühl verstärken. Insbesondere bei länger getragenen Linsen können Stechen, Rötungen und Beschwerden am Ende des Tages deutlicher werden. Die empfohlene Tragedauer, das Material und die Reinigung der Linsen sollten beachtet werden. Bei trockenen Augen kann es erforderlich sein, eine geeignete Linsenart auszuwählen oder die Tragedauer zu verkürzen. Bei zunehmenden Beschwerden kann eine vorübergehende Pause vom Kontaktlinsentragen erwogen werden. Wenn während des Kontaktlinsentragens deutliche Schmerzen, starke Rötungen oder eine Verschlechterung des Sehvermögens auftreten, sollte die Untersuchung nicht verzögert werden.
Warme Kompressen und Lidpflege
Wenn die Talgdrüsen am Lidrand nicht richtig funktionieren, kann der Tränenfilm schneller verdunsten. Eine richtig angewendete warme Kompresse kann bei manchen Menschen dazu beitragen, dass die Sekrete dieser Drüsen leichter abfließen. Das verwendete Material sollte sauber und nicht so heiß sein, dass es die Augenpartie reizt. Eine Reinigung der Augenlider kann außerdem dabei helfen, Fett und Ablagerungen an den Wimpernwurzeln zu entfernen. Die Häufigkeit der Kompressen und der Reinigung sollte jedoch entsprechend dem Zustand der Augenlider festgelegt werden. Die direkte Anwendung pflanzlicher Mischungen, Tees oder anderer Substanzen am Auge wird nicht empfohlen, da sie das Risiko für Reizungen und Infektionen erhöhen kann.
Wann ist eine weiterführende Behandlung erforderlich?
Bei manchen Patienten reichen Änderungen des Lebensstils und künstliche Tränen möglicherweise nicht aus, um die Beschwerden zu kontrollieren. Bei lang anhaltender Trockenheit oder deutlichen Schäden an der Augenoberfläche können verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden. Verschreibungspflichtige Medikamente zur Kontrolle entzündlicher Prozesse an der Augenoberfläche können in geeigneten Fällen in den Behandlungsplan aufgenommen werden. Je nach Ursache der Trockenheit kann auch die Behandlung von Augenliderkrankungen wichtig sein. Die Behandlung wird unter gemeinsamer Beurteilung der Tränenmenge, der Tränenqualität und der Befunde an der Augenoberfläche ausgewählt. Die Dauer der Medikamentenanwendung und die Kontrollabstände sollten entsprechend den persönlichen Bedürfnissen festgelegt werden.
Wie funktionieren Tränenwegsstöpsel?
Tränenwegsstöpsel sind kleine Materialien, mit denen der schnelle Abfluss der Tränenflüssigkeit von der Augenoberfläche reduziert werden soll. Diese Stöpsel werden in die Öffnungen der Tränenabflusskanäle eingesetzt und können dazu beitragen, dass die vorhandene Tränenflüssigkeit länger auf der Augenoberfläche verbleibt. Nicht jeder Patient mit trockenen Augen benötigt diese Methode. Insbesondere bei einer ausgeprägten Entzündung der Augenoberfläche kann es erforderlich sein, zunächst diesen Prozess unter Kontrolle zu bringen. Die Art des Stöpsels und die Eignung der Anwendung werden entsprechend der Beschaffenheit des Tränenfilms und den Untersuchungsbefunden beurteilt. Regelmäßige Kontrollen nach dem Eingriff ermöglichen es, die Wirkung der Behandlung und mögliche Probleme zu überwachen.
Sollten zugrunde liegende Erkrankungen untersucht werden?
Trockene Augen werden nicht immer nur durch Umgebungsbedingungen oder Bildschirmnutzung verursacht. Rheumatische Erkrankungen, Schilddrüsenprobleme und bestimmte Erkrankungen des Immunsystems können die Tränenproduktion beeinträchtigen. Allergiemedikamente, bestimmte psychiatrische Medikamente und einige systemische Behandlungen können die Beschwerden ebenfalls verstärken. Daher ist es wichtig, bei der Untersuchung die eingenommenen Medikamente und bestehenden Gesundheitsprobleme zu beurteilen. Regelmäßig eingenommene Medikamente sollten nicht eigenmächtig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden. Wenn die zugrunde liegende Ursache der trockenen Augen festgestellt wird, können der Kontroll- und Behandlungsplan angemessener gestaltet werden.
Wann ist eine Augenuntersuchung erforderlich?
Stechen, Brennen und Rötungen, die über Tage oder Wochen anhalten, sollten untersucht werden. Bei einer Verschlechterung der Sehqualität, deutlichen Schmerzen oder zunehmender Lichtempfindlichkeit sollte die Untersuchung nicht verzögert werden. Plötzlich auftretende Schmerzen und Rötungen bei Kontaktlinsenträgern können auf ein ernsteres Problem der Augenoberfläche hinweisen. Bei starken Schmerzen, plötzlichem Sehverlust oder einer deutlichen Veränderung des Sehvermögens ist noch am selben Tag eine dringende Untersuchung erforderlich. Die geeignete Behandlung wird entsprechend der Dauer der Symptome, der Beschaffenheit des Tränenfilms und den Begleiterkrankungen individuell geplant. Sie können mich über die Kontaktdaten auf meiner Website erreichen, um einen nicht dringenden Kontroll- oder Untersuchungstermin zu vereinbaren.












































